Römische Kamille – die Königin unter den Heilpflanzen

Römische Kamille – die Königin unter den Heilpflanzen

Römische Kamille - Die wichtigsten Fakten

  • Sie ist eine der ältesten und vielseitigsten Heilpflanzen überhaupt.
  • Bereits im 5. Jhdt. vor Chr. wurde sie im Mittelmeerraum als Heilmittel verwendet.
  • Hauptsächlich wird sie wegen ihrer ausgezeichneten antientzündlichen, antiseptischen und antibakteriellen Wirkung geschätzt.
  • Die Kamille ist auch schon bei Kleinkindern und Babys bedenkenlos anwendbar.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Römische Kamille als Heilpflanze

Ihr lateinischer Name lautet Chamaemelum nobile, kann aber auch unter dem Begriff Chamomillae romanae beschrieben werden.

Im Volksmund gibt es unzählige Bezeichnungen, bekannt sind unter anderem:

  • Dickköpfe
  • Doppelte Kamille
  • Gartenkamille
  • Große Kamille
  • Hemdknöpfchen
  • Kornelle
  • Küh-Melle
  • Römische Hundskamille
  • Wilde Gramille

Sie gehört zu den Korbblütlern, den Asteraceae.

In der heutigen Zeit dient sie vornehmlich als Kulturpflanze und wird entsprechend angebaut, in wilder Form wird sie kaum noch gesammelt.
Sie ist in Westeuropa bis in den Norden Irlands, dem europäischen Mittelmeerraum heimisch. Durch Pflanzungen hat sie sich bis nach Nordafrika ausgebreitet.

Blütezeit ist Juni bis September/Oktober, in dieser Zeit werden die Blütenköpfe geerntet.

Wirksame Inhaltsstoffe sind unter anderem:

  • Ätherische Öle wie Camazulen oder Bisabolol
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Flavonide
  • Valeriansäure

Sie ist DIE Heilpflanze schlechthin und wurde bereits von Hippokrates in seinen Schriften beschrieben.
Mit ihrer entzündungshemmenden und antiseptischen Wirkung ist sie ein Allroundtalent bei unzähligen Erkrankungen wie Erkältungen oder auch Hautproblemen – im Grunde kann sie überall eingesetzt werden um entzündliche Prozesse zu lindern.

Durch die gute Verträglichkeit ohne nennenswerte Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen ist sie auch in der Kinderheilkunde ein vielseitig einsetzbares Mittel.

Sie ist der Echten Kamille sehr ähnlich, jedoch enthält die Römische Kamille deutlich mehr Inhaltsstoffe. In wilder Form ist die römische Kamille kaum noch zu finden, sie wird als Kulturpflanze zu pharmazeutischen Zwecken vornehmlich in Europa angebaut und geerntet.

Römische Kamille - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Römische Kamille wirkt vor allem:

  • entzündungshemmend
  • bakterienhemmend
  • antiseptisch
  • schmerzstillend
  • krampflösend
  • beruhigend
  • fiebersenkend (antipyretisch)
  • wundheilungsfördernd

Römische Kamille - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Bei folgenden Beschwerden kann sie Linderung verschaffen:

  • Magen-Darm-Krämpfe
  • Erkältungskrankheiten mit Schnupfen
  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Hautentzündungen wie Akne oder Abszesse
  • schlecht heilende Wunden
  • Nagelbettentzündungen
  • Zahnfleischentzündungen

Die sind nur einige Beispiele an Anwendungsbereichen.

  • Im Grunde kann die Römische Kamille bei jeglichen Entzündungsprozessen (innerlich und äußerlich) und auch bei Beschwerden mit krampfartigen Zuständen im Verdauungstrakt angewendet werden.

Die Verwendung des Heilkrauts ist für Babys, Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet.

Römische Kamille - Anwendung der Heilpflanze

Das Heilkraut kann in vielen Formen innerlich und äußerlich angewendet werden.

Äußerliche Anwendung

Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Bei Hauterkrankungen kann sowohl eine Kompresse aus aufgebrühten, frischen Blüten angewendet werden, als auch zum Beispiel eine Salbe.
Vollbäder mit ganzen Kamillenblüten (frisch oder getrocknet) eignen sich bei großflächigen
Hautproblemen.

Des Weiteren können auch verwendet werden:

  • Tinkturen zur punktuellen Anwendung bei z.B. das Betupfen von Akne
  • kalte Umschläge zur Kühlung und Schmerzlinderung von z.B. leichten Verbrennungen
  • Spülungen und Sitzbäder bei Entzündungen im Genital-/Analbereich (Hämorrhoiden)
  • Elixiere auf Alkoholbasis können verdünnt als Mundspülung bei Zahnfleischproblemen
  • Inhalationen von Kamillendämpfen bei hartnäckigem Schnupfen und Verschleimung
  • Als Öl eignet sich die Kamille zur Schmerzlinderung für zahnende Kinder, indem einige Tropfen auf die entsprechende Stelle aufgetragen werden.

Innerliche Anwendung

Bei Erkältungskrankheiten und Krämpfen im Magen-Darm-Bereich empfiehlt sich die Einnahme als Tee, da der Körper hier auch gleichzeitig mit Flüssigkeit versorgt wird.

Auch Elixiere können innerlich angewendet werden, hier sind oft nur einige Tropfen notwendig.
Diese enthalten zwar oft auch einen hohen Anteil Alkohol, allerdings aber auch eine höhere Konzentration an Wirkstoffen.


Quellen

USDA: Römische Kamille
Gesundes Wissen aus der Natur

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