Heilpflanze Schwarzerle

Heilpflanze Schwarzerle

Schwarzerle - Die wichtigsten Fakten

  • Die Schwarzerle kann bei vielen Erkrankungen im Hals-, Nasen- und Ohren-Bereich hilfreich sein.
  • Sie wächst insbesondere an Bächen und Flüssen oder in Mooren.
  • Verwendet wird sie beispielsweise als Tee oder als Lösung.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Schwarzerle als Heilpflanze

Schwarzerle
Sammelzeit
  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember
Heilwirkung
Anwendung
  • Lösung
  • Tee

Der wissenschaftliche Name der Pflanze ist Alnus glutinosa.

  • Das Wort Alnus ist lateinisch und steht für den Gattungsname Erle. Der Begriff glutinosa ist ebenfalls lateinisch und bedeutet klebrig. Dieser Begriff bezieht sich demnach auf den klebrigen Wachsüberzug der jungen Blätter sowie Knospen.

Die Schwarzerle besitzt eine ganze Reihe weiterer Namen. Zu diesen gehören:

  • Kleberle
  • Eller
  • Else
  • Urle
  • Elten
  • Aller
  • Irl
  • Orlin
  • Schwarzeller
  • Gemeine Erle
  • Otternbaum

Zudem wird die Pflanze auch als Rot-Erle bezeichnet. Dies liegt daran, dass sich das Holz der Schwarzerle rot färbt, nachdem es frisch geschnitten wurde.

  • Der Name Rot-Erle wird auch für die Rot-Erle (Alnus rubra) verwendet.

Die Pflanze gehört zur Gattung Erlen und stellt einen Vertreter der Birkengewächse dar.

  • Da seit dem 20. Jahrhundert das sogenannte Erlensterben auftritt, ist auch die Schwarzerle gefährdet.

Die Pflanze wächst in beinahe ganz Europa. Die einzigen Ausnahmen bilden hier Island und der Norden Skandinaviens. Zudem wurde die Pflanze in die USA sowie in Südafrika eingeführt. Dabei wächst sie vor allem an feuchten Standorten, wie beispielsweise in Mooren oder an Flüssen, Bächen und Gräben.

  • Die Pflanze ist in feuchten bzw. in sumpfigen Gebieten verbreitet. Da diese Orte in der Vergangenheit als unheimlich galten, wird die Pflanze im Volksglauben mit dem Teufel und mit Hexerei verbunden.

In der getrockneten Rinde der Pflanze befindet sich ein recht hoher Gehalt an Gerbstoffen. Denn hier sind bis zu 20 Prozent dieses Stoffes enthalten. Dazu enthält die Pflanze unter anderem Flavonoide.

Die Schwarzerle, auch Schwarz-Erle geschrieben, kann bis zu 120 Jahre alt werden und eine Höhe von bis zu 30 oder 40 Meter erreichen. Dabei kann dieser Laubbaum sogar Nässe vertragen und wächst dementsprechend vor allem in Mooren oder an Ufern. Hilfreich ist er insbesondere bei Erkältungen, die durch Kälte und Nässe entstehen. Darüber hinaus kann die Heilpflanze jedoch auch bei Entzündungen sowie bei vielen anderen Beschwerden zum Einsatz kommen.

Schwarzerle - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Schwarzerle kann Entzündungen hemmen, Krämpfe lösen und die Konzentration fördern. Darüber hinaus kann sie dafür sorgen, dass sich die Gefäße entspannen und somit die Durchblutung des Gehirns fördern. Außerdem besitzt sie eine antibakterielle sowie eine antientzündliche Wirkung.

Schwarzerle - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Heilpflanze kann eine Menge Beschwerden lindern. So kann sie unter anderem bei folgenden Leiden helfen:

  • Grippe
  • Fieber
  • Migräne
  • Magen- und Blasenentzündungen
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Schupfen
  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Ohrenentzündungen
  • Demenz
  • Aphten

Weiterhin hilft sie auch bei geistiger Erschöpfung sowie bei Konzentrationsstörungen. Eingesetzt werden kann sie allerdings auch bei Rheumaschüben, die akut auftreten und durch „kalt-nass“ ausgelöst wurden.

  • Wer an Fieber oder Grippe leidet, kann die Erle sehr gut mit der Esche verbinden. Bei Migräne sowie bei Entzündungen kann die Pflanze wiederum ideal mit der Schwarzen Johannisbeere ergänzt werden.

Schwarzerle - Anwendung der Heilpflanze

Die Schwarz-Erle kann äußerlich und auch innerlich verwendet werden. Dies gelingt beispielsweise in Form eines Tees oder einer Lösung.

Äußerliche Anwendung

Wird die Pflanze äußerlich verwendet, kann sie bei Haut- sowie bei Schleimhauterkrankungen helfen.

Innerliche Anwendung

Wer die Pflanze innerlich anwendet, kann diese als Abkochung zum Spülen oder Gurgeln verwenden. Das Spülen hilft beispielsweise bei Apthen und Zahnfleischbluten. Das Gurgeln hilft wiederum bei Mandelentzündungen sowie bei Entzündungen im Rachen. Bei anderen Beschwerden kann die Pflanze wiederum auch in Form eines Tees eingenommen werden.


Quellen

Wilhelmsen, Ute: Tiere und Pflanzen unserer Wälder – 120 Arten einfach bestimmen
Stibane, Michael: Grünholz-Werkstatt – für alle, die sie einrichten wollen
Albrecht, Richard G.: Naturschutzgebiet Albrechtshaus
Stern, Cornelia: Die Heilkraft der Pflanzenknospen – Gemmotherapie entdecken und anwenden
Erlbeck, Reinhold / Haseder, Ilse / Stinglwagner, Gerhard: Das Kosmos Wald- und Forstlexikon – Mit über 17.000 Stichwörtern


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