Heilpflanze Schwarzer Nachtschatten

Heilpflanze Schwarzer Nachtschatten

Schwarzer Nachtschatten - Die wichtigsten Fakten

  • Der Schwarze Nachtschatten darf nicht vollständig zum Verzehr oder als Medizin verwendet werden.
  • Bestimmte Teile der Pflanze sind für den menschlichen Körper nämlich toxisch.
  • Überwiegend wird die Pflanze zum Lindern von Schmerzen und zum Heilen von Entzündungen eingesetzt.
  • Der Einsatz ist aufgrund der giftigen Inhaltsstoffe sehr selten geworden.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Schwarzer Nachtschatten als Heilpflanze

Schwarzer Nachtschatten

Sammelzeit
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name des Schwarzen Nachtschattens ist Solanum nigrum. Das Wort „Solanum“ stammt dabei von dem lateinischen Begriff „solari“ ab. Dieser bedeutet schmerzstillend. Der Begriff „nirgum“ weist wiederum auf die schwarze Frucht des Nachtschattengewächs hin.

Ein volkstümlicher Name des Schwarzen Nachtschattens ist Mondscheinkraut. Dieser Name entstand, weil das Gewächs in vergangenen Zeiten auch bei Mondsüchtigkeit eingesetzt wurde. Darüber hinaus wird diese Pflanze jedoch auch beispielsweise Hundsbeere oder Dullbeere genannt.

Der Schwarze Nachtschatten gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, zu der etwa 100 Gattungen und ca. 2.700 Arten zählen. Somit hat die Pflanze diverse Brüder und Schwestern, mit denen das Gewächs teilweise verwechselt werden kann. Zwei Merkmale, die diese Pflanze jedoch einzigartig machen, sind der Stängel, der nur am Grunde verholzt ist, und ihre Zweige, die sich winden und teilweise mit den Blättern verhakt sind.

  • Wenn der Schwarze Nachtschatten verzehrt wird, kann eine Vergiftung auftreten. Mögliche Symptome sind unter anderem Übelkeit, Durchfall, ein hochroter Kopf, eine Erweiterung der Pupillen, Herzlähmung, Lungenblutung, Nierenentzündung und Krämpfe. Allerdings sind die schwarzen Früchte des Nachtschattengewächs normalerweise nicht giftig.

Das Gewächs kommt hauptsächlich in den europäischen Staaten vor. Dazu ist es jedoch auch in Indien, in China sowie in Afrika verbreitet. Die Sammelzeit fängt an, sobald die Pflanze reif ist. Dies ist in der Regel von Juni bis Oktober.

Schwarzer Nachtschatten enthält einige Inhaltsstoffe, die teilweise gut, teilweise jedoch auch schädlich für den Körper sein können. Unter anderem zählen hierzu:

  • Solanine
  • Taxole
  • Steroid-Alkaloide

Heilpflanzen werden bereits seit den antiken Jahren von Menschen benutzt, um den vielen Krankheiten vorzubeugen oder diese zu heilen. Zu diesen Pflanzen zählt auch der Schwarze Nachtschatten. Allerdings enthält dieser unter anderem auch giftige Stoffe. Aus diesem Grund wird er heutzutage kaum verwendet. Dennoch kann er bei einigen Leiden helfen und wird daher beispielsweise als Präparat eingesetzt.

Schwarzer Nachtschatten - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze wird hauptsächlich bei Hautleiden und Ekzemen eingesetzt. Dabei kann sie die Schmerzen lindern und die Entzündungen verheilen lassen.

Schwarzer Nachtschatten - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Heilpflanze kann zur Linderung von Kopfschmerzen und inneren Entzündungen beitragen.

Schwarzer Nachtschatten - Anwendung der Heilpflanze

Die Industrie nutzt die Pflanze, um Präparate für die Haut herzustellen. Weiterhin wird sie auch in der Homöopathie verwendet, um beispielsweise Erkrankungen des Zentralnervensystems zu heilen. Jedoch wird sie heutzutage aufgrund der giftigen Alkaloide nur noch sehr selten angewendet.

  • Im Mittelalter wurde das Schwarze Nachtschattengewächs unter anderem auch bei Krämpfen, bei Gehirnreizungen sowie bei Epilepsie eingesetzt.

Äußerliche Anwendung

Die Pflanze kann für die äußeren Merkmale optimal angewendet werden. So kann sie verschiedene Hautleiden lösen und heilen.

Innerliche Anwendung

Die Pflanze wird innerlich nur verwendet, um Kopfschmerzen zu lindern und um innere Entzündungen zu heilen.


Quellen

Von Fischer-Benzon, R.: Altdeutsche Gartenflora
Hensel, Wolfgang: Welche Heilpflanze ist das?
Stumpf, U.: Heilpflanzen und ihre giftigen Doppelgänger: Heilpflanzen sammeln – aber richtig
Ammon, Hermann Philipp Theodor / Schrott, Ernst: Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin
Vonarburg, Bruno: Homöotanik – Farbiger Arzneipflanzenführer der klassischen Homöopathie
Fetzner, A.: Potenzmittel aus der Natur
Bäumler, S.: Heilpflanzenpraxis heute – Porträts, Rezepturen, Anwendung


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