Rispenhirse als Heilpflanze

Rispenhirse als Heilpflanze

Rispenhirse - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze stammt aus Nordostchina.
  • Sie ist ein Getreide.
  • Sie galt in Europa lange als Grundnahrungsmittel, wurde aber durch Kartoffel und Mais abgelöst.
  • Das Gewächs zählt zu den Heilpflanzen.
  • Es wird bei Alterserscheinungen und Zivilisationskrankheiten eingesetzt.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Rispenhirse als Heilpflanze

Rispenhirse
Sammelzeit
  • August
  • September
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name des Gewächses lautet Panicum miliaceum. Es gehört zur Pflanzenfamilie der Poaceae (Süßgräser).

Im Volksmund kennt man die Pflanze auch als Deutsche Hirse, Echte Hirse oder Hirse. In englischer Sprache wird die Pflanze umgangssprachlich als Common millet oder European millet bezeichnet.

Die Rispenhirse zählt zur Familie der Süßgräser (Poaceae).

Die ursprüngliche Heimat der Rispenhirse liegt vermutlich in Nordostchina (Mandschurei). Dort wird sie bereits seit etwa 10.000 Jahren angebaut und als Nahrungsmittel sowie als Arzneipflanze genutzt. Im europäischen Raum ist die Pflanze ebenfalls seit etwa 6000 Jahren bekannt und hatte in früheren Zeiten große Bedeutung.

Da die Pflanze vor allen im landwirtschaftlichen Anbau vorkommt, liegt ihre Sammelzeit bzw. Erntezeit im Herbst (August bis September), wenn sie reif ist.

Die Inhaltsstoffe, die der Pflanze ihre heilwiksamen Eigenschaften verleihen und sie als Pflanze mit Heilwirkungen wertvoll machen, sind vor allem:

Vor allem die enthaltene Kieselsäure hat eine verjüngende und entgiftende Wirkung im Körper.

Diese Hirseart zählt zu den einjährigen Pflanzen und bevorzugt sonnige und trockene Plätze zum Wachsen. Sie kann zwischen 50 und 100 Zentimeter groß werden. Ihre Blätter sind breit, ihre Rispen sind kompakt oder locker. Diese so genannten Blütenrispen entwickeln sich meist im Juli und August. Die Pflanze trägt einblütige Ähren. Die Samenkörner sind etwa 2-3 Millimeter im Durchmesser.

Interessanterweise reifen die Samen der Pflanze nicht alle gleichzeitig. Dieser Prozess erstreckt sich von August bis September. Dieser Umstand erschwert natürlich die Ernte.

  • Die Ernährung mit Hirse als Hauptnahrungsmittel war früher in der armen Bevölkerung die Regel. Leider ist Hirse nicht ausreichend, um dem Körper alle notwendigen Proteine zuzuführen. Dadurch kam es bei denjenigen, die sich ausschließlich von Hirsebrei ernährten, vermehrt zu Proteinmangel-Erkrankungen.

Rispenhirse - Heilwirkung der Heilpflanze

Diese Hirseart hatte schon in früheren Zeiten Bedeutung als Heilpflanze. Ihre aufbauende, augenstärkende, entgiftende, gewebestärkende und nervenstärkende Wirkung wird aber erst seit ein paar Jahren von den Naturheilkundlern und der Medizin wiederentdeckt.

Rispenhirse - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Das Gewächs wird hauptsächlich gegen Alterserscheinungen und Zivilisationskrankheiten eingesetzt. Es findet aber auch als Gegengift und Linderungsmittel Anwendung. Zudem kann es bei Pilzkrankheiten hilfreich sein.

Rispenhirse - Anwendung der Heilpflanze

Rispenhirse kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Dazu werden vor allem die Samen genutzt. Entweder man erhitzt, röstet oder kocht sie, denn nur so entfalten sie ihre Wirkung.

Äußerliche Anwendung

Für eine äußerliche Anwendung kommt ein so genanntes Hirsekissen zum Einsatz. Man füllt die Hirse in ein kleines Säckchen und erwärmt dann die Hirse im Ofen. Das warme Säckchen kann dann auf die Körperstellen gelegt werden, die Wärme zur Linderung von Beschwerden benötigen.

Innerliche Anwendung

Bei der innerlichen Anwendung wird die Hirse einfach zu einem Brei gekocht, den man süß oder pikant verzehren kann.


Quellen

Der Kosmos-Pflanzenführer: Über 900 Blumen, Bäume und Pilze 1200 Abbildungen
Malm, Liesel: Die Kräuter-Liesel: 300 Heil- und Gewürzkräuter anbauen und anwenden
von Heintze, Florian: Pflanzen und Umwelt
Birnbaum, Eduard: Pflanzenbau
Kroll, Helmut / Reed, Kelly: Die Archäobotanik


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