Efeu

Den immergrünen, an Mauern und Bäumen emporkletternden Gemeinen Efeu kennt jeder.

Schließlich wird die hübsche Kletterpflanze gerne in Gärten und kleine Sorten sogar als Zimmerpflanze genutzt. Doch nur wenige kennen ihn auch als Heilpflanze.

Zwar sind seine Früchte giftig, aber die Blätter können in Maßen eingesetzt gute Dienste bei Bronchitis, aber auch bei Wunden, Cellulitis, Hexenschuss und anderen Beschwerden bieten.

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Die wichtigsten Fakten über den Gemeinen Efeu

Schon im klassischen Altertum war Efeu beliebt und den Göttern des Weines geweiht. So wurden die entsprechenden Gottheiten mit Wein- und Efeulaub bekränzt, aber auch in Gärten war die Pflanze reichlich vorhanden, da die Verehrer von Dionysos glaubten, dass ein großes Efeuvorkommen eine Garantie für die Anwesenheit des Gottes sei.

In Deutschland nutzte man die Pflanze, die mit ihren immergrünen Blättern ein Symbol für die Ewigkeit ist, ab dem 16. Jahrhundert ebenfalls in Gärten, aber auch als Heilpflanze.

Da alle Pflanzenteile, insbesondere aber die Früchte, giftig sind, wird heute nur wenig von ihr Gebrauch gemacht. Im Jahr 2010 war der Efeu Arzneipflanze des Jahres, um seine heilsamen Kräfte wieder mehr in den Blickpunkt zu holen.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Gemeine Efeu unter dem Namen Hedera helix bekannt.

Volkstümliche Namen

Der großflächig rankende Gemeine Efeu ist auch als Gewöhnlicher Efeu bekannt. Teilweise ist noch der alte Name Eppich, der auch für weitere Pflanzen (Liebstöckel, Petersilie und Echter Sellerie) verwendet wird, in Gebrauch. Weitere Namen aus dem Volksmund sind an das Aussehen der Heilpflanze geknüpft:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Gemeine Efeu ist eine Pflanzenart aus der Familie der Araliengewächse (Araliaceae) und gehört zur Gattung Efeu (Hedera).

Heilwirkung des Gemeinen Efeus

Die Blätter des Gemeinen Efeus werden in geringen Dosen eingesetzt. Sie wirken:

Inhaltsstoffe

Die unterschiedlich gestalteten Gemeinen Efeus enthalten unter anderem:

Anwendung des Gemeinen Efeus

Efeu wird zur Behandlung verschiedenster Entzündungserkrankungen eingesetzt, vor allem die Blätter.Auch zur innerlichen Einnahme eignen sich ausschließlich die Blätter und in geringem Maße auch die Blüten.

Die schwarzen Beeren der immergrünen Pflanze sind für Menschen giftig. Da sie aber äußerst bitter und alles andere als wohlschmeckend sind, kommen Vergiftungen nur selten vor.

Äußerliche Anwendung

Kompressen, Umschläge und Bäder

Die Heilpflanze kann äußerlich unbedenklich genutzt werden und dient in Form von Breiumschlägen, Kompressen und Bädern zur Wund- und Schmerzbehandlung sowie gegen Cellulite und Geschwüre.

Ölauszug und Salben

Ein die Durchblutung und den Stoffwechsel förderndes Öl oder eine Salbe kann man ebenfalls herstellen. Für das Öl nimmt man eine handvoll Efeublätter und setzt diese mit 150 ml Pflanzenöl an.

Nachdem diese Mischung ein bis drei Tage an einem warmen Ort gestanden hat, gibt man dem gefilterten Öl ätherische Öle aus Rosmarin (10 Tropfen), Thymian, Minze, Wacholder, Zimt, Basilikum, Bergamotte oder anderen durchblutungsfördernden Pflanzen (jeweils 5 Tropfen) zu.

Für die Salbe, die auch hilft, Körperfett abzubauen, und bei Geschwüren, Wunden sowie Schmerzen des Bewegungsapparates dienlich ist, nimmt man 80 ml Efeu-Öl, 6 g Bienenwachs, einen Teelöffel Honig sowie ätherische Öle wie Rosmarin, Thymian und Zimt (je 10 Tropfen).

Innerliche Anwendung

Tee

Efeutee muss sehr vorsichtig eingenommen werden. Er darf nicht zu stark sein und nicht zu lange angewendet werden. Efeublätter finden sich häufig in Mischtees wie Bronchialtees, aber auch eine Teemischung gegen Hexenschuss ist möglich.

Dabei wird ein Teelöffel dieser Mischung verwendet: Sternanis, Weidenrinde, Teufelskralle, Königskerzen, Lavendel, Gänsefingerkraut und Efeu.

Der Tee muss 10 bis 15 Minuten ziehen und sollte dreimal täglich getrunken werden.

Bei folgenden Leiden hilft der Gemeine Efeu

äußerliche Anwendunginnerliche Anwendung
GeschwüreBronchitis
WundenKrampf- und Reizhusten
CellulitisHexenschuss und andere Neuralgien
Schmerzen
Rheuma

Vorkommen und Sammelzeit des Gemeinen Efeus

Efeu stammt ursprünglich aus West-, Mittel- und Südeuropa, wurde mit der europäischen Kolonisation aber in aller Welt verbreitet. Wild wächst er in Wäldern, Auengehölzen, Steinbrüchen sowie Ruinen und klettert an Baumstämmen und Mauern empor.

Aufgrund seiner Zierwirkung und den dunkelgrünen bis gemaserten, immergrünen Blättern wird er auch gern zur Mauer- und Fassadenbegrünung eingesetzt.

Sammelzeit

Die Blätter können den gesamten Sommer von Mai bis August gesammelt werden.

Bei älteren Pflanzen kann man auch die Blüten sammeln.

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