Heilpflanze Melde

Heilpflanze Melde

Melde - Die wichtigsten Fakten

  • Das Gewächs kam mit den Römern nach Deutschland, stammt jedoch ursprünglich aus Asien.
  • Die Pflanze besitzt eine verdauungsfördernde und entzündungshemmende Wirkung.
  • Sie kann bei Hauterkrankungen und Verstopfung eingesetzt werden.
  • Verwendet wird sie beispielsweise als Umschlag oder roh in Salaten.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Melde als Heilpflanze

Melde
Sammelzeit
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze ist Atriplex hortensis.

  • Der Name Atriplex bedeutet dreifach und soll auf die Blattform der Pflanze deuten.

Da die Pflanze eine verdauungsfördernde Wirkung besitzt, wird sie auch Scheißmelde genannt. Zudem wird sie häufig als Spanischer Spinat bezeichnet.

Die Pflanze gehört zur Gattung Melde und zur Pflanzenfamilie Gänsefuchsgewächse. Verwandt ist sie unter anderem mit Spinat, Rote Bete, Mangold sowie mit den Kräutern Erdbeerspinat und Guter Heinrich.

Beheimatet ist die Pflanze in Vorder- sowie in Zentralasien und in Sibirien. Durch die Römer kam sie allerdings auch nach Deutschland. Gesammelt werden können die Blätter der Gartenmelde von April bis September. Die Samen können wiederum im September sowie im Oktober geerntet werden.

Melden enthalten viel Eisen, Kalzium sowie Eiweiß. Dazu sind sie reich an Provitamin A und an Vitamin C. Des Weiteren befinden sich Saponine sowie die Substanz Oxalsäure in der Pflanze.

  • Die Pflanze enthält etwa das dreifache an Vitamin C wie Spinat. Zudem ist zwar die Substanz Oxalsäure auch hier in höheren Mengen enthalten, dennoch ist der Gehalt an Oxalsäure niedriger als im Spinat.

Die Melde war in der Vergangenheit sowohl als Pflanze als auch als Gemüse bekannt und wurde dementsprechend häufig verwendet. Da sich der Spinat jedoch immer mehr ausgebreitet hat, geriet die Melde mehr und mehr in Vergessenheit. Inzwischen ist sie jedoch wiederentdeckt worden und wird unter anderem für verschiedene Leiden sowie Beschwerden als Heilpflanze eingesetzt.

Melde - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze aktiviert und fördert die Verdauung und wirkt harntreibend. Darüber hinaus besitzt die Gartenmelde eine entzündungshemmende Wirkung und kann die Haut erfrischen sowie erweichen.

  • Da die Pflanze Oxalsäure enthält, sollten Menschen, die an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden, die Pflanze vermeiden oder zumindest nur in Maßen verzehren.

Melde - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Melden helfen vor allem bei Verstopfungen und Hauterkrankungen. Dazu können sie bei Hautflechten sowie bei leichten Verbrennungen eingesetzt werden.

Melde - Anwendung der Heilpflanze

In der Regel verwendet man nur die Blätter sowie die Triebe der Pflanze. Diese können jedoch sowohl innerlich als auch äußerlich gegen verschiedene Leiden helfen.

Äußerliche Anwendung

Äußerlich kann die Pflanze beispielsweise als Umschlag verwendet werden. Dies hilft vor allem bei leichten Verbrennungen. Doch auch in Form eines Absuds kann die Pflanze verwendet werden. Hierbei ist sie insbesondere bei Hautflechten hilfreich.

Innerliche Anwendung

Innerlich kommt die Pflanze entweder roh oder gekocht zum Einsatz. Sie kann zudem auch für Smoothies oder Säfte verwendet werden.

  • Die Gartenmelde schmeckt normalerweise bitter. Um diesen Geschmack zu verringern, kann man die Melde jedoch ganz einfach mit den Blättern der Brennesel und der Sauerampfer verwenden.

Quellen

Weidenweber, Christine: Raritäten im eigenen Garten – Alte Gemüsesorten und Wildkräuter selbst anbauen
Wichterich, Andrea: Heilpflanzen-Smoothies für Frauen – Mit 27 Smoothie-Rezepten für Gesundheit, Vitalität und hormonelle Balance
Heidböhmer, Ellen: Gesunde Haut – Nach Hildegard von Bingen
Kötter, Engelbert: Kräuter für jeden Geschmack – Über 600 Küchen-, Heil-, und Wildkräuter für jeden Standort
Mecklenburg, Jens: Raritäten mit Biss – Alte Gemüsesorten und Wildkräuter neu entdeckt


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