Heilpflanze Rippenfarn

Heilpflanze Rippenfarn

Rippenfarn - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze ist in hohen Höhenlagen Mitteleuropas beheimatet.
  • In rohem Zustand ist sie leicht giftig.
  • Sie verhindert die Aufnahme von Vitamin B und zählt somit zu den Vitamin B-Räubern.
  • Sie gilt als Heilpflanze mit adstringierender, stärkender und hautpflegender Wirkung.
  • Sie wird meist innerlich in Form von Gemüse angewendet.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Rippenfarn als Heilpflanze

Rippenfarn
Sammelzeit
  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Blechnum spicant und sie zählt zur Familie der Blechnaceae ( Rippenfarngewächse).

Die Pflanze ist im Volksmund auch als Gewöhnlicher Rippenfarn bekannt. Im englischen Sprachraum wird die Pflanze als Hard fern bezeichnet.

Der Rippenfarn gehört der Familie der gleichnamigen Rippenfarngewächse (Blechnaceae) an. Es gibt etwa 200 Arten dieser Pflanzenfamilie.

Die Pflanze ist auf der gesamten Nordhalbkugel zu finden, vor allem in den feuchten Höhenlagen der Mittelgebirge von Mitteleuropa. Hier kann sie bis auf 2000 Meter Höhe gedeihen.

Die Sammelzeit hängt davon ab, welchen Pflanzenteil man sammeln möchte. Die frischen Triebe können zwischen März und Juli geerntet werden, die Wurzeln werden im Herbst und Winter, also etwa von September bis März gesammelt.

Die für eine heilkundliche Verwendung wertvollen Inhaltsstoffe im Rippenfarn sind folgende:

  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Stärke
  • Thiaminase (Enzyme)

Vor allem die Bitterstoffe und Gerbstoffe sind aufgrund ihrer Eigenschaften verantwortlich für die Heilwirkungen der Pflanze. Zugleich sind sie aber auch die Ursache für ihre leichte Giftigkeit. Die enthaltenen Enzyme (Thiaminase) verleihen dem Gewächs den Ruf eines Vitaminräubers.

Der Rippenfarn zählt zu den mehrjährigen Pflanzen und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 60 Zentimetern. Ihre so genannten Wedel (Farn-Blätter) können etwa 50 Zentimeter lang werden, sind wintergrün und breiten sich in der kältesten Jahreszeit am Boden aus. Die Sporen dieses Farns werden im Sommer (Juli und August) reif.

Der Farn wächst vor allem in Nadelwäldern und fühlt sich hauptsächlich unter Fichten am wohlsten. Die Pflanze gedeiht also hauptsächlich an schattigen und auch feuchten Plätzen. Höhenlagen und saure Böden mag die Pflanze besonders.

Rippenfarn - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze hat unterschiedliche Wirkungen. Ihre heilwirksamen Eigenschaften sind adstringierend, hautpflegend sowie magenstärkend.

Rippenfarn - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Bedingt durch ihre Wirkungen setzt man die Pflanze hauptsächlich bei Durchfall, Krebserkrankungen, Magenbeschwerden sowie zur Hautpflege ein.

Rippenfarn - Anwendung der Heilpflanze

Für diese Pflanze sind vor allem innerliche Anwendungen bekannt. Zu Methoden einer äußerlichen Anwendung gibt es keine hinreichenden Hinweise oder Tipps.

  • Achtung, Rippenfarn sollte auf keinen Fall roh verzehrt werden, weil er in rohem Zustand leicht giftig ist. Zudem ist er als so genannter Vitamin B-Räuber bekannt, d. h. er verhindert die Aufnahme dieses Vitamins.

Äußerliche Anwendung

Hinweise auf eine äußerliche Anwendung sind nicht bekannt.

Innerliche Anwendung

Innerlich anwenden kann man die Pflanze, indem man ihre frischen, jungen Triebe als Gemüse kocht. So verzehrt kann die Pflanze Magen und Darm stärken. Zudem hilft sie bei Durchfall.


Quellen

Säurich, Paul: Im Walde

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