Perlzwiebel: Die Kraft der Heilpflanze im Alltag nutzen

Perlzwiebel: Die Kraft der Heilpflanze im Alltag nutzen

Perlzwiebel - Die wichtigsten Fakten

  • Perlzwiebeln sind in erster Linie aus der Küche bekannt.
  • Aufgrund der kurzen Haltbarkeit im Handel nicht überall verfügbar.
  • Perlzwiebeln sind eine kultivierte Form des Ackerlauch (Allium ampeloprasum).
  • Die Pflanze kann im heimischen Garten angebaut werden.
  • Perlzwiebeln dürfen nicht mit Silberzwiebeln verwechselt werden.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Perlzwiebel als Heilpflanze

Die wissenschaftliche Bezeichung der Perlzwiebeln geht auf den Ackerlauch zurück und lautet Allium ampeloprasum Perlzwiebel-Gruppe. In einigen Quellen ist auch die Bezeichnung Allium porrum var. sectivum zu finden.

Für die Perlzwiebel selbst sind keine bedeutenden Trivialnamen bekannt.

Die Perlzwiebel gehört zur Pflanzengattung Allium (Lauch) und ist damit Teil der Lauchgewächse oder Allioideae. Diese sind eine Unterfamilie in der Familie Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae).

  • Von Allium ampeloprasum existiert als Kulturform nicht nur die Perlzwiebel. Auch Porree bzw. Welschzwiebel sind eine bereits seit Jahrhunderten kultivierte Form von Allium ampeloprasum.

Als Kulturform des Ackerlauchs gibt es keine natürlichen Vorkommen der Perlzwiebel. Letztere kann im Hausgarten oder Kulturen angebaut werden. Der Ackerlauch stammt ursprünglich aus Südeuropa und dem Nahen Osten. Auch im nördlichen Afrika sind Vorkommen bekannt.

In den Varietäten von Allium ampeloprasum sind verschiedene positive Inhaltsstoffe vorhanden. Hierzu gehören unter anderem:

und Asparagin bzw. Ascorbinsäure, Polyphenole oder Saponine.

Perlzwiebeln sind vor allem aufgrund der Würzeigenschaften bekannt. Dabei hat die Varietät des Ackerlauchs noch einiges mehr zu bieten. Die Heilwirkung wurde bereits in der Antike genutzt. Und auf die förderliche Wirkung bei Verdauungsbeschwerden oder Infekten setzt heute noch mancher Haushalt.

Perlzwiebel - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Heilwirkung der Pflanze ist bereits seit Jahrhunderten bekannt. Ihr wird unter anderem zugeschrieben, harntreibend und verdauungsfördernd zu wirken. Zudem schreibt die volkstümliche Medizin der Pflanze positive Effekte durch schleimlösende und krampflösende Eigenschaften zu.

Perlzwiebel - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Palette der in Quellen beschriebenen Leiden, bei denen die Perlzwiebeln helfen sollen, ist recht breit. Die schleim- und krampflösenden Eigenschaften zeigen sich etwa bei Atemwegserkrankungen. Antibakteriell wirkt die Pflanze bei verschiedenen Entzündungen.

Perlzwiebel - Anwendung der Heilpflanze

Als Kulturvariante des Ackerlauchs können Perlzwiebel recht ähnlich eingesetzt werden. Die äußerliche Anwendung der Pflanze kommt unter anderem bei Mückenstichen in Frage. Innerlich kann der Saft als Tee oder mit etwas Honig verabreicht werden.

Äußerliche Anwendung

Lästige und sich entzündende Insektenstiche lassen sich mit der rohen Zwiebel einfach behandeln. Hierzu wird die Zwiebel einfach aufgeschnitten und auf den Stich gelegt.

Innerliche Anwendung

Die innerliche Anwendung der Perlzwiebeln zielt auf die krampf- und schleimlösende Wirkung sowie die positiven Effekte bei Atemwegsinfekten ab. Hier kann aus der klein geschnittenen Zwiebel mit Honig vermengt ein Saft hergestellt werden. Auch lässt sich mit Wasser ein Aufguss/Sud herstellen.


Quellen

Bühring, Ursel: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde: Grundlagen - Anwendung - Therapie
Reingruber, Sandra: Erste-Hilfe-Kräuterführer für unterwegs
Hofmann, Helga: Wildkräuter und Beeren: Die wichtigsten Arten entdecken und bestimmen
Bader, Christa: Wilde Kräuter und Heilende Pflanzen für Körper und Seele: Ein Kurs in Heilpflanzenkunde


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