Heilpflanze Wegrauke

wegrauke

Wegrauke - Die wichtigsten Fakten

  • Die Wegrauke kann am besten im April geerntet werden.
  • Sie enthält allerdings herzwirksame Glykoside und wurde als giftig bis schwach giftig eingestuft.
  • Verwendet werden können nur die Blätter.
  • Die Pflanze ist magenwirksam und hilft beispielsweise gegen Atemwegserkrankungen.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Wegrauke als Heilpflanze

Wegrauke
Sammelzeit
  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze ist „Sisymbrium officinale“.

Die Pflanze wird oftmals auch als Gewöhnliche Rauke sowie als Echte Rauke oder als Schotendotterkraut bezeichnet. Dazu nennt man sie aufgrund ihrer Senfschärfe auch Raukensenf oder Wegsenf. Ein weiterer Name der Wegrauke ist schließlich Sängerkraut. Dieser Name entstand übrigens, da die Pflanze die Stimmbänder von Musikern, die die ganze Nacht gesungen haben, verheilen lassen kann.

  • Die Wegrauke hat nichts mit der Senf-Rauke zu tun. Diese Rauke, auch unter dem Namen Rucola bekannt, trägt die wissenschaftliche Bezeichnung Eruca vesicaria und wird auch als Salat verwendet.

Die Pflanze gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse.

Finden lässt sich die Wegrauke sowohl in Europa als auch in Asien sowie in Afrika. Dabei kann man sie, wie ihr Name bereits preisgibt, unter anderem an Wegrändern entdecken. Doch auch auf Wiesen, in Gärten, auf Äckern sowie an Ufern ist sie verbreitet.

Geerntet werden kann sie zwar im ganzen Jahren, jedoch eignet sich der Frühling zum Sammeln des Sängerkrauts am besten. Empfehlenswert ist dabei, die Pflanze vor der Blütezeit, die im Mai beginnt und im Juli bzw. im August endet, zu sammeln. Die beste Erntezeit ist übrigens der Monat April, da die Blätter hier noch eine milde Schärfe besitzen.

  • Rauken zählen zu Unkräutern. Aufgrund dessen wurde auch diese Pflanze oft mit Herbiziden besprüht. Daher können immer noch Konzentrationen dieser Herbizide auf den Wegrauken sein.

Die Wegrauke enthält zum einen viel Vitamin C. Andererseits wurde jedoch ebenso festgestellt, dass sie geringfügig digitalisähnliche Glykoside enthält. Zudem befinden folgende Stoffe in der Pflanze:

  • Senfölglykoside
  • Gerbstoffe

Die Wegrauke ist teilweise giftig, kann allerdings dennoch gegen einige Leiden helfen. Dennoch sollte man bei der Verwendung vorsichtig sein und auf keinen Fall die Samen oder die Samenschoten nutzen. Angewendet werden hingegen die Blätter der Pflanze. Diese können beispielsweise in Form eines Tees zum Einsatz kommen.

Wegrauke - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Heilpflanze kann Husten lösen und gegen viele Atemwegserkrankungen eingesetzt werden. Dazu ist sie magenwirksam und dank des hohen Gehalts an Vitamin C gegen Skorbut verwendet werden.

  • Verdünnt man die Blätter mit ausreichend Wasser, kann die Pflanze als Durstlöscher oder gegen Heiserkeit eingesetzt werden.

Wegrauke - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

In der Vergangenheit wurde die Pflanze zum Heilen von verschiedenen Beschwerden und Leiden eingesetzt. Hierzu zählen unter anderem:

  • Husten
  • Bronchitis
  • Heiserkeit
  • Entzündungen im Mund- und Rachenbereich
  • Kehlkopfprobleme
  • Inzwischen wurde das Sängerkraut als giftig bis schwach giftig eingestuft. Dies liegt daran, dass sie herzwirksame Glykoside enthält. Daher ist es empfehlenswert, diese Pflanze nicht einzunehmen.

Wegrauke - Anwendung der Heilpflanze

Verwendet werden nur die Blätter der Pflanze. Diese sollten aufgrund der Senfschärfe jedoch nur geringfügig eingesetzt werden. Wie bereits erwähnt, sollten die Samen sowie die Samenschoten allerdings auf keinen Fall genutzt werden, da diese herzwirksame Glykoside enthalten.

Äußerliche Anwendung

Meist wird die Pflanze innerlich angewendet, dennoch kann sie auch teilweise äußerlich zum Einsatz kommen.

Innerliche Anwendung

Innerlich werden die Blätter der Pflanze meist als Saft oder Tee verwendet. Wenn man diesen gurgelt, hilft dies beispielsweise gegen Heiserkeit oder gegen Halsschmerzen. Trinkt man ihn, kann dies hingegen gegen Erkrankungen im Magen sehr wirksam sein. Zudem können die Blätter gedünstet als Gemüse oder fein geschnitten als Suppenbeilage genutzt werden. Vorab sollten diese jedoch stets gereinigt werden.

  • Gibt man zusätzlich ein wenig Honig beim Zubereiten der Pflanze hinzu, wird der Senf-Geschmack verschwinden.

Quellen

Berger, Markus: Unkraut – Heilkraut: Es stellt sich ein, wenn man es braucht
Beisser, Rudi: Essbare Wildkräuter und Wildbeeren für unterwegs – 140 Arten, über 300 Abbildungen
Beiser, Rudi: Unsere essbaren Wildpflanzen – Bestimmen, sammeln und zubereiten
Henschel, Detlev: Frisss oder Schtirb! Essbare Wildpflanzen – Leckeres aus der Natur
Dreyer, Eva-Maria: Essbare Wildkräuter und ihre giftigen Doppelgänger: Wildkräuter sammeln – aber richtig


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