Heilpflanze Preiselbeere

Heilpflanze Preiselbeere

Preiselbeere - Die wichtigsten Fakten

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Preiselbeere als Heilpflanze

Preiselbeere
Sammelzeit
  • August
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Vaccinium vitis-idaea.

Im Volkstum hat die Pflanze viele Namen. So ist sie auch unter den folgenden Bezeichnungen bekannt:

  • Kronsbeere
  • Kransbeere
  • Kranichbeere
  • Sprossbeere
  • Grante
  • Grandelbeere
  • Rote Beere
  • Kreuzbeer
  • Klusterbeeren
  • Eisbeere
  • Fuchsbeere
  • Muttergotteskirsche
  • Moosguckerchen
  • Mostjöckle
  • Rote Welpen
  • Steinbeere
  • Totenkraut

Die Pflanze gehört der Familie der Heidekrautgewächse an.

Vor allem in Europa, in Asien sowie in Nordamerika ist die Pflanze stark vertreten. Man kann sie dabei in Nadelwäldern, Hochmooren und Heiden antreffen. Zudem benötigt sie einen kalkfreien, humosen Boden. Die Erntezeit der Pflanze beginnt im August und endet im Oktober.

  • Früher war die Pflanze fast überall verbreitet. Doch heutzutage steht sie unter dem Naturschutz, da sie eine vom Aussterben bedrohte Gattung ist.

In der Pflanze befinden sich viele verschiedene Inhaltsstoffe, die wiederum ihre Heilwirkung im menschlichen Körper entfalten. Hierzu zählen unter anderem:

  • Flavonoide
  • Anthocyane
  • Triterpene
  • Gerbstoffe
  • Fruchtsäuren (Apfelsäure, Zitronensäure und Weinsäure)
  • Organische Säuren (Benzoesäure und Chinasäure)

Darüber hinaus enthält die Preiselbeere kaum Eiweiß und Fett. Dafür ist sie jedoch reich an Mineralien und Spurenelementen. Zudem befinden sich auch die Vitamine B und C sowie das Provitamin A in der Heilpflanze.

Preiselbeere - so erkennt man sie

Heilpflanzen werden schon seit sehr vielen Generationen zum Heilen von verschiedenen Krankheiten verwendet. Sie verfügen meist über diverse Inhaltsstoffe, die beispielsweise lindernd, berauschend oder reinigend wirken können. Ebenso gehört auch die Preiselbeere zu diesen Heilpflanzen.

Sie kann bis zu 30 Zentimeter hoch wachsen und zählt somit als Halbstrauch. Dabei ist sie oft mit kleinen roten Beeren versehen, wohingegen die Blätter grünlich und mit kleinen braunen Punkten erscheinen. Sie blüht zudem von Mai bis Juni in einem hellen Rosa.

Preiselbeere - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Inhaltsstoffe der Preiselbeere haben eine sehr breitflächige Heilwirkung. Beispielsweise kann die Pflanze das Anhaften von Bakterien an der Blasenschleimhaut verhindern und die Entwicklung einer gesunden Darmflora fördern.

Dem Stuhl wird ebenfalls der unangenehme Geruch durch die Pflanze genommen. Zudem wirkt sie entgiftend, belebend, entzündungshemmend, antibiotisch, immunstimulierend, antibakteriell, harndesinfizierend, kühlend, antimikrobiell, harntreibend, abwehrstärkend und krebshemmend.

  • Die Verwendung der Beere kann bis ins Mittelalter zurückverfolgt werden.

Preiselbeere - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Beere kann vielfältig verwendet werden. Sie wird vor allem bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen, Durchfallerkrankungen, Fieber und Entzündungen eingesetzt. Zudem kann sie leichten Schleimhauterkrankungen im Mund sowie im Rachen entgegenwirken.

Preiselbeere - Anwendung der Heilpflanze

Von der Pflanze werden vor allem die Blätter und die Beeren zum Heilen von Krankheiten genutzt.

  • Die Pflanze sollte nicht gegen schwere Schleimhauterkrankungen eingesetzt werden. Die Säure kann nämlich zu weiteren Entzündungen führen.

Äußerliche Anwendung

Die Pflanze wird äußerlich nicht angewendet. Stattdessen wird sie vor allem für den inneren Körperbereich verwendet.

Innerliche Anwendung

Die Beeren können als Saft getrunken werden, wenn beispielsweise Blasenschmerzen, Erkältungskrankheiten sowie Fieber vorliegen. Dabei wird der Saft gegurgelt. Bei Schleimhauterkrankungen im Mund sowie im Rachenraum kann der Saft ebenfalls gegurgelt werden. Die Blätter werden wiederum als Tee aufbereitet oder als Tabletten eingenommen. Zum Einsatz kommen sie häufig bei Zahnfleischentzündungen.

  • Die Pflanze wird oft in der Küche verwendet. Dabei wird sie meist zu Marmelade oder Kompott weiterverarbeitet. Es ist zudem möglich, aus den Beeren ein Sorbet herzustellen. Wer die Beeren jedoch roh isst, muss mit einem herben sowie bitteren Geschmack rechnen.

Quellen

Bühring, Ursel / Ell-Beiser, Helga / Girsch, Michaela: Heilpflanzen in der Kinderheilkunde – Das Praxis-Lehrbuch
Bühring, Ursel: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde: Grundlagen – Anwendung - Therapie
Ritter, Claudia: Superfood von A bis Z gegen Krebs – 101 Gewürze, Früchte und Gemüse
Rau, Heike: Lust auf was Wildes? Wildfrüchte im Porträt
Möller, Birgit / Trott-Tschepe, Jürgen / Puhle, Annekatrin: Heilpflanzen für die Gesundheit: 333 Pflanzen – neues und überliefertes Heilwissen


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