Seidelbast – rein homöopathische Heilpflanze mit hoher Giftigkeit

Seidelbast – rein homöopathische Heilpflanze mit hoher Giftigkeit

Seidelbast - Die wichtigsten Fakten

  • Es gibt weltweit über 90 verschieden Arten der Pflanze.
  • Sie sind je nach Region mehr oder weniger giftig.
  • Die Gifte können auch über die Haut aufgenommen werden und Ausschläge und Ekzema verursachen.
  • Wenige Beeren des Seidelbasts können für Kinder bereits tödlich sein.
  • Eine Heilwirkung der Pflanze ist nicht bekannt, lediglich in der Homöopathie werden Wirkstoffe in Form von Globuli verwendet.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Seidelbast als Heilpflanze

Seidelbast
Sammelzeit
  • keine Empfehlung
Heilwirkung
  • nur in der Homöopathie
Anwendung
  • Globuli

Die übergreifende Bezeichnung für die Arten des Seidelbasts lautet Daphne L.

Der Name Daphne ist die griechische Bezeichnung für Lorbeer. Die Blattformen des Lorbeers und des Seidelbasts ähneln sich sehr, voraufhin die Pflanze im Altertum entsprechend benannt wurde.

In Deutschland sind unter anderem auch folgende Arten zu finden:

  • Alpen-Seidelbast
  • Lorbeer-Seidelbast
  • Maien-Seidelbast
  • Rosmarin-Seidelbast

    Verbreitet sind die Pflanzen in Deutschland vor allem im Alpenraum.

Sie gehören alle mitsamt zur Gruppe der Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae) mit über 90 verschiedenen Unterarten in der ganzen Welt.

Die verschiedenen Arten sind weltweit vertreten.
In Europa vorkommende Arten blühen von April bis Juni.
Nach der Blütezeit bilden sich rote Beeren aus, die besonders Kinder zum Verzehr verleiten können.

  • Die Sammlung ist aufgrund der hohen Giftigkeit nicht empfohlen. Bereits bei Hautkontakt können Vergiftungen auftreten!

Enthalten sind die pflanzlichen Gifte Daphnin und Daphnetoxin.

Er ist eine weltweit verbreitete Pflanze mit verschiedenen Unterarten, welche sich im Aussehen ebenfalls unterscheiden.
Aber sie haben eines gemeinsam: Alle Arten sind mehr oder weniger in ihren Teilen giftig.

Sogar bei bloßem Berühren einiger Pflanzenarten kann durch den Hautkontakt das Gift aufgenommen und Reizungen verursacht werden.

Wenige Beeren genügen bereits um schwere Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Brechreiz, Krämpfen, Schwindel und Delirium zu verursachen.
Für Kinder und ältere Menschen mit Vorerkrankungen kann es tödlich enden.

Deswegen wird von der eigenmächtigen Verwendung der Pflanze dringend abgeraten.
Zudem ihr keine direkte Heilwirkung zugesprochen werden kann und nur in der Homöopathie verwendet wird.

Seidelbast - Heilwirkung der Heilpflanze

Es ist keine direkte Heilwirkung bekannt.
Lediglich in der Homöopathie wird das Mittel entsprechend der Lehren verwendet.
Beispiele für die Anwendung in der Homöopathie sind Hautkrankheiten mit starkem Juckreiz oder Augenentzündungen.

Seidelbast - Anwendung der Heilpflanze

Die Anwendung findet lediglich in der Homöopathie in Form von Globulis oder Produkten der Urtinktur statt.


Quellen

Esser, P.: Die Giftpflanzen Deutschlands
Friese, Karl-Heinz: Homöopathie in der HNO-Kunde
Kastner, Raimund Fridrich: Bönninghausens Physiognomik der homöopathischen Arzneimittel


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