Heilpflanze Wasserfenchel - Altes Heilmittel gegen Husten

Heilpflanze Wasserfenchel - Altes Heilmittel gegen Husten

Wasserfenchel - Die wichtigsten Fakten

  • Der Wasserfenchel wurde früher gegen Husten und Blähungen eingesetzt.
  • Da er giftig ist, hat er heute seine Bedeutung in der Naturheilkunde verloren.
  • Die Pflanze ist nur noch als Fertigpräparat oder homöopathisches Mittel erhältlich.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Wasserfenchel als Heilpflanze

Wasserfenchel
Sammelzeit
  • August
  • September
Heilwirkung
Anwendung

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Pflanze lautet "oenanthe aquatica".

Die Pflanze ist auch unter folgenden volkstümlichen Bezeichnungen bekannt:

  • Wasser-Rebendolde
  • Wasserpferdesaat
  • Großer Wasserfenchel

Die Pflanze gehört zur Gattung Oenanthe und zur Familie der Doldenblütler.

Die Pflanze ist in Europa, Westasien, Sibirien und Nordamerika einheimisch. Sie gedeiht in Feuchtbiotopen, an Teichen und Tümpeln und verträgt starke Schwankungen des Wasserstandes. Die Blütezeit reicht von Juni bis September, die Früchte wachsen im Spätsommer.

Die Pflanze enthält die giftigen Inhaltsstoffe Oenanthotoxin und Cyutotoxin.

  • Die giftigen Inhaltsstoffe sind insbesondere für Pferde, Rinder und Schweine gefährlich. Vergiftungserscheinungen beim Menschen sind nicht bekannt.

Weitere Inhaltsstoffe sind Harz, Gummi, Wachs, Lignane und Matairesinol.

Wasserfencheln sind ein- oder mehrjährige, krautige Pflanzen, die bis zu 120 Zentimeter hoch wachsen können. Die Stängel sind rund und hohl. In der Blütezeit von Juni bis September wachsen weiße, flache Doldenblüten, aus denen etwa fünf Millimeter große ovale Früchte hervorgehen.

Früher wurde die Pflanze in der Volksmedizin als Heilmittel verwendet. Die Pflanze riecht scharf und markant, der Geschmack ist bitter.

Wasserfenchel - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze wirkt hustenstillend und entwässernd.

Wasserfenchel - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Pflanze wurde früher zur Heilung von Husten und Blähungen eingesetzt, sowie zur Entwässerung. Heute werden Wasserfencheln nur noch in der Homöopathie verwendet, um Atemwegserkrankungen zu behandeln oder als Zusatzmittel bei Tuberkulose.

Weitere Anwendungsgebiete waren Keuchhusten, Bronchitis, Gelbsucht, Menstruationsstörungen, eiternde Wunden, Gangrän und Krebsgeschwüre.

  • Die in Vietnam einheimische Wasserfenchelart wird auch heute noch erfolgreich gegen Diabetes, Stress, Bluthochdruck, hohe Cholesterin-Werte, Leberkrankheiten und Kopfschmerzen eingesetzt.

Wasserfenchel - Anwendung der Heilpflanze

Wasserfencheln werden in Fertigpräparaten und homöopathischen Tinkturen zur äußerlichen Behandlung angeboten.

Äußerliche Anwendung

Früher wurde die Pflanze zur Behandlung von Wunden und Krebsgeschwüren verwendet.

Innerliche Anwendung

Fertigpräparate oder Globuli wirken hustenstillend und entwässernd.


Quellen

Gebhardt, Heinz: Stauffers homöopathisches Taschenbuch: kurzgefasste Therapie und Arzneimittellehre zum Gebrauch für die ärztliche Praxis
Kosmos: Der Kosmos Pflanzenführer. Über 900 Blumen, Bäume und Pilze


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