Beinwell

Der Echte Beinwell ist ein optimales Mittel bei Knochenbrüchen, Wunden und Beschwerden bzw. Verletzungen des Bewegungsapparates.

Äußerlich angewandt ist er also ein echtes Wundermittel, innerlich wird er aufgrund des Gehaltes an Pyrrolizidinalkaloiden dagegen nicht mehr verwendet.

In Maßen genutzt, kann er aber auch als Nahrungsmittel dienen und wie Spinat verwendet werden.

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Die wichtigsten Fakten über den Beinwell

Beinwell ist eine Pflanzengattung, aus der vor allem der Echte Beinwell als Heilpflanze genutzt wird. Der Name verweist dabei bereits auf seinen Haupteinsatz, die Heilung von Knochenbrüchen und offenen Wunden sowie bei Verletzungen von Bändern und Sehnen.

Auch der wissenschaftliche Gattungsname verweist darauf: Symphytum stammt aus vom griechischen Wort 'symphýein', das so viel wie 'zusammenwachsen' bedeutet. Früher war auch der Gattungsname Consolida gebräuchlich. Auch er bedeutet 'zusammenwachsen', geht aber auf das lateinische Wort 'consolidare' zurück.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Echte Beinwell unter dem Namen Symphytum officinale bekannt.

Volkstümliche Namen

Der Echte Beinwell ist im Volksmund auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Echte Beinwell ist eine Pflanzenart der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und der Gattung Beinwell (Symphytum, früher auch Consolida).

Heilwirkung des Beinwells

Der Beinwell wirkt:

Inhaltsstoffe

Die Heilpflanze enthält hauptsächlich:

Anwendung des Beinwells

Der Beinwell wird hauptsächlich äußerlich eingesetzt, da die innerliche Anwendung gesundheitsschädlich sein kann. Die echten Stärken der Heilpflanze liegen aber sowieso bei der äußerlichen Anwendung.

Äußerliche Anwendung

Für die Behandlung von Wunden und anderen Verletzungen werden sowohl frische als auch getrocknete Wurzeln verwendet. Auch die Blätter enthalten den Wirkstoff Allantoin, wirken aber weniger stark.

Traditionell werden die Beinwellwurzeln in Form von Salben oder Umschlägen bei Knochenbrüchen eingesetzt, da sie das Zusammenwachsen der Knochen fördern und helfen, den Schmerz zu lindern.

Darüber hinaus werden sie aber auch bei vielen Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparats wie Verstauchungen, Verspannungen, Arthrose sowie diversen anderen Problemen eingesetzt.

Durch die ausgeprägten wundheilenden, reizlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften des Allantoins wird er auch zur Wundheilung verwendet.

Aufgrund des Gehaltes an Pyrrolizidinalkaloiden rät die Kommission E, das Heilkraut nicht bei verletzter Haut anzuwenden. Bei offenen Wunden kann man sicherheitshalber auf den reinen Wirkstoff Allantoin zurückgreifen.

Innerliche Anwendung

Die Heilpflanze enthält unterschiedliche Mengen an Pyrrolizidinalkaloiden, die in hoher Dosierung krebsauslösend und leberschädigend wirken. Daher ist von einer innerlichen Anwendung abzuraten.

Auch die Kommission E schränkt aufgrund dieses Stoffes den Gebrauch von Beinwell ein. In der traditionellen Volksheilkunde wurde das Beinwellkraut gegen viele Beschwerden wie Husten, Verdauungsbeschwerden und Nierenschwäche innerlich als Tee oder Tinktur verwendet.

Da es dafür aber auch zahlreiche weitere Heilpflanzen gibt, sollte man lieber auf diese Anwendung verzichten. Im Handel gibt es allerdings einige Fertigpräparate, die alkaloidfrei sind und daher unbedenklich angewendet werden können.

In der Küche

Frische Beinwellblätter waren auch in der vegetarischen Küche beliebt und wurden zum Beispiel in Bierteig getaucht und ausgebraten oder wie Spinat verwendet. Sie besitzen einen sehr hohen Proteinanteil, der biologisch sehr hochwertig ist. Aufgrund der oben genannten Gründe sollte man sie aber nur gelegentlich in angemessenen Mengen verzehren.

Bei folgenden Leiden hilft der Beinwell

äußerliche Anwendunginnerliche Anwendung (heute nicht mehr empfehlenswert!)
KnochenbruchHusten
KnochenhautentzündungVerdauungsbeschwerden
NarbenschmerzenNierenschwäche
offenes Bein
Phantomschmerzen
schlecht heilende Wunden
Schmerzen
Schleimbeutelentzündung
Schnittwunden
Verbrennungen
Quetschungen
Venenentzündung
Sehnenscheidenentzündung
Unterschenkelgeschwüre
Verrenkungen
Verstauchungen
Rheuma
Arthritis
Arthrose
Gastritis
Gelenkschmerzen
Gichtknoten
Ischias
Asthma
Abzesse
Blaue Flecken
Eiternde Wunden
Ekzeme
Furunkel
Geschwüre
Geschwülste
Blutarmut
Bluterguss
Brandwunden
Diabetes mellitus
Insektenstiche
Spinnenbisse
Juckreiz
Hämorrhoiden
Hautrisse
Hornhaut
Krampfadern
Muskelkater
Psoriasis
Schuppenflechte
Varizen
Verhärtung der Brustdrüsen
starke Menstruation

Vorkommen und Sammelzeit des Beinwells

Der Echte Beinwell besitzt ein natürliches Verbreitungsgebiet, das von Spanien über England bis ins westliche Sibirien und nach China reicht. An feuchten, nährstoffreichen Standorten ist er häufig zu finden. Dabei bevorzugt er stickstoffhaltige Böden an sonnigen bis halbschattigen Gräben, an feuchten Wegrändern und Wiesen sowie Ufern, Auenwäldern und Moorwiesen.

Sammelzeit

Die Blätter werden von April bis Mai gesammelt, während die Wurzeln im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr ausgegraben werden.

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