Rauwolfia Heilpflanze mit vielen Facetten

Rauwolfia Heilpflanze mit vielen Facetten

Rauwolfia - Die wichtigsten Fakten

  • Die Rauwolfia ist eine Pflanze, die aufgrund deren Wachstumsart auch Schlangenwurzel genannt wird.
  • Die Pflanze ist in Asien heimisch und wird vor allem auch in der Ayurveda-Heilkunde eingesetzt.
  • Die Pflanze ist zwar von medizinischer Bedeutung, ist jedoch vor allem giftig und sollte daher nur unter ärztlichen Rat angewandt werden.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Rauwolfia als Heilpflanze

Rauwolfia
Sammelzeit
  • September
  • Oktober
  • November
Heilwirkung
Anwendung

Die Rauwolfia heißt mit wissenschaftlichem Namen Rauvolfia serpentina, wird jedoch meist mit dem Synonym Rauwolfia serpentina beschrieben.

Der Immergrüne aufrecht wachsende Strauch findet vor allem in der Medizin und der gesamten Heilkunde Verwendung. Vor allem wird von der Rauwolfia Serpentina die Rauvolfia radix, also die Wurzel der Pflanze verwendet.

Die Pflanze verfügt über eine Vielzahl volkstümlicher Namen wie beispielsweise:

  • Wahnsinnskraut
  • Schlangenholz
  • indische Schlangenwurzel
  • Java-Teufelsspeier
  • Die Rauwolfia unterliegt dank der vielen Synonyme oft einer Namensgleichheit mit anderen Pflanzen.

Die Rauvolfia serpentina gehört direkt der Gattung der Schlangenwurzen (Rauvolfia) an. Darüber hinaus gehört die Rauvolfia zur Familie der sogenannten Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) und zur Unterfamilie der Rauvolfioideae.

Ebenso gehört die Rauwolfia zur Ordnung der Enzianartigen (Gentianales).

Die Heilpflanze kommt in unterschiedlichen Regionen Indiens vor. Von diesem Ursprung aus hat sich die Pflanze in der Vergangenheit über weite Teile Indonesiens und auch auch Pakistans verbreitet. Sie ist aber ebenfalls in Sri Lanka zu finden.

Die Areale in denen die Schlangenwurzel vorwiegend aufzufinden ist, sind vor allem Bergwälder in höheren Lagen. Hier fühlen sich die Pflanzen vor allem im Bereich zwischen 800 und 1500 m NN wohl.

Diese Areale befinden sich genauer zwischen und in den Regionen:

  • Indien
  • Indonesien
  • Myanmar (Burma)
  • Sri Lanka
  • Thailand
  • Malaysien

In China vor allem in den Regionen:

  • Yunnan
  • Guangxi
  • Hainan
  • Der Export der Pflanze direkt aus Indien ist seit dem Jahr 1997 verboten. Dies soll der Erhaltung der natürlichen Wildbestände dienen.

In der Pflanze sind zahlreiche Inhaltsstoffe wie:

  • Ajmalin
  • Alkaloide
  • Yohimbim
  • Papaverin
  • Monoterpen-Indolalkaloide
  • Reserpin
  • Rescinnamin
  • Raupin
  • Raubasin
  • Ajmalicin
  • Stigmasterol
  • Thebain

einige dieser Stoffe werden in der Medizin speziell für die Therapie spezifischer Erkrankungen eingesetzt und im Bereich der pharmazeutischen Wissenschaft unter anderem speziell aus diesen Pflanzen gewonnen.

Die Rauvolfia ist eine Heilpflanze die vor allem für deren vielumfassende Wirkung bekannt ist. Die im asiatischen Raum beheimatete Pflanze ist in vielerlei Medikamenten der westlichen Medizin, sowie in der ayurvedischen Heilkunst in Verwendung.

Darüber hinaus ist jedoch zu beachten, dass die Anwendung der Pflanze nur unter Aufsucht und engmaschiger Kontrolle eines erfahrenen Mediziners beziehungsweise anderem berechtigtem medizinischem Personal empfohlen ist.

Rauwolfia - Heilwirkung der Heilpflanze

Unter anderem sind 60 unterschiedliche Alkaloide in der Pflanze vorzufinden, die allesamt verschiedene Wirkungen im menschlichen Organismus auslösen.

Unter den wichtigsten sind hier beispielsweise:

  • Ajmalin

Ein sogenanntes Ajmalin Klasse-I-Antiarrhythmika zur konservativen Therapie von Herzrhythmusstörungen.

  • Reserpin

Dieser Wirkstoff ist hauptsächlich in verschiedenen Psychopharmaka zu finden. Hier unter anderem in Form von Neuroleptika die zur konservativen Behandlung der Schizophrenie eingesetzt werden.

Auch wird es durch die Wirkung auf das sympathische Nervensystem zur Blutdrucksenkung eingesetzt.

Rauwolfia - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Rauwolfia hilft unter anderem bei Krankheiten und Leiden wie beispielsweise:

  • Absinken des Blutdrucks
  • Brustenge
  • spürbar verstärktem Herzklopfen sogenannten Palpitationen

aber auch bei entzündlichen Erkrankungen wie beispielsweise der adjuvanten Therapie bei entzündungsbedingtem Nasenbluten durch die trockenen Schleimhäute der oberen Atemwege.

Rauwolfia - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze kann bei vielen unterschiedlichen Erkrankungen durchaus hilfreich und unterstützend betreffend des Heilungsprozesses wirken.

Bei korrekter Anwendung betrifft die Wirkung der Rauwolfia serpentina folgende Organsysteme:

  • zentrales Nervensystem (Gehirn und Rückenmark)
  • peripheres Nervensystem
  • Herz-Kreislauf-System
  • Schleimhautbereiche, vor allem der oberen Atemwege
  • Gastrointestinaltrakt (Magen-Darm-Trakt)

In der indischen Medizin wurde die Wurzel seit dem Anfang des 18. Jahrhunderts regelmäßig eingesetzt. Heute weiß auch die westliche Medizin um die vielschichtige und umfassende Wirkung der Pflanze.

Äußerliche Anwendung

Bei der äußeren Anwendung kann die Wirkung der Pflanze vor allem zur Behandlung von Leiden wie Ekzemen sowie auch Ödemen beitragen.

Aber auch bei Insekten und Schlangenbissen hilft die zusätzliche äußere Anwendung.

Innerliche Anwendung

Zur inneren Anwendung der Pflanze zählt eine Vielzahl an Krankheitsmustern.

Unter anderem sind Epilepsie, Cholera, Depressionen aber auch Psychosen, Fieber und Wechseljahrsbeschwerden eine Indikation für Rauvolfia serpentina.

Auch kommt die Pflanze bei der Therapie von Schlaflosigkeit und Hitzegefühlen in Verbindung mit Schweißausbrüchen am ganzen Körper zur Anwendung.

Ebenso stellen Reizhusten, aber auch Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck die Indikation für die Anwendung der Rauwolfia.


Quellen

Pahlow, Mannfried: Das große Buch der Heilpflanzen.
Bauer, Rudolf: Teedrogen und Phytopharmaka: Ein Handbuch für die Praxis aus wissenschaftlicher Grundlage.
Lüllmann, Heinz, et al.: Pharmakologie und Toxikologie.


Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant