Sabadille als Heilpflanze

sabadille

Sabadille - Die wichtigsten Fakten

  • Die Sabadille ist in Mittelamerika heimisch.
  • Ihre Inhaltsstoffe verleihen ihr giftige Eigenschaften.
  • Sie wurde früher gegen Läuse eingesetzt.
  • Man sollte sie nur äußerlich, homöopathisch oder als Fertigpräparat verwenden.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Sabadille als Heilpflanze

Sabadille
Sammelzeit
  • März
  • April
  • Mai
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Schoenocaulon officinale. Sie zählt zur Familie der Melanthiaceae (Germergewächse).

Für diese Pflanze sind die Bezeichnungen Sabadill-Läusekraut, Läusesabadill oder Mexikanisches Läusekraut als volkstümliche Namen oder Trivialbezeichnungen bekannt.

Die Pflanze zählt zur Ordnung der Liliengewächse (Liliales) und damit zur Familie der Germergewächse (Melanthiaceae) von der es in Mittelamerika lediglich 9 Arten gibt.

Heimisch ist das Gewächs vor allem in Venezuela, Mexiko und Guatemala.

Die wichtigen Inhaltsstoffe, welche die heilwirksamen Eigenschaften Pflanze hervorrufen, sind folgende:

  • Alkaloide
  • fettes Öl
  • Phytosterine
  • Wachs
  • Harz

Die aus Mittelamerika stammende Pflanze ähnelt in ihrem Erscheinungsbild der Gerste. Vor allem die schwarzen Samenkörner und grasartigen Blätter erinnern stark an das Getreide. Die Sabadille besitzt eine zwiebelähnliche Wurzel, hat bis zu 1,2 Meter lange Blätter. Die gesamte Pflanze wird bis zu zwei Meter hoch und trägt gelbe Blüten.

  • Achtung! Die Pflanze ist durch das enthaltene Alkaloid Veratrin giftig und sollte nur in Form von Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich verwendet werden.

Sabadille - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze besitzt stark abführende sowie wurmtreibende Eigenschaften.

Sabadille - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Das Gewächs kann bei Verdauungsstörungen, Würmern, Fieber, Halsentzündungen

Sabadille - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze sollte aufgrund ihrer giftigen Eigenschaften nur als Fertigpräparat und äußerlich verwendet werden. Meist kommt eine Tinktur aus dem Samen (ohne Kapselhülle verarbeitet) zum Einsatz oder es wird eine Salbe benutzt, die nicht nur aus Sabadille, sondern auch anderen Stoffen hergestellt ist.

Bei schwangeren und stillenden Frauen sowie Kindern sollten die Pflanze nicht als Arznei genutzt werden. Ebenso wird Menschen, die allergisch auf Liliengewächse reagieren, von einer Verwendung abgeraten.

Äußerliche Anwendung

Äußerlich kann eine Salbe, Extrakt oder Tinktur aufgetragen werden. Beispielsweise kann ein essigsaurer Extrakt aus den Samen hergestellt werden, der insektizide Wirkung besitzt. Ein Sabadillessig kann deshalb gegen Kopfläuse zum Einsatz kommen.

Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass die zu behandelnde Kopfhaut keine Verletzungen aufweist, sonst werden eventuell die giftigen Alkaloide in den Körper transportiert und es kann zu einer Vergiftung kommen.

Innerliche Anwendung

Wegen der giftigen Wirkung wird die Pflanze kaum noch innerlich verwendet. Die Gefahr einer Vergiftung ist zu groß.


Quellen

Stapf, Ernst: Archiv für die homöopathische Heilkunst
Reinleins, Jakob: Bemerkungen über den Ursprung, die Entwicklung, die Ursachen, Symptome und Heilart des breiten Bandwurmes in den Gedärmen des Menschen
Valentin, Gabriel Gustav: Versuch einer physiologischen Pathologie der Nerven, Band 2
Lingg, Gerhard: VIA Naturalis: Heilpflanzen- Kompendium Alphabetisch mit klinischen Fachausdrücken, Indikationen und Synonymen
Madaus, Gerhard: Lehrbuch der biologischen Heilmittel, Band 3
Büchi, J.: Grundlagen der Arzneimittelforschung und der synthetischen Arzneimittel
List, Paul Heinz / Hörhammer, Ludwig: Chemikalien und Drogen: Teil B: R, S


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