Heilpflanze Aloe Vera

Die Aloe Vera ist eine vielseitige Heilpflanze, die in Wüstengegenden heimisch ist. Aufgrund ihrer dicken, fleischigen Blätter wird sie oft für einen Kaktus oder eine Sukkulente gehalten, gehört jedoch zur Familie der Liliengewächse.

Seit über sechs Jahren ist die Aloe Vera schon als Heilpflanze bekannt. Anfangs war sie hierzulande vielen unbekannt, mittlerweile ist sie jedoch ein fester Bestandteil in vielen Kosmetika, Lebensmitteln und Alltagsprodukten.

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Die Fakten über die Heilpflanze Aloe Vera

Obwohl die Heilpflanze aussieht wie ein Kaktus, gehört sie zu den Liliengewächsen. Die Aloe Vera hat meistens keinen Stamm, wenn nur einen ganz kurzen, der sich aus den Resten älterer Blätter entwickelt.

Sie wachsen mit bis zu 20 Blättern recht flach aus dem Boden. Die Blätter sind 50 cm lang, dick und fleischig und etwa 6 cm breit. Nach einigen Jahren treibt die Pflanze meist einen Blütenstängel aus, an dem sich ein Blütenstand mit länglichen gelben Blüten bildet.

Wissenschaftlicher Name

Botanisch trägt sie den Namen, wie sie auch hauptsächlich bekannt ist: Aloe Vera.

Volkstümliche Namen

Ein anderer Name für die Heilpflanze ist Wüstenlilie, da sie im Sommer 1-2 langstielige Blüten trägt.

Heilwirkungen der Aloe Vera

Aloe Vera besitzt unter anderem folgende Heilwirkungen:

Inhaltsstoffe

Verwendung und Ernte der Aloe Vera

Grade für die äußerliche Anwendung werden Gels der Heilpflanze verwendet. Am frischesten bekommt man das Gel der Aloe Vera, wenn man diese selbst Zuhause anbaut. Sobald die Blätter groß genug sind, kann man sie abschneiden und das darin enthaltene Gel verwenden. Optimal ist die Ernte, wenn die Heilpflanze mindestens zwölf Blätter trägt. Diese sollte man einzeln und immer wieder frisch abschneiden.

Direkt nach dem Abtrennen das Blattes von der Pflanze sollte man den gelben Harz darin ablaufen lassen. Dieser ist reizend und für den Hausgebrauch ungeeignet. Anschließend schneidet man ein so großes Stück des Blattes ab, wie man für die Anwendung braucht. Den Rest des Blattes kann man in einem Frischebeutel einige Tage im Kühlschrank lagern.

Für die äußere Anwendung kann man das Gel einfach auf die entsprechenden Hautstellen auftragen. Für die innere Anwendung kratzt man das Gel der Heilpflanze einfach vorsichtig mit einem Messer heraus und mischt es zum Beispiel in Joghurt oder isst es pur.

Medizinische Anwendung der Aloe Vera

Äußerliche Anwendung

Das Gel der Aloe Vera, egal, ob selbst hergestellt oder gekauft, kann man einfach auf die betroffenen Hautstellen auftragen. Es enthält feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe, wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Man kann das Gel großflächig und großzügig verteilen.

Da das Gel der Aloe Vera gut kühlt, ist es besonders angenehm bei Juckreiz oder nach einem Sonnenbrand, ebenso bei leichten Verbrennungen. Andere Krankheiten und Verletzungen, die die Aloe Vera unter anderem heilend unterstützt, sind: Ekzeme, Akne und Schürfwunden.

In der Industrie wird die Heilpflanze ebenfalls sehr vielseitig verwendet: Von Bodylotions über Zahncremes, Salben oder manchmal auch in Nahrungsmitteln - mittlerweile ist die Aloe Vera in vielen Produkten enthalten. Sie spendet eine Menge Feuchtigkeit oder wirkt zum Beispiel in Zahncreme und Salben auch entzündungshemmend.

Innerliche Anwendung

Der gelbe Saft der Aloe Vera kann zu einem Harz eingedickt werden, bis schließlich ein Pulver entsteht, in welchem das Glycosin Aloid enthalten ist. Dieses Aloin hat eine stark reizende Wirkung, sodass es oft gegen Verstopfung eingesetzt wird.

Das Aloin verstärkt die Darmbewegung und behindert die Rückgewinnung von Wasser im Dickdarm. Dadurch wandert der Nahrungsbrei schneller durch den Darm und die Verstopfung wird so gelindert. Inzwischen wird die Heilpflanze als Abführmittel allerdings als zu drastisch eingeschätzt und daher nicht mehr allzu häufig verwendet.

  • In der Schwangerschaft sollte man dieses Mittel auf gar keinen Fall verwenden, da es Frühwehen auslösen kann! Dies kann sogar zu einer Fehlgeburt führen.

Die Heilpflanze Aloe Vera hilft bei folgenden Leiden:

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
Colitis ulcerosaAkne/unreine Haut
DiabetesBrandwunden
erhöhte BlutfettwerteEkzeme
HustenHautirritationen
ReizdarmInsektenstiche
ReizmagenGeschwüre
SodbrennenHerpes
Stärkung des ImmunsystemsJuckreiz
Neurodermitits
schlecht heilende Wunden
Schürfwunden
Schuppenflechte
Sonnenbrand
Verbrennungen
Zahnfleischentzündungen
  • Es ist zu unterscheiden, ob das Harz oder das Gel verwendet wurde, um die Produkte herzustellen. Das Gel der Aloe Vera ist nämlich weitaus verträglicher als das Harz.

Vorkommen

Die ursprüngliche Aloe Vera kommt vermutlich von den arabischen Halbinseln. Mittlerweile ist sie aber fast überall eingebürgert, zum Beispiel in den subtropischen und tropischen Regionen der Welt, im Mittelmeerraum, in Indien sowie in Mexiko.

Allerdings bekommt man die Heilpflanze mittlerweile auch weltweit als Topfpflanze für drinnen und draußen. Die Aloe Vera braucht einen recht trockenen Standort und darf auch nicht allzu viel gegossen werden, da sie sonst fault.

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