Heilpflanze Teufelsabbiss - Entgiftung aus der Natur

Heilpflanze Teufelsabbiss - Entgiftung aus der Natur

Teufelsabbiss - Die wichtigsten Fakten

  • Der Teufelsabbiss gilt in der Naturheilkunde als blutreinigende und entwässernde Pflanze.
  • Die Pflanze wurde bereits im 15. Jahrhundert als Naturheilmittel und als Mittel gegen Dämonen und böse Zauberei verwendet.
  • Sie ist in ganz Europa verbreitet, gilt aber in einigen Ländern als gefährdet.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Teufelsabbiss als Heilpflanze

Teufelsabbiss
Sammelzeit
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
Heilwirkung
Anwendung

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Pflanze lautet "succisa pratensis".

Die Pflanze ist auch unter folgenden Bezeichnungen bekannt:

  • Abbiss
  • Teufelwurz
  • Teufelsbiss

Teufelsabbisse gehören zur Gattung der Succisa und zur Pflanzenfamilie der Geißblattgewächse.

Die Pflanze ist in ganz Europa und in Nordafrika heimisch und wurde durch menschliche Aktivitäten auch in Kanada und Nordamerika bekannt. Das Kraut der Pflanze kann von Juli bis September, die Wurzeln von Oktober bis November gesammelt werden.

Die Pflanze enthält Saponine, Gerbstoffe und Glykoside.

Teufelsabbisse gedeihen besonders gut auf feuchten Böden, etwa in Moorgebieten, auf Feuchtwiesen und in feuchten Wäldern. Er kann bis Höhenlagen von 1.300 Metern wachsen, ist mehrjährig und wird bis zu 100 Zentimeter hoch. Die Stängel sind verzweigt und im oberen Bereich haarig. Die Blätter sind ganzrandig und elliptisch geformt. In der Blütezeit erhält die Pflanze hellblaue, violette oder rosafarbene kleine Blüten, die Blütenköpfe werden bis zu drei Zentimeter groß. Die Blütezeit ist zwischen Juli und September.

Teufelsabbiss - Heilwirkung der Heilpflanze

Das Heilkraut wirkt blutreinigend, harntreibend und schleimlösend. Zudem wirkt es antimikrobiell auf der Haut und kann gegen juckende Hautentzündungen angewendet werden.

  • In früheren Jahrhunderten wurde der Pflanze zudem eine antidämonische Wirkung nachgesagt, sodass sie oftmals in Amuletten getragen wurde, um bösen Zauber abzuwenden.

Teufelsabbiss - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Pflanze hilft gegen Husten, Bronchitits, Verstopfung und Hautprobleme.

Teufelsabbiss - Anwendung der Heilpflanze

Die Anwendung der Pflanze ist vielfältig: Zum einen können die jungen Triebe roh gegessen werden. Sie schmecken bitter und herb. Aus den Wurzeln kann ein Tee oder eine Tinktur hergestellt werden, die sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden kann.

Äußerliche Anwendung

Aus den getrockneten und gehackten Wurzeln lässt sich eine Tinktur herstellen, die als Kompresse für Hautentzündungen, Prellungen und gegen Juckreiz verwendet werden kann. Hierfür wird ein Teil Wurzeln mit 10 Teilen 60-prozentigem Alkohol angesetzt.

Innerliche Anwendung

Aus den getrockneten Wurzeln kann ein Tee hergestellt werden, der blutreinigend wirkt und Wurmerkrankungen heilen kann. Für den Tee werden etwa zwei Gramm Wurzeln mit einer Tasse Wasser aufgekocht.

Zudem können die jungen Triebe roh gegessen werden. Sie entfalten eine schwach abführende, harntreibende Wirkung.


Quellen

Bäumler, Siegfried: Heilpflanzenpraxis heute: Rezepturen und Anwendung
Kremp, Dieter: Herz-Jesu-Blut im Johanniskraut - Balsam für die Seele
Langwasser, Maria: Lexikon der Kräuter und Heilpflanzen: Wirkung - Anwendung - Rezepte


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