Heilpflanze Rotklee – Helfer in den Wechseljahren

Heilpflanze Rotklee – Helfer in den Wechseljahren

Rotklee - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze ist in der Natur weit verbreitet und wird auch in der Landwirtschaft als Futterpflanze angebaut – unter anderem für Bienen.
  • In der volkstümlichen Heilkunde werden die nektarreichen Blüten unter anderem als Hustenmittel eingesetzt.
  • Die enthaltenen Isoflavone werden zudem als Phytoöstrogene in der Therapie von Wechseljahrsbeschwerden diskutiert. Hierzu liegen allerdings nur wenige verwertbare Daten vor.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Rotklee als Heilpflanze

Der lateinische Name lautet Trifolium pratense.

Weitere Bezeichnungen im Volksmund sind:

  • Wiesenklee
  • Ackerklee
  • Mattenklee
  • Honigblume
  • Zuckerbrot
  • Heublume
  • Futterklee

Die Pflanze gehört zu der Gattung der Kleesorten (trifolium).
Sie sind eine Unterart der Schmetterlingsblütler, den Faboideae.

Der Klee kann gesammelt werden, aber auch getrocknet als Tee oder in Fertigpräparaten erworben werden.
Die Blütezeit ist Juni bis August. In dieser Zeit werden auch die wirksamen Blüten gesammelt.

Er kommt in Europa, Mittelasien, Vorderindien und Algerien vor, wurde aber auch in Nordamerika und weiteren Ländern eingeführt und kultiviert.

Primäre Wirkstoffe sind:

  • Isoflavone (östrogenwirksame Flavonoide)
  • Salizylsäure
  • Gerbstoffe

Der Rotklee ist eine weit verbreitete Pflanze und leicht zu erkennen. Seine volkstümlichen Bezeichnungen wie Zuckerbrot oder Honigblume weisen auf den hohen Gehalt an Nektar hin, weswegen er als Futterpflanze für Bienen sehr geeignet ist.

Der hohe Proteingehalt macht ihn außerdem zur idealen Futterpflanze für Nutzvieh.
In der modernen Küche wird er auch als dekorative Beigabe für Salate oder Desserts wiederentdeckt. Hier sind sowohl die Blüten als auch die Blätter in Maßen genießbar.

In der Volksheilkunde ist er als Mittel bei diversen Erkrankungen und Beschwerden bekannt.

  • Die Verwendung in der Pharmazie zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden ist noch nicht zur Gänze erforscht und belegt.

Rotklee - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze wirkt wie folgt:

  • östrogenartige Wirkung
  • antioxidativ
  • blutfettsenkend
  • antientzündlich
  • cholesterinsenkend
  • antikarzinogen
  • blutreinigend

Rotklee - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Neben den positiven Wirkungen auf Wechseljahrsbeschwerden kann die Pflanze bei folgenden Erkrankungen lindernde Wirkung zeigen:

  • Wundbehandlung
  • Menstruationsbeschwerden
  • Husten - Keuchhusten
  • Darmentzündungen
  • Durchfall
  • Schleimhautentzündungen
  • Rheuma
  • Gicht
  • chronische Hautkrankheiten wie Schuppenflechte

Rotklee - Anwendung der Heilpflanze

Das Heilkraut kann innerlich und äußerlich angewendet werden.

Äußerliche Anwendung

Bei Hauterkrankungen empfiehlt sich ein Umschlag aus der Tinktur der Pflanze. Auch Tee kann als Kompresse auf die betroffenen Hautstellen aufgebracht werden.

Innerliche Anwendung

Die Blüten können getrocknet als Tee eingenommen werden.

Ein Sirup, welcher mit Honig und den Blütenteilen angesetzt wird, eignet sich besonders zur Linderung von Husten.

Fertige Präparate sind in Form von Kapseln oder Tabletten erhältlich. Die Einnahme in Bezug auf Wechseljahrsbeschwerden sollte jedoch mit einem Arzt rückgesprochen werden.

Die frischen Blätter des Klees und auch die Blüten können als schmackhafte Beigabe in einem Wildkräutersalat verwendet werden.


Quellen

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: Rotklee
Hänsel, Rudolph/ Keller, Konstantin / Rimpler, Horst / Schneider, Georg: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis: Rotklee


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