Christrose

Mitten im Winter zeigt sich die schöne Christrose mit ihren leuchtenden Blüten und schmückt viele Gärten. In der Natur ist die hübsche Giftpflanze aber geschützt und kommt eher selten vor.

Aber nicht nur deshalb sollte man auf das Sammeln der Pflanze verzichten. Schließlich ist sie auch sehr giftig und sollte keinesfalls selbst ausprobiert werden.

In homöopathischen Dosen ist sie dagegen bei verschiedenen Beschwerden wie Herzschwäche, hohem Blutdruck und Neuralgien wirksam.

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Die wichtigsten Fakten über die Christrose

Der volkstümliche Name Christrose bezieht sich auf die Tradition, die Blume so zu kultivieren, dass sie zu Weihnachten aufblüht, während ein anderer Name ('Schneerose') sich auf die extrem frühe Blühzeit bezieht.

Die Gift- und Heilpflanze ist aber auch unter dem Namen Schwarze Nieswurz bekannt und verweist damit sowohl auf die alte Verwendung als Niespulver als auch auf das schwarze Rhizom der Blume. Auch das lateinische Artepitheton ('niger') bezieht sich auf dieses schwarze Rhizom.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist die Christrose als Helleborus niger bekannt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist die Gift- und Heilpflanze aufgrund des markanten Blühzeitpunktes auch unter folgenden Namen bekannt.

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Christrose gehört innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) zur Gattung Nieswurz (Helleborus). Von der Pflanzenart sind zudem zwei Unterarten bekannt.

Helleborus niger subsp. niger ist dabei die häufigere Unterart und ist im ganzen Verbreitungsgebiet der Art zu finden, während Helleborus niger subsp. macranthus vor allem in Südtirol und dem Tessin vorkommt.

Heilwirkung der Christrose

Die Heilpflanze ist stark giftig und darf daher nur homöophatisch verwendet werden! Dann wirkt sie vor allem:

Inhaltsstoffe

Die Wurzel der Christrose enthält folgende Wirkstoffe:

Anwendung der Christrose

Äußerliche Anwendung

Niespulver

Früher wurde das Pulver der Christrosen-Wurzel als Niespulver verwendet. Zudem war es Bestandteil des 'Schneeberger Schnupftabaks'. Heute ist es aufgrund der Giftigkeit nach EU-Recht nicht mehr als Niespulver zugelassen.

Innerliche Anwendung

  • Die Christrose ist stark giftig! Daher eignet sich die frische Pflanze nicht für die Selbstbehandlung. Es sollten nur verschriebene Fertigpräparate oder homöopathische Mittel angewendet werden.

Vergiftungen mit der Christrose führen zu Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Ohrensausen sowie Herzklopfen mit verlangsamtem Puls und in schweren Fällen vom Delirium bis hin zum Tod.

Früher wurde das Wurzelpulver der Blume gegen Herzschwäche und Wahnsinn genutzt. Da die potenziellen Folgen jedoch enorm sind, findet diese Verwendung heute nicht mehr statt.

Zwar enthält die Christblume wirksame Herzglykoside, aber die ebenfalls in der Blume vorkommenden Saponine und das Protoanemonin unterbinden eine medizinische Verwendung. Zudem ist die Wirkung bei anderen herzwirksamen Pflanzen wie dem Fingerhut auch besser.

Das in der Christrose enthaltene Alkaloid Cyclopamin kann möglicherweise bei der medizinischen Behandlung von Krebs genutzt werden. Diese Verwendung ist jedoch noch nicht ausreichend erforscht.

Homöopathie

In der Homöopathie wird die Heilpflanze ab Dosen von D3 gegen hohen Blutdruck, zur Stärkung des Herzens sowie bei Problemen des Nervensystems verwendet.

Verdünnte Präparate werden zudem in der Frauenheilkunde genutzt.

Bei folgenden Leiden hilft die Christrose

Innerliche Anwendungen (Homöopathisch ab D3!)
Herzschwäche
Bluthochdruck
Bronchitis
Krebs
Fieber
Nahrungsmittelvergiftungen
Durchfall
Verstopfung
Ödeme
Juckreiz
geschwollene Füße
Wassersucht
Menstruationsschwäche
Migräne
Depressionen
Angstzustände
Neuralgien
Ischias
Wadenkrämpfe

Vorkommen und Sammelzeit der Christrose

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Christrose erstreckt sich von den östlichen Nord- und Südalpen bis hin zum Vorarlberg. Die Art ist aber auch im Apennin sowie im nördlichen Balkan zu finden.

Dabei wächst sie in Tallagen und Höhen bis zu 1.900 Meter und liebt kalkreiche Standorte. In Bayern und den Alpen kann man sie vor allem an buschigen Hängen sowie in lichten Buchen- und Buchenmischwäldern, aber auch in Fichtenwäldern und in Flaum-Eichenwälder finden.

Die hübsche Blume und ihre Sorten werden auch gern kultiviert und in Gärten oder Parks angepflanzt.

Sammelzeit

Die Giftpflanze sollte nicht selbst gesammelt werden. Sie ist nur in homöophatischen Dosen oder als Fertigpräparat zu empfehlen.

Zudem ist die Christblume gemäß der roten Liste als in Deutschland gefährdet eingestuft und durch die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Insbesondere das Ausgraben und Sammeln der Pflanze ist daher untersagt.

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