Heilpflanze Rainfarn – Wurmkur im Ruhestand

Heilpflanze Rainfarn – Wurmkur im Ruhestand

Rainfarn - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze ist in Europa, Noramerika und in Teilen Asiens zu finden.
  • Alle Teile der Pflanze sind giftig!
  • In früheren Zeiten wurde sie angewendet um Abtreibungen zu initiieren, auch bei Wurmbefall
  • wurde sie eingesetzt.
  • In der heutigen Zeit ist ihre Rolle als Heilpflanze obsolet geworden, da wirksamere und ungefährlichere Mittel zur Verfügung stehen.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Rainfarn als Heilpflanze

Rainfarn
Sammelzeit
  • Sammlung nicht empfohlen
Heilwirkung
Anwendung
  • nur in der Homöopathie

Der lateinische Name lautet Tanacetum vulgare.

Die volkstümlichen Namen weisen auch auf die Krankheiten hin, die mit ihr behandelt wurden:

  • Wurmkraut
  • Wucherblume
  • Mutterkamille

Der Rainfarn gehört zu den Korbblütlern, den Asteraceae.
Sie gehört zum weiten Kreis der Crysamthemengewächse.

Sie gedeiht an Wegrändern, Uferböschungen, auf Ödland und in Steppen.
Heimisch ist die Pflanze in Europa, dem amerikanischen Kontinent und in Teilen Asiens.
Die Blütezeit ist Juli bis August.

  • Es gibt verschiedene Unterarten, die sich äußerlich kaum unterscheiden lassen. Es wird daher abgeraten, eigenmächtig ohne weiterführende Kenntnisse die Pflanze zu sammeln und zu verwenden. Todesfälle sind bei unsachgemäßer Dosierung möglich!

Enthalten sind ätherische Öle wie das Pyrethrin und Thujon. Letzteres ist ein Nervengift, welches
auch im Absinth (hochprozentiges, alkoholisches Getränk) zu finden ist.

Außerdem sind Bitterstoffe (Tanacetine), Gerbstoffe, organische Säuren, Harze und Wachse wirksame Bestandteile der Pflanze.

Die älteste Quelle, in welcher der Rainfarn beschrieben wird, ist ein römisches Lehrgedicht, ca. aus dem Jahr 700 n Chr.
Bis in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde der Rainfarn als Wurmmittel - und auch als Abortivum benutzt. Vor allem in ländlichen Gegenden Nordamerikas war es ein beliebtes Abtreibungsmittel. Dabei kam es auch zu etlichen Todesfällen durch falsche Dosierung.

In der heutigen Zeit ist es als Wurm- und Abtreibungsmittel überflüssig geworden, da es weitaus harmlosere Mittel und Wege gibt diesen Problemen beizukommen.

Lediglich in der Homöopathie findet es noch in Form von Globulis und Tinkturen Verwendung.

  • Vergiftungen können von Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Atemlähmung und Tod führen!

Rainfarn - Heilwirkung der Heilpflanze

In der Homöopathie findet die Anwendung von Wirkstoffen nicht zwangsläufig anhand von Einzelsymptomen statt. Das Gesamtbild des Patienten ist entscheidend, wonach der Therapeut entsprechende Mittel zusammenstellt.

Bei folgenden Zuständen KANN das Mittel beschriebenermaßen verwendet werden:

  • Verkrampfungen
  • Nervosität
  • Erschöpfung

Rainfarn - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Rainfarn - Anwendung der Heilpflanze

Nur im Form von homöopathischen Mitteln durch einen Therapeuten empfohlen.

Äußerliche Anwendung

In Apotheken erhältliche Tinkturen können bei Floh- und Kopflausbefall verwendet werden.
Hierzu kann die entsprechende Fachkraft nähere Auskunft zur Verwendung geben.

Rainfarn selbst vertreibt durch seinen campherartigen Geruch Insekten, weswegen er früher in der Landwirtschaft gegen Kartoffelkäfer gepflanzt wurde.

Ein Strauß Reinfarn kann daher – am Fenster aufgestellt – Mücken und andere Insekten fernhalten.

Innerliche Anwendung

Nur im Form von homöopathischen Mitteln durch einen Therapeuten empfohlen.


Quellen

Schwedt, Georg: Chemie für alle Jahreszeiten
Baack, Angelika: Antikonzeptive und phytoöstrogene Wirkweisen bestimmter Gewürze, Heil- und Zierpflanzen, sowie pflanzlicher Lebensmittel
Malm, Liesel: Kräuterliesel
von Lippe, Adolph: Handbuch homöopathischer Charakteristika


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