Schierling – Giftpflanze mit hoher Verwechslungsgefahr zu Heilpflanzen

Schierling – Giftpflanze mit hoher Verwechslungsgefahr zu Heilpflanzen

Schierling - Die wichtigsten Fakten

  • Er ist eine hochgiftige Pflanze, welche schon bei Hautkontakt Vergiftungen mit Ekzemen oder Blasenbildung hervorrufen kann.
  • Es besteht große Verwechslungsgefahr mit ungiftigen Heilpflanzen
  • In früheren Zeiten dienten Mittel aus der Pflanze zur Narkotisierung und Krampflösung.
  • Auch zu Zwecken der Hinrichtung wurde ein Saft verwendet (Altertum).
  • Heute finden die Wirkstoffe nur in der Homöopathie Verwendung.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Schierling als Heilpflanze

Schierling
Sammelzeit
  • keine Empfehlung
Heilwirkung
  • nur in der Homöopathie
Anwendung

Die lateinische Bezeichnung lautet Conium maculatum.

Der Volksmund kennt die Pflanze auch unter folgenden Bezeichungen:

  • Wüterich
  • Erdschierling
  • Teufelspeterlein

Die Pflanze gehört zu den Doldenblütlern, den Apiaceae.

Blütezeit ist von Juli bis August.
Die Pflanzen sind weltweit anzutreffen, bevorzugt auf Wiesen, an Waldrändern.
An Uferböschungen ist auch der Wasserschierling zu finden.

Von einer Sammlung wird aufgrund der Giftigkeit dringend abgeraten.

  • Durch die große Ähnlichkeit zur Schafgarbe und dem Wiesenkerbel sollte beim Sammeln von Wildpflanzen aufmerksam auf die geringfügigen Unterscheidungsmerkmale geachtet werden! Im Zweifelsfall die Pflanze nicht berühren.

Der Schierling ist an folgenden Merkmalen zu erkennen:

  • Rote Flecken oder rötliche, flächige Färbungen im Stielbereich
  • Stechender Geruch nach Mäuseurin
  • Im Gegensatz zur Schafgarbe kann der Schierling bis zu 2m hoch wachsen

Es sind vor allem die pflanzlichen Gifte Coniin und Conhydrin enthalten.

Die Wirkungen der Pflanze sind seit dem Altertum bekannt. Das Gift wurde bereits im alten Griechenland als Mittel zur Tötung und Selbsttötung verwendet.
Überliefert ist die Hinrichtung des Philosophen Sokrates mit einem „Schierlingsbecher“ (ca. 399 v. Chr.).

Die Gifte der Pflanze wurden aber auch als Narkotikum und Mittel zur Lösung von Krämpfen verwendet, beispielsweise bei einem Stimmritzenkrampf.

Sie gehört zu den giftigsten einheimischen Pflanzen überhaupt und kann bereit bei Hautkontakt
Vergiftungen hervorrufen. Besonders gefährlich ist hierbei die große Ähnlichkeit zu harmlosen Pflanzen wie der Schafgarbe oder dem Wiesenkerbel.

Vor allem Kinder, welche unbedarft die Pflanzen pflücken sind durch die Giftigkeit gefährdet.
Aus diesem Grund sollte hier bei Spaziergängen an Wiesenrändern und Ufern Vorsicht geboten sein.

Schierling - Heilwirkung der Heilpflanze

Es ist keine direkte Anwendung empfohlen.
Lediglich in der Homöopathie wird das Mittel entsprechend der Lehren verwendet.
Beispiele für die Anwendung in der Homöopathie sind Erkrankungen von Drüsengewebe, wie zum Beispiel Lymphknoten oder Brustdrüsen (Verhärtungen).

Schierling - Anwendung der Heilpflanze

Von der eigenständigen Verwendung der Pflanze wird abgeraten.
Lediglich in der Homöopathie finden Präparate, meist in Form von Globuli, Verwendung.
Diese Behandlung sollte jedoch von einem Therapeuten durchgeführt und begleitet werden.


Quellen

Vermeulen, Frans: Homöopathische Substanzen: Schierling
Esser, P.: Die Giftpflanzen Deutschlands
U.S. National Plant Germplasm System: Conium Maculatum


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