Agar-Agar

Bereits seit dem 17. Jahrhundert wird Agar-Agar in Ostasien als Verdickungsmittel genutzt. Heute ist es auch in der vegetarischen und veganen Küche als Gelatine-Ersatz beliebt.

Darüber hinaus ist die aus Rotalgenarten und Seegräsern gewonnene Substanz abführend und wird daher in größeren Mengen auch bei Verstopfungen genutzt.

Agar-Agar kann aber nicht nur eingenommen werden, sondern dient auch als wichtiges Mittel für die Wissenschaft, die damit stabile Nährböden für Bakterien und Pilze herstellt.

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Die wichtigsten Fakten über Agar-Agar

Agar-Agar wird aus den Zellwänden von verschiedenen Algenarten produziert. Meist werden dabei Rotalgen, wie Gracilaria-, Gelidium-, Gelidiopsis-, Hypnea- sowie Sphaerococcus-Arten verwendet.

Das daraus entstehende Produkt, das hauptsächlich in Ostasien hergestellt wird, ist ein Galactose-Polymer, welches Gallerte bilden kann und hauptsächlich aus Agarose und sulfatiertem Agaropektin besteht.

In Asien wird Agar-Agar seit dem 17. Jahrhundert zum Andicken von Speisen genutzt und dient als Gelatine-Ersatz, welches man dort nicht kennt. Im 19. Jahrhundert wurde Agar-Agar auch in Europa bekannt und wird hier auch wie eine Heilpflanze genutzt.

Es dient aber auch der Wissenschaft und wird seit dem Ende des 19. Jahrhunderts anstatt von Gelatine als Nährboden für die Anzucht von Bakterien verwendet.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist Agar-Agar unter dem Namen Gelidium amansii bekannt.

Volkstümliche Namen

Agar-Agar ist auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Agar-Agar wird vorwiegend aus verschiedenen Rotalgenarten (Rhodophyta) gewonnen.

Heilwirkung des Agar-Agars

Agar-Agar ist unverdaulich und kann den Darminhalt durch seine spezielle Konsistenz quasi rutschiger machen. Daher wird die Heilpflanze auch als Abführmittel verwendet.

Inhaltsstoffe

Agar-Agar besteht hauptsächlich aus:

Anwendung des Agar-Agars

Agar-Agar wird hauptsächlich in der Küche verwendet, aber in größerer Menge eingenommen hilft er auch bei Verstopfung. Zudem nutzen nicht nur Wissenschaftler die Substanz als Nährboden, sondern auch Pilzzüchter. So kann man Pilze mithilfe von Agar-Agar in Petrischalen züchten.

Innerliche Anwendung

Verstopfung

Dank seiner abführenden Eigenschaften wirkt Agar-Agar gut als Heilpflanze bei Verstopfungen. Als Abführmittel kann man täglich ein- bis zweimal 4 bis 16 Gramm in Milch oder Fruchtsaft auflösen und trinken.

In der Küche

In China und Japan ist Agar-Agar seit dem 17. Jahrhundert für verschiedene Speisen beliebt. So werden aus ihm die Tokoroten-Nudeln und viele verschiedene Süßspeisen hergestellt. Da er Gelatine ersetzen kann, nutzen auch viele Vegetarier in westlichen Ländern das Produkt für Süßspeisen und andere Gerichte.

Dazu wird ein Prozent Agar-Agar in Flüssigkeit erhitzt und anschließend wie Gelatine abgekühlt. So ergibt sich ein gutes Gel. Auch die Lebensmittelindustrie nutzt ihn als Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E 406 unter anderem für Suppen, Süßwaren und Eiscremes als Verdickungsmittel . Da der Preis recht hoch ist, ist der Einsatz allerdings relativ selten.

Bei folgenden Leiden hilft Agar-Agar

Innerliche Anwendungen
Verstopfung
Gelatine-Ersatz bei veganer oder vegetarischer Ernährung

Vorkommen und Sammelzeit des Agar-Agars

Agar-Agar wird hauptsächlich in Ostasien aus dort wachsenden Rotalgen und Seegräsern hergestellt.

Sammelzeit

Die dafür notwendigen Algen werden von Mai bis September gesammelt. Man kann die Substanz aber nicht alleine herstellen.

Zu kaufen gibt es das Produkt sowohl in Supermärkten, Bioläden, Reformhäusern und Asia-Lebensmittelgeschäften als auch in Apotheken.

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