Mit ihren hohen Anschaffungskosten kann die Azalee durchaus als Statussymbol bezeichnet werden. So findet die Heilpflanze aus der Familie der Heidekrautgewächse in üppigen Vorgärten, Schlossgärten und botanischen Gärten Platz. Und davon braucht die buschige Pflanze reichlich.

Ab März begeistert sie mit kräftigen rosa, lila und roten Blüten. In Wissenschaft und Medizin wird die Azalee (Gattung: Rhododendren) auch als Rhododendron bezeichnet (Rhododendron L.).

Volkstümliche Namen sind bisher keine bekannt. Der Großteil der in der Heilpflanze enthaltenen Inhaltsstoffe gilt als äußerst giftig. Darunter finden sich die folgenden:

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Anwendungsbereiche der Azalee

Die Heilwirkung der Azalee ist weithin umstritten. Die spezielle Art der rostblättrigen Alpenrose kommt aber sehr wohl in Medizin und Naturheilkunde zum Einsatz.

Da es sich um eine giftige Pflanze handelt, sollte sie nicht ohne fachkundige Hilfe eingenommen oder äußerlich angewendet werden.

Mit den zahlreichen gesundheitlichen Gefahren und Gefährdungen, die durch eine Behandlung mit Azalee verbunden sind, sollte sie nur als homöopathisches Mittel verwendet werden. Dort ist sie allerdings recht beliebt und kommt unter anderem bei folgenden Leiden zum Einsatz:

Dabei muss unbedingt auf die tägliche Tagesdosis geachtet werden. Wird sie überschritten, ist mit ernsten Nebenwirkungen zu rechnen. Darüber hinaus empfiehlt sich die Verwendung von Fertigpräparaten, denn dadurch sinkt das Risiko einer falschen Dosierung.

Innere Anwendung

Ein Teeaufguss aus Rhododendron-Blättern soll laut Volksmund bei Bluthochdruck, Arthrose, Migräne, Schmerzen in Gesicht oder am Ischias helfen. Hierzu gibt es allerdings keinerlei Belege.

Deshalb und aufgrund der Giftigkeit der Pflanze sollten Laien unbedingt davon absehen, die Azalee als Heilkraut zu verwenden. In der Homöopathie kommen ebenfalls die Blätter und Zweige der Pflanze zum Einsatz. Getrocknet werden daraus homöopathische Präparate hergestellt.

Sie sind in der Apotheke erhältlich, sollten aber nur unter Aufsicht bzw. auf Rezept eines Homöopathen eingenommen werden. Diese Präparate helfen unter anderem bei Neuralgien und Orchitis. Bei der inneren Anwendung kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

Vorkommen

Rhododendren kommen in ihren verschiedenen Erscheinungsformen vor allem in Gebirgen vor.

Die bekannteste und wichtigste Art ist die rostblättrige Alpenrose. Sie kann in den Alpen, im Jure, dem Apennin, den Pyrenäen sowie im Balkan gefunden werden.

Sie ist also auch in Europa eine wild wachsende Pflanze. Was ihren Standort betrifft, bevorzugt die Azalee saure Böden, wie man sie in den höher angesiedelten Nadelwäldern vorfindet.

Kaum anzutreffen ist sie hingegen auf kalkhaltigen Böden.

Sammelzeit

Die Zweige und Blätter dieser Heilpflanze werden meist in den heißen Sommermonaten eingesammelt. Nachdem sie getrocknet wurden, können sie weiterverarbeitet werden.

Standort

Idealerweise findet die Azalee in einem nach Osten oder Westen ausgerichteten Blumenfenster Platz. Da diese Pflanzen einen halbschattigen Standort bevorzugen, kommt auch ein südseitiger Platz in Frage. In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanzen nicht zu sehr dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind. Gardinen, sonnenliebende Pflanzen oder Büsche schirmen die Azalee vor der Mittagssonne ab.

Boden

Als Substrat verwendet man ein möglichst kalkfreies Gemisch. Es sollte einen Teil Komposterde sowie zwei Teile Torf und einen Teil scharfen Sand oder Perlite enthalten. Alternativ dazu eignet sich auch ein reines Torfkultursubstrat.

Im Fach- und Baumarkt gibt es fertig gemischte Rhododendronerde, die kalkfrei und leicht sauer ist. Außerdem besitzt sie eine lockere Struktur.

Damit ist sie das ideale Substrat für gesund wachsende Azaleen. Zum Düngen kann Flüssigdünger für Azaleen verwendet werden. Dieser kommt außerhalb der Blütezeit (Frühjahr bis Herbst) zum Einsatz.

Sorten

Die Azalee ist in den verschiedensten Sorten, die eine Wuchshöhe von bis zu 60 Zentimetern erreichen können, erhältlich. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die Indische Azalee sowie die Japanische Azalee. Sie unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Blätter. Während die Indische Azalee glänzende, haarige Blätter besitzt, weist die Japanische Azalee eher ledrige Blätter auf. Beide gibt es in rosa und roten Tönen, wobei die Indische Azalee auch mehrfarbig sein kann.

Pflege

Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da die Wurzeln und Stängel sehr schnell zu faulen beginnen. Andererseits führt Ballentrockenheit zum Verlust der Knospen an der Pflanze. In diesem Fall hilft es, die Pflanze an einen kühleren Standort zu stellen und sie etwas mehr zu gießen.

Azaleen können und sollen zurück geschnitten werden. Nach der Blüte entfernt man lange Triebe einfach ab. Die Azalee treibt dann recht schnell wieder aus und bleibt buschig. Trotz der Fäulnisgefahr brauchen Azaleen feuchte Wurzeln. Es gilt, einen guten Mittelweg zu finden. Am besten reichlich mit kalkfreiem Wasser (Regenwasser) gießen und für eine gute Abflussmöglichkeit sorgen.

Schädlinge

Pflegt man diese Heilpflanze nicht richtig, kommt es schnell zum Blattlausbefall. Auch Spinnmilben und weiße Fliegen sind ungebetene aber häufige Gäste schlecht gepflegter Azaleen. Darüber hinaus leiden Azaleen mitunter an Befall durch Gewitterfliegen und Dickmaulrüssler.

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