Heilpflanze Odermennig

Heilpflanze Odermennig

Odermennig - Die wichtigsten Fakten

  • Der Stängel der Pflanze ist verzweigt und behaart.
  • Im Sommer bilden sich an der Pflanze gelbe traubige Blüten.
  • Die Blüten sind meist voller Pollen und entwickeln sich nach einer gewissen Zeit zu Kletten.
  • Die Odermennig-Pflanze kann bis zu einem Meter hoch wachsen.
  • Der Odermennig liebt eine strauchige Umgebung, weshalb man ihn meist in der Nähe von Sträuchern oder Bäumen auffinden kann.
  • Zudem benötigt diese Pflanze lehmhaltigen und kalkigen Boden.
  • Odermennig schmeckt leicht bitter, sobald man dies in den Mund nimmt.
  • Die Pflanze ist mit leichten Stacheln besetzt.
  • Bei den Blättern der Pflanze fällt auf, dass diese unpaarig gefiedert sind.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Odermennig als Heilpflanze

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet: Agrimonia eupatoria L.

Im Volksmund hat die Pflanze verschiedene Namen. Zu diesen zählen unter anderem Ackermeng, Bubenläuse, Kletterkraut und Odermandli.

Die Pflanze wird zu den Gewächsen der Rosen gezählt. Dabei besteht dank der stacheligen Stile und der unpaarigen behaarten Blätter der Pflanze eine Ähnlichkeit mit der Wildrose. Hinsichtlich der Blüte unterscheiden sich die normale Wildrose und der Odermennig wiederum sehr.

Die Sammelzeit des Odermennigs ist von Mai bis Juni. Dabei wird nur das blühende Kraut eingesammelt. Die Pflanze wächst hauptsächlich in Nordafrika, Europa und in Klein- sowie Mittelasien. Die Temperatur darf für die Pflanze nicht zu kalt sein, weshalb sie weiter oben in Richtung Nordskandinavien nicht mehr zu finden ist.

  • Bei dem Einsammeln sollte man vorsichtig sein. Dieses Kraut verfügt nämlich über Stacheln, die schnell eine Ratschwunde hinterlassen können, wenn man nicht aufpasst. Daher sollte man beim Pflücken mit Bedacht an die Pflanze gehen.

Für die Heilwirkung der Pflanze sind diverse Inhaltsstoffe zuständig. Hierzu gehören unter anderem Gerbstoffe, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren und Triterpene. Untere Inhaltsstoffe sind zudem Kämpferol, Luteolin, Apigenin, Diglucoside, Vanillinsäure, Salicylsäure, Gentisinsäure und Quercitin.

  • Die Inhaltsstoffe haben ebenfalls eine Wirkung auf Tierleiden. Daher kann man bei Tierbeschwerden versuchen, diese mit Odermennig zu lindern.

In der Kräuterheilkunde ist der Odermennig sehr bekannt. Er wird bereits seit dem Mittelalter für diverse Leiden sowie Symptome verwendet und hat sich somit einen Namen bei den Menschen gemacht. Darüber hinaus verfügt diese Pflanze über diverse Inhalts- sowie Wirkstoffe, welche bei einer Erkrankung angeblich gut wirken sollen.

Odermennig - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze hemmt das Wachstum von Bakterien und ist sehr verdauungsfördernd. Zudem hat dieses Kraut eine entzündungshemmende Wirkung auf den Körper. Die Pflanze wirkt appetitanregend und zellstabilisierend, weshalb sie beispielsweise der Haut bei einer Wunde eine schnelle Heilung liefert.

  • Wenn man zu viel des Odermennigs verzehrt, kann eine kleine Nebenwirkung auftreten. Diese kann sich durch ein leichtes Betäuben der Hautoberfläche bemerkbar machen.

Odermennig - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Das Heilkraut wird hauptsächlich zur Linderung von Darmbeschwerden eingesetzt. Zudem ist diese Pflanze sehr nützlich bei Menschen, die Gicht haben. Sie reguliert nämlich die Symptome, sodass es dem Betroffenen schnell wieder besser geht. Zudem kann man sich ein Odermennig-Wasser mischen, das man anschließend gurgeln muss. Denn dadurch können Halsschmerzen und Lungenprobleme vermindert werden.

Odermennig - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze kann als Tee gekocht und anschließend getrunken werden. Man hat darüber hinaus die Möglichkeit, sich eine Odermennig-Wasser-Mixtour, welche man nur gurgeln muss, zuzubereiten. Zusätzlich wird die Pflanze auch in der herkömmlichen sowie in der alternativen Medizin angewendet.

Äußerliche Anwendung

Die einzige äußere Anwendung, die mit dem Heilkraut gemacht werden kann, ist: Er hilft, Hautwunden schneller zu verheilen. Zudem kann man auch das Mischwasser auf die wunde Haut auftragen. Dies hinterlässt ebenfalls eine positive Wirkung.

Innerliche Anwendung

Die Pflanze wird hauptsächlich innerlich angewendet. Dabei lindert sie innere Entzündungsbereiche und lässt die Schmerzen verfliegen. Zudem kann sie auch Gliederschmerzen beseitigen.


Quellen

M. Siewert, A.: Pflanzliche Antibiotika: Geheimwaffen aus der Natur
Reichling, J. / Gachnian-Mirtscheva, R. / Frater-Schröder, M. / Saller, R. / Di Carlo, A. / Widmaier, W.: Heilpflanzenkunde für Tierärzte
Grünwald, J. / Jänicke, C.: Grüne Apotheke: Mit wissenschaftlich abgesicherten Empfehlungen
Becker, K. / John, S.: Farbatlas Nutzpflanzen in Mitteleuropa
Marzell, H.: Geschichte und Volkskunde der deutschen Heilpflanzen


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