Schleifenblume – bittere Heilpflanze für den Magen

Schleifenblume – bittere Heilpflanze für den Magen

Schleifenblume - Die wichtigsten Fakten

  • Sie ist ein altes Heilkraut und wurde bereits von Hippokrates zur Wundheilung eingesetzt.
  • Über das Mittelalter hinweg bis in die Neuzeit wurden Informationen zur ihrer Heilwirkung überliefert.
  • Heute wird die Schleifenblume vor allem bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich eingesetzt.
  • Durch ihre Verbreitung bis in die Gegenden des Himalaya (Indien) findet sie auch in der ayurvedischen Medizin Verwendung.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Schleifenblume als Heilpflanze

Der lateinische Name lautet Iberis amara.

Diejenige Pflanze mit nachgewiesener Heilwirkung unter den Schleifenblumen wird auch als Bittere Schleifenblume betitelt.

Sie gehört zu den Kreuzblütlern (Brassicaceae) und umfasst mit allen Schleifenblumen-Arten ca. 30 Gattungen. Von diesen ist allerdings nur die Bittere Schleifenblume als Heilkraut bekannt.

Verwandt ist sie mit dem Rettich, der ebenfalls Senfölverbindungen enthält.

Sie liebt Sonne und Wärme – und ist daher vor allem in Süd- und Mitteleuropa beheimatet. Aber auch in Gegenden Indiens (Himalaya) wird sie kultiviert und gesammelt, wo sie auch in der ayurvedischen Medizin Verwendung findet.

Blütezeit ist ca. Juni bis September. Verwendet werden alle oberirdischen Pflanzenteile, also Blätter, Blumen und seltener auch die Samen. Die Wurzeln finden keine Anwendung.

Die Blume ist an Wegrändern und Getreideäckern zu finden.
Da es aber viele Arten gibt, die keine Heilwirkung besitzen, gestaltet sich eine Wildsammlung ohne genaue Kenntnisse schwierig.
Die Pflanze kann aber im heimischen Garten angebaut werden.

  • Unter den 30 verschiedenen Arten ist lediglich die Bittere Schleifenblume bezüglich ihrer Heilkraft hinreichend erforscht und belegt.

Folgende wirksame Bestandteile sind enthalten:

  • Senfölverbindungen ( Glucosinolate),
  • Cucurbitacine (Bitterstoffe)
  • Flavonoide ( Kaempferol und Quercetin)

Die bittere Schleifenblume ist eine alte Heilpflanze, welche bereits von Hippokrates verwendet wurde. Bis in die heutige Neuzeit findet sie erfolgreich Verwendung, wobei vor allem ihre positiven Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt geschätzt werden.

Die Sammlung gestaltet sich durch ihr seltenes Auftreten in der Natur als schwierig, zumal auch Verwechslungsgefahr mit nicht heilwirksamen Schleifenblumen besteht.

Sie kann aber im heimischen Garten angebaut werden, als dekorative Gartenblume sind ihre Verwandten (ohne Heilwirkung) ohnehin beliebt.

Die bittere Schleifenblume wird vor allem als Frischpflanzensaft oder Elixier verwendet und ist zudem Bestandteil einiger Pharmazeutika, welche in Apotheken angeboten werden.

Schleifenblume - Heilwirkung der Heilpflanze

Folgende Wirkungen können unter anderem mit den Wirkstoffen erzielt werden:

  • Reizmilderung
  • Entzündungshemmung
  • Förderung der Magensaftbildung
  • Förderung der Galleausschüttung
  • Steigerung der Darmtätigkeit
  • Krampflösung
  • Virenhemmung

Schleifenblume - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die positiven Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt können Beschwerden folgender Erscheinungen mildern:

  • Reizmagen
  • Reizdarm
  • Blähungen
  • Magenschleimhautentzündungen
  • Magenkrämpfe
  • Darmkrämpfe
  • Verdauungsprobleme wie Verstopfungen

Bei schwerwiegenden Symptomen sollte die Anwendung jedoch mit einem behandelnden Arzt rückgesprochen werden.

Schleifenblume - Anwendung der Heilpflanze

Das bittere Schleifenkraut wird lediglich innerlich angewendet.

Äußerliche Anwendung

Informationen zur äußerlichen Anwendung sind nicht hinreichend belegt.

Innerliche Anwendung

Die Pflanze wird vornehmlich als wässriger Frischpflanzenextrakte oder als Elixier verwendet.
Zur Anwendung in Form von Tees liegen zu wenig Forschungsdaten vor, um hier konkrete Angaben machen zu können.


Quellen

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