Podophyllum – giftige Heilpflanze auf großen Fuß

Podophyllum – giftige Heilpflanze auf großen Fuß

Podophyllum - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze ist in Nordamerika, Texas, Mississippi und Teilen Kanadas zu finden, in Europa ist sie nicht zu finden.
  • Da sie sehr giftig ist, ist eine eigenmächtige Anwendung ohnehin nicht empfohlen.
  • Verwendung findet sie nur noch in der Homöopathie in Form von Globulis.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Podophyllum als Heilpflanze

Die lateinische Bezeichunng lautet Podophyllum peltatum.
Das im Himalaya heimische Fußblatt wird mit Podophyllum hexandrum benannt.

Unter folgenden Namen ist der Podophyllum ebenfalls bekannt:

  • Schildförmiges Fußblatt
  • Maiapfel
  • Entenfuß
  • Wilde Limone

Die Pflanze gehört zu den Berberitzengewächsen (Berberidaceae).

Ihre natürliche Heimat sind das nördliche Amerika (atlantische Seite), die Staaten Texas, Mississippi und Teile Kanadas.
In Europa kommt die Pflanze nicht vor.
Verwendet wurde traditionell vor allem der Wurzelstock, welcher ganzjährig gesammelt werden konnte.

Die Wurzeln der Pflanze enthalten folgende wirksame Bestandteile:

  • Podophyllin
  • Podophyllotoxin
  • Peltatin
  • Bis auf die roten Beeren sind alle Pflanzenteile giftig!

Das Fußblatt ist in Nordamerika und Kanada zu finden, in Europa ist es nicht heimisch und kann nur in Fertigpräparaten erworben werden. Da die gesamte Pflanze, mit Ausnahme der roten Früchte hoch giftig ist, empfiehlt sich die eigenmächtige Anwendung nicht.

Nordamerikanische Indianer verwendeten die Wurzel der Pflanze als Akutmittel bei Verstopfung und auch als Mittel gegen Wurmbefall.

Der Name Podphyllum beschreibt in der Übersetzung sehr gut das Aussehen der Pflanze.
Im Griechischen steht „Podos“ für Fuß und „Phyllon“ für Blatt. Die Blätter der Pflanze sehen demnach aus wie ein Fußabdruck. Vornehmlich der einer Ente, worauf auch die Bezeichnung „Entenfuß“ hinweist.

Podophyllum - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Inhaltsstoffe wirken wie folgt:

  • abführend
  • gallensafttreibend
  • entwurmend
  • anregend (Darmmuskulatur)

Podophyllum - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Traditionell wurde die Wurzel in der indianischen Medizin vor allem zum Abführen bei Verstopfungen verwendet. Die Wirkung tritt sehr schnell ein, wodurch das Mittel besonders in Akutfällen eingesetzt wurde.

Diese Wirkung wurde auch zur Behandlung eines Wurmbefalls verwendet.

Äußerlich wurden mit der Wurzel Feigwarzen im Genitalbereich behandelt.

Podophyllum - Anwendung der Heilpflanze

Da die Pflanze hoch giftig ist, darf sie nicht eigenmächtig angewendet werden.
Überdosierungen können zu schweren Magen-Darm-Entzündungen mit Durchfall und Krämpfen bis hin zu Delirium und Koma führen.

Äußerliche Anwendung

Die äußerliche Anwendung zur Behandlung von Feigwarzen ist in der heutigen Zeit obsolet.

Innerliche Anwendung

Durch ihre Giftigkeit findet das Podophyllum nur noch in der Homöopathie in Form von Globulis Verwendung.
Genaue Dosierung und Anwendungen müssen von einem Therapeuten durchgeführt werden.


Quellen

Vonarburg, Bruno: Homöotanik: Podophyllum
Von Lippe, Adolph: Handbuch homöopathischer Charakteristika

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