Quebracho als Heilpflanze

Quebracho als Heilpflanze

Quebracho - Die wichtigsten Fakten

  • Quebracho ist ein Baum aus Südamerika.
  • Er gilt in seinen Ursprungsregionen als Heilpflanze.
  • Seine Rinde hat heilwirksame Eigenschaften.
  • Die Pflanze hilft bei Potenzstörungen und Depressionen.
  • Bei Überdosierung können schwere Nebenwirkungen auftreten.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Quebracho als Heilpflanze

Quebracho
Sammelzeit
  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Aspidosperma quebracho-blanco. Die heilwirksame Rinde des Baumes trägt den Namen Quebracho cortex.

Trivialnamen bzw. umgangssprachliche Bezeichnungen sind bei uns für diese Pflanze nicht bekannt.

Die Pflanze zählt zur Gattung Aspidosperma und damit in die Familie der so genannten Hundsgiftgewächse (Apocynaceae).

Die Pflanze, die eigentlich ein Baum ist, gedeiht vor allem in Südamerika, genauer gesagt in einer Halbwüste namens Chaco. Diese befindet ist im Landesinneren.

Da der wichtigste Bestandteil der Pflanze bezüglich ihrer heilwirksamen Eigenschaften die Rinde ist, gibt es keine spezielle Sammelzeit. Die Rinde kann ganzjährig vom Baum entfernt werden.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe in Bezug auf die heilwirksamen Eigenschaften der Pflanze sind:

  • Tannin
  • Quebrachite
  • Laevogyrate inosit
  • Tannic acid
  • Vincin
  • Alkaloide (Yohimbin, Aspidospermin, Aspidospermatin, Aspidosamin, Quebrachin
    Quebrachamin, Hypoquebrachin)

Das enthaltene Yohimbin wird manchmal bei Potenzstörungen (Impotenz, sexuelle Schwäche) eingesetzt.

Der südamerikanische Quebrachobaum zählt zu den mittelhohen Baumgewächsen. Sein Stamm ist gerade und stark. Seine nur leicht ausgeprägte Krone wird von herabhängenden Zweigen gebildet. Der Baum besitzt gegenständig wachsende Blätter mit oval-lanzettartiger Form. Die sich entwickelnden Blüten wirken unauffällig.

Nach der Blütezeit entwickelt sich eine Frucht mit einer Länge von etwa 8 Zentimetern sowie einem Durchmesser von circa 5 Zentimetern. Ihre Form wirkt elliptisch und nicht ganz gerade.

Quebracho - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze wirkt hauptsächlich antidepressiv, adstringierend, aphrodisierend, krampflösend, blutdrucksenkend und tonisierend.

Quebracho - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Aufgrund ihrer Eigenschaften kann man die Pflanze bei Atembeschwerden, Fieber, Husten, Asthma, allgemeiner Kurzatmigkeit, Staublunge oder spastischer Bronchitis einsetzen. Ebenso kann sie bei Leberschwäche, Verdauungsschwäche, Arteriosklerose, leichten Verbrennungen, Schnittwunden und während der Rekonvaleszenz hilfreich sein.

Quebracho - Anwendung der Heilpflanze

Für die Anwendung im Bereich der Heilkunde oder Homöopathie wird vor allem die Rinde genutzt. Häufig liest man von der Wirkung der Pflanze im Bereich der Potenzprobleme. Die in der Rinde enthaltenen Stoffe haben scheinbar eine aphrodisierende Wirkung. Allerdings sollte auf die korrekte Dosierung geachtet werden.

  • Bei einer Überdosierung kann es durch das enthaltene Yohimbin zu Halluzinationen, Panikattacken, Hautrötungen und sogar zu Krampfanfällen sowie Nierenversagen kommen.

Die Pflanze sollte nicht von schwangeren und stillenden Frauen verwendet werden. Auch für kleine Kinder sind Mittel mit Quebracho nicht geeignet.

Äußerliche Anwendung

Methoden für eine äußerliche Anwendung sind nicht bekannt.

Innerliche Anwendung

Für die innerliche Anwendung wird vor allem die Rinde des Baumes weiterverarbeitet. In der Homöopathie werden Fertigpräaparate (Tinkturen, Verdünnungen) verwendet.


Quellen

Hänsel, Rudolf / Keller, Konstantin / Rimpler, Horst / Schneider, Gerhard: Drogen A-D
Reichling, Jürgen: Arends Volkstümliche Namen der Drogen, Heilkräuter, Arzneimittel und Chemikalien

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