Pfennigkraut als Heilpflanze

pfennigkraut

Pfennigkraut - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze ist in Europa und Asien heimisch.
  • Sie gilt als Heilpflanze, hat ihre Bedeutung bei uns aber weitgehend verloren.
  • Heilkundliche Anwendung findet sie in Form von Brei oder Tee.
  • Man verwendet das Kraut und die Wurzel der Pflanze.
  • Das Gewächs hilft bei zahlreichen Beschwerden.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Pfennigkraut als Heilpflanze

Pfennigkraut
Sammelzeit
  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Lysimachia nummularia. Sie gehört zur Unterfamilie der Myrsinoideae (Myrsinengewächse) und zur Familie der Primulaceae (Primelgewächse). Damit zählt sie zur Gattung der Lysimachia (Gilbweiderich).

Die Pflanze ist im Volksmund auch als Münzkraut oder Pfennig-Gilbweiderich bekannt.

  • Die Bezeichnung Pfennigkraut verdankt die Pflanze der Tatsache, dass ihre Blättchen die Form und Größe von Pfennigen besitzen. Deshalb wurde wohl die lateinische Bezeichnung “nummularia” = “kleine Münze” gewählt.

Dieses Gewächs gehört der Gattung Gilbweiderich (Lysimachia) an. Es zählt also zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae).

Das Pfennigkraut ist eine in den gemäßigten Gebieten Europas und Asiens vorkommende Art. Es ist heute hauptsächlich als Zierpflanze in Umlauf. Auf diese Weise kam es zu einer weltweiten Ausbreitung.

Die Sammelzeit der Pflanze erstreckt sich über das gesamte Jahr, da es eine immergrüne Pflanze ist, von der hauptsächlich das Kraut und die Wurzeln verwendet werden.

Zu den wichtigen Inhaltsstoffen, die heilwirksame Eigenschaften besitzen, zählen bei dieser Pflanze unter anderem:

Das Pfennigkraut zählt zu den immergrünen, kriechenden und krautig wachsenden Pflanzen. Das Gewächs mag vor allem feuchten und nährstoffreichen Untergrund. Man findet es oft in Gärten, wo es in unmittelbarer Nähe von Teichen angepflanzt wird. Dies hat die Pflanze dem Umstand zu verdanken, dass sie ein bodenabdeckendes Gewächs ist, d. h. sie wächst in der richtigen Umgebung fast wie Rasen.

Ihre maximale Wuchshöhe liegt bei gerade 5 Zentimetern, sie besitzt gegenständig wachsende Blätter und fünfzählige Blüten, die eine leuchtend gelbe Farbe besitzen.

Pfennigkraut - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze und ihre Wirkstoffe besitzen hauptsächlich adstringierende, antibakterielle, beruhigende, entzündungs­­hemmende, harntreibende sowie schmerzstillende Eigenschaften.

Pfennigkraut - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Das Kraut hat in Europa zwar seine Bedeutung als Heilpflanze weitgehend verloren, im osteuropäischen Raum wird es aber noch oft bei Husten, Durchfall, Rheuma, Blutungen oder Entzündungen des Zahnfleisches verwendet.

Die Pflanze hilft aber auch bei Augenentzündung, Blasenentzündungen, Ekzemen, Geschwüren, Halsschmerzen, Hautentzündungen, Hautproblemen, Entzündungen der Magen­schleimhaut­, Akne bzw. Pickel und Wunden.

Pfennigkraut - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze ist für die äußerliche und innerliche Anwendung geeignet, da sie keine Giftstoffe enthält. Es wird entweder das frische Kraut verwendet oder eine Teezubereitung.

Äußerliche Anwendung

Bei der äußerlichen Anwendung zerdrückt man einfach das noch frische Kraut zu einem Brei und tut es auf die entsprechenden Hautpartien, die durch Ekzeme, starke Narbenbildung oder Geschwüre in Mitleidenschaft gezogen sind. Auch für Prellungen und Blasen ist der Brei geeignet.

Den Tee kann man auch als Mundspülung einsetzen und so Zahnfleischentzündungen sowie Mundgeruch lindern. Als Auflage hilft er außerdem bei Entzündungen an den Augen oder den Gelenken.

Innerliche Anwendung

Um eine Teezubereitung herzustellen, wird die Wurzel sowie das blühende Kraut der Pflanze verwendet. Ein Tee aus Pfennigkraut hilft bei starken Durchfällen ebenso, wie bei Magen-Darm-Katarrhen. Außerdem lindert er Husten und Halsschmerzen. Zudem werden Harnwegsinfektionen und Magengeschwüre bekämpft.


Quellen

Pfennigkraut
Der Kosmos-Pflanzenführer: Über 900 Blumen, Bäume und Pilze 1200 Abbildungen
Reichling, Jürgen: Arends Volkstümliche Namen der Drogen, Heilkräuter, Arzneimittel und Chemikalien
Grosses vollständiges Universal Lexicon aller Wissenschaften und Zünfte, Band 27


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