Edelkastanie

Während sie in Südeuropa weit verbreitet ist, wächst die Edelkastanie in Mitteleuropa vor allen in Parks und wird wegen ihrer stärkereichen Frucht, der Marone, geschätzt.

Sowohl die Früchte als auch die Blätter besitzen aber auch heilsame Kräfte.

Wenn im Herbst die stacheligen Früchte zu Boden fallen, finden sie oft schnell zahlreiche Abnehmer, die aus der Frucht köstliche Leckereien zaubern.

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Die wichtigsten Fakten über die Edelkastanie

Der schöne Baum ist vor allem wegen seiner leckeren Frucht, der Marone, bekannt und diente in den Bergregionen Südeuropas lange Zeit als Hauptnahrungsmittel. Als Heilpflanze ist sie vor allem in der Bach-Blütentherapie bekannt.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird die Edelkastanie unter dem Namen Castanea sativa geführt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist die Edelkastanie auch nach ihrer Frucht als Maroni oder Marone bekannt. Man kennt sie aber auch unter folgenden Namen:

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Edelkastanie gehört zur Gattung der Kastanien (Castanea) und zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae).

Heilwirkung der Edelkastanie

Die Edelkastanie wird hauptsächlich wegen ihrer Frucht, der Marone, geschätzt, aber sie wirkt auch als Heilpflanze:

Roh wirkt die Marone zusammenziehend.

Inhaltsstoffe

Im Gegensatz zu anderen Nüssen enthält die Marone mehr Kohlenhydrate als Fett. Sie besitzt einen hohen Gehalt an Stärke und Saccharose, aber auch an Wasser. Pro 100 Gramm enthalten die frischen Früchte im essbaren Teil:

Da die Marone frei von Prolamin und Glutenin ist, wird das Mehl bei Zöliakie-Patienten geschätzt. Allein ist das Mehl aber nicht backfähig. Die getrockneten Blätter enthalten:

Anwendung der Edelkastanie

Als Heilpflanze ist die Edelkastanie weniger bekannt. Die Marone wird vor allem als essbare Frucht geschätzt und zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Aminosäuren aus.

Geröstet, glasiert oder in Süßspeisen verwendet, ist die Frucht nicht nur in Südeuropa beliebt, sondern auf jedem Weihnachtsmarkt zu finden. Puddings, Kastanienbrot, Vermicelles, Liköre und vieles mehr werden aus der Marone hergestellt.

Da die Früchte basenreich sind, helfen sie bei übersäuertem Magen. Außerdem stärken sie das Nervensystem. Hildegard von Bingen empfahl die Marone auch bei Erkrankungen der Leber und der Milz. Beliebt sind sie auch als Nahrungsmittel für Hunde mit Diabetes und Sodbrennen. Die rohe Marone wirkt zusammenziehend und hilft bei Durchfall.

Innerliche Anwendung

Während die Marone in der traditionellen Heilkunde wenig verbreitet ist, werden die Blüten in der Bachblütentherapie unter dem englischen Namen Sweet Chestnut verwendet.

Tee

Ein Tee aus den getrockneten Blättern hilft bei Bronchitis, Keuchhusten und Asthma.

Bei Entzündungen des Rachenraums kann man mit dem kalten Tee gurgeln.

Bei folgenden Leiden hilft die Edelkastanie

innerliche Anwendung
Entzündung des Rachenraums
Asthma
Bronchitis
Keuchhusten
Durchfall

Vorkommen und Sammelzeit der Edelkastanie

Als wärmeliebende und submontan-mediterrane Baumart liebt die Edelkastanie temperat-humide, ozeanische Klimabedingungen und saure Böden. Spätfröste, Sommertrockenheit sowie staunasse Böden mag sie nicht.

Ursprünglich war die Art vor allem im Mittelmeerraum beheimatet, wurde aber schon sehr früh über die Grenzen des natürlichen Vorkommens hinaus angebaut und genutzt. Heute findet man sie daher nicht nur in Südeuropa, sondern auch in vielen Parkanlagen in Deutschland.

Die Vorkommen der Edelkastanie beschränken sich aber heute nicht nur auf Europa, sondern auch in China, Südkorea, Japan und Nordkorea wird sie großflächig angebaut.

Sammelzeit

Die Marone, also die Frucht der Edelkastanie, wird im Herbst gesammelt und weiterverarbeitet.

  • Wichtig ist dabei, stets unbeschädigte Früchte zu sammeln, da sie andernfalls von Schimmelpilzen befallen sein können. Diese können das gefährliche und leberschädigende Aflatoxin bilden.

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