Zaunrübe als Heilpflanze

Zaunrübe als Heilpflanze

Zaunrübe - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze stammt aus Europa und dem Westen Asiens.
  • Alle Teile der Pflanze sind stark giftig!
  • Sie war im Altertum eine geschätzte Arzneipflanze.
  • Heute wird sie nur noch in der Homöopathie verwendet.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Zaunrübe als Heilpflanze

Zaunrübe
Sammelzeit
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
Heilwirkung
Anwendung
  • Fertigpräparat

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Bryonia dioca und sie gehört zur Pflanzenfamilie der Cucurbitaceae (Kürbisgewächse).

Die Pflanze ist im Volksmund unter verschiedensten Trivialnamen bekannt. So wird sie Rotbeerige Zaunrübe bzw. Rotfrüchtige Zaunrübe, Faulrüber, Feuerwurzel, Gichtrübe, Zweihäusige Zanrübe, Gichtwurz, Heckenrübe oder Heilige Rübe genannt.

Man kennt sie aber auch als Hundskürbis, Hundsrebe, Hundsrübe, Rote Zanrübe, Spanische Rübe, Stickwurz, Teufelsrübe, Weisser Enzian, Zaunranke, Tollrübe oder Zaunrebe. Im englischen Sprachraum bezeichnet man sie als Bryony.

Die Pflanze zählt zur Gattung der Zaunrüben und damit in die Pflanzenfamilie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).

Die Zaunrübe ist ein klassisch europäisches Gewächs, kommt aber auch in Westasien vor. Um gut wachsen zu können, braucht die Pflanze lockeren, frischen und nährstoffreichen Lehmboden. Sie gedeiht hauptsächlich an Wegen, Zäunen, Mauern und Hecken.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe, durch die sie ihre heilwirksamen Eigenschaften erhält, sind folgende:

  • Alkaloide
  • Bittere Glykoside
  • Bryonin
  • Bryonicin
  • Bitterstoff
  • Gerbstoff
  • Triterpene
  • Saponine

Die Zaunrübe gehört zu den krautig wachsenden Pflanzenarten und besitzt eine rübenartige Wurzel, der sie wohl ihren Namen verdankt. Im Frühling entwickeln sich aus der Wurzel mehrere Ranken, die eine Länge von vier Metern erreichen. Diese Ranken sind in der Lage, extrem zügig zu wachsen und Pflanzen in der Nähe in kürzester Zeit zu komplett überwuchern. Vor allem Weinbergbesitzer fürchten sie als Unkraut.

In den Monaten Juni bis September entwickelt die Pflanze sehr ansehnliche, grün-weiße Blüten. Im übrigen sind lediglich die weiblichen Blüten in der Lage, Beeren wachsen zu lassen, welche anfänglich grün und später von intensiver, roter Farbe sind.

Die Zaunrübe war bereits im Altertum als Arzneipflanze bekannt. Sie wurde beispielsweise bei Gicht oder Rheumatismus verwendet.

Zaunrübe - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze wirkt vor allem abführend, schleimlösend und schweißtreibend.

Zaunrübe - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Das Gewächs kommt homöopathisch gegen Grippe, Asthma, Lungenentzündung, Gicht, Rheuma, Hexenschuss, Gliederschmerzen, Nackenschmerzen sowie Muskelschmerzen zum Einsatz.

Allerdings ist aufgrund der giftigen Eigenschaften stets ein Arzt zu Rate zu ziehen. Eigenbehandlungen oder die eigene Herstellung von Präparaten sind zu vermeiden.

Zaunrübe - Anwendung der Heilpflanze

Die Zaunrübe darf ausschließlich in Form von Fertigpräparaten verwendet werden und sollte zudem nur homöopathisch (ab D3) oder äußerlich zum Einsatz kommen.

  • Vorsicht! Die Pflanze ist stark giftig. Eine falsche Anwendung kann zu schweren Vergiftungserscheinungen führen.

Äußerliche Anwendung

Spezielle Hinweise für eine äußerliche Anwendung sind nicht vorhanden. Ein Kontakt mit der Pflanze kann bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen führen.

Innerliche Anwendung

Wenn die Pflanze innerlich angewendet werden soll, dürfen nur Fertigpräparate genutzt werden. Zudem sollte auf eine entsprechend große Verdünnung (mind. D3) geachtet werden. In dieser Form kann sie bei Atemwegsproblemen, Rheuma sowie Schmerzen am Bewegungsapparat (Nacken, Rücken) lindernd wirken.


Quellen

Lingg, Gerhard: VIA Naturalis: Heilpflanzen- Kompendium Alphabetisch mit klinischen Fachausdrücken, Indikationen und Synonymen
Bäumler, Siegfried: Heilpflanzenpraxis heute: Porträts, Rezepturen, Anwendung
Der Kosmos-Pflanzenführer: Über 900 Blumen, Bäume und Pilze 1200 Abbildungen
Puhle, Annekatrin / Trott-Schepe, Jürgen / Möller, Birgit: Heilpflanzen für die Gesundheit: 300 Pflanzen - neues und überliefertes Heilwissen Pflanzenheilkunde, Homöopathie und Aromakunde
Hensel, Wolfgang: Welche Heilpflanze ist das?
Marzell, Heinrich: Geschichte und Volkskunde der deutschen Heilpflanzen
Kastner, Raimund Friedrich: Bönninghausens Physiognomik der homöopathischen Arzneimittel und die Arzneiverwandtschaften


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