Mauerraute als Heilpflanze

Mauerraute als Heilpflanze

Mauerraute - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze ist in den gemäßigten Gebirgsregionen Europas heimisch.
  • Sie gilt als leicht giftig.
  • Ihre frühere Bedeutung als Heilpflanze ist verloren gegangen.
  • Heute wird sie lediglich in Form von Tee, Öl oder Tinktur gegen Beschwerden verwendet.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Mauerraute als Heilpflanze

Mauerraute
Sammelzeit
  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Asplenium ruta-muraria. Sie stammt aus der Pflanzenfamilie der Aspleniaceae (Streifenfarngewächse).

Die Mauerraute wird in der Umgangssprache auch als Rautenmilzkraut, Weißes Frauenhaar, Mauer-Streifenfarn, Steinrute oder Stoanneidkraut bezeichnet. Im englischen Sprachgebrauch heißt sie Wall rue.

Die Pflanze gehört zur Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae).

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Pflanze erstreckt auf die gesamten Nordhalbkugel. Sie ist dort vor allem in den gemäßigten Regionen zu finden. Der Farn wuchs in früheren Zeiten in Felsritzen der Gebirge und Mittelgebirge. Heute ist er auch in Nordafrika, in Asien, im Himalaya, in Japan und Nordamerika zu finden.

Die Sammelzeit für das Gewächs erstreckt sich über das gesamte Jahr, da es eine immergrüne Pflanze ist, die keine spezifischen Blütezeiten aufweist.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Farns, auf denen seine Heilwirkungen beruhen sind:

  • Gerbstoffe
  • Tannine

Die Mauerraute zählt zu den Farngewächsen. Ihre Blätter können zwischen 3 und 15 Zentimeter lang werden und weisen eine zwei- oder dreifache Fiederung sowie eine dreieckige oder ins ovale gehende Form auf. An ihrer Spitze befinden sich Farnblätter, die bei einer Länge von etwa 3 Millimeter eingeschnitten oder eingekerbt sind. Die Blattstiele der Pflanze sind grün und sie besitzt so genannte Sori (Sammelort für Sporen bei Farngewächsen).

Der Farn gedeiht auf saurem und auch kalkhaltigem Boden. Vorzugsweise wächst er aber auf nährstoffreichem Kalkgestein. In natürlicher Umgebung findet man das Gewächs fast ausschließlich als Begleitpflanze anderer Felsspalten-Pflanzen.

Mauerraute - Heilwirkung der Heilpflanze

Dieser fast in Vergessenheit geratenen Pflanze werden verschiedene Heilwirkungen zugesprochen. So hat sie adstringierende, augenwirksame, blutreinigende, entgiftende, fiebersenkende und harntreibende Eigenschaften. Sie hat zudem menstruationsfördernde, schleimlösende sowie steinlösende Wirkung. Dadurch kann sie bei unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt werden.

Mauerraute - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Wirkstoffe des Farns helfen bei verschiedenen Beschwerden. Die Pflanze wird normalerweise bei Augenkrankheiten, Husten, Menstruationsbeschwerden, Rachitis oder Schwellungen verwendet.

Mauerraute - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze wird heute in der Homöopathie und Naturheilkunde kaum noch verwendet, da sie schlecht zu Dosieren ist. Lediglich fachkundige der Kräuterheilkunde in den europäischen Gebirgsregionen kennen die Pflanze und ihre Heilwirkungen noch.

  • Achtung, bei Überdosierung wirkt die Pflanze giftig und kann zu Übelkeit, Erbrechen, Schwindelgefühl sowie Müdigkeit führen. Deshalb sollte eine Selbstmedikation nicht stattfinden. Auch die eigene Herstellung von Präparaten aus diesem Farn ist nicht ratsam.

Besonders Frauen in der Schwangerschaft und Stillzeit sollten diese Heilpflanze nicht verwenden.

Äußerliche Anwendung

Für eine äußerliche Anwendung eignet sich beispielsweise ein Öl aus Mauerraute. Um es herzustellen, legt man die zerkleinerten Blätter des Farns z. B. in Kamillenöl ein. Mit dem so entstandenen Öl kann man gut Schwellungen einreiben.

Innerliche Anwendung

Innerlich wird der Farn als Tee verwendet. Dazu übergiesst man das getrocknete und zerkleinerte Kraut mit kochendem Wasser, lässt es 10 Minuten ziehen und seiht es nochmals ab. Der Tee kann aufgrund seiner schleimlösenden Eigenschaft bei Rachitis, Husten und auch Menstruationsbeschwerden helfen.


Quellen

Blaschek, Wolfgang / Hänsel, Rudolf: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis: Folgeband 2: Drogen A-K.
Zuingeri, Theodori: Theatrum botanicum: Das ist: Vollkommenes Kräuter-Buch.
Rothe, Immanuel Vertraugott: Über ein fast spezifisches Mittel wider die Abzehrung, und deren Vorbauung und Heilart im Allgemeinen.


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