Heilpflanze Eibe

Aufgrund des begehrten Holzes ist die Eibe heute selten geworden. Aber sie wird in der Naturheilkunde auch nur sehr selten genutzt. Die Homöopathie und Schulmedizin schätzt sie dagegen als wirksames Mittel gegen Krebs.

Während die hochgiftige Pflanze in der Antike als Giftmittel diente, wurde sie im Mittelalter auch als Heilpflanze genutzt. Allerdings ist der einzige ungiftige Teil der Pflanze der rote, fleischige Mantel, der den giftigen Samen umgibt.

Vitaminbedarf ermitteln

pfeil
herz

Die wichtigsten Fakten über die Eibe

Die Eibe ist auch als Europäische Eibe oder Gemeine Eibe bekannt und eine sehr giftige Konifere. Die älteste und schattenverträglichste europäische Baumart war im Jahre 1994 Baum des Jahres und 2011 Giftpflanze des Jahres. Aufgrund ihres starken Rückgangs steht sie in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Die Bedrohung der Pflanze geht auf die starke Nutzung des wertvollen Holzes durch den Menschen zurück. So schätzte übrigens schon die berühmte Gletschermumie 'Ötzi' das harte Holz und trug einen Bogenstab sowie ein Beil mit einem Griff aus Eibenholz bei sich.

  • Die Heilpflanze ist bis auf den roten, fleischigen Samenmantel stark giftig und darf nur in homöopathischen Dosen verwendet werden. Auch durch Kochen oder Trocknen werden die Giftstoffe, die im Winter am größten sind, nicht zerstört.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird die Eibe unter dem Namen Taxus baccata geführt.

Volkstümliche Namen

Da das Splintholz der Eibe ausgesprochen elastisch und dehnbar ist, war es bei Bogenschützen sehr beliebt. Daher wird der Baum auch Bogenbaum genannt. Im Volksmund ist die Eibe auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Innerhalb der Koniferen gehört die Eibe zur Gattung der Eiben (Taxus) und zur Familie der Eibengewächse (Taxaceae).

Heilwirkung der Eibe

Alle Pflanzenteile der Eibe sind stark giftig. Eine Ausnahme bildet nur das Fruchtfleisch um den wiederum sehr giftigen Samen. Aufgrund dieser Giftigkeit wird die Heilpflanze heute nur noch in der Homöopathie sowie bei der Krebsbehandlung verwendet.

Entsprechend dosiert oder homöopathisch wirkt sie:

Inhaltsstoffe

Die Eibe ist eine giftige Pflanze, die sehr schnell zu Vergiftungserscheinungen führt. Lediglich der roten Samenmantel ist nicht giftig und schmeckt süß. Bereits eine Einnahme von 50 bis 100 Gramm Nadeln kann tödlich sein.

Die Heilpflanze enthält folgende Giftstoffe:

Das Fruchtfleisch enthält aber auch viel Vitamin C.

Anwendung der Eibe

Die Eibe spielte schon in der griechischen Mythologie eine Rolle. Allerdings nicht als Heilpflanze, sondern bei der Vergiftung der Töchter der Niobe durch die Jagdgöttin Artemis. Auch bei den Römern war die Pflanze wegen ihrer Giftigkeit gut bekannt.

Im frühen Mittelalter wurde sie aber auch bei Krankheiten wie Epilepsie, Diphtherie, Rheumatismus, Hautausschläge und Krätze genutzt.

Heute spielt sie dagegen kaum eine Rolle. Nur in der Homöopathie und bei der Krebsbehandlung werden die Wirkstoffe eingesetzt.

Äußerliche Anwendung

Tinktur

Äußerlich hilft eine Eibentinktur gegen Hautparasiten.

Innerliche Anwendung

Aufgrund der Giftigkeit der Heilpflanze wird vor einer Selbstanwendung der Pflanze abgeraten. Fertigmittel können unter ärztlicher Aufsicht bei Tumoren helfen.

Fruchtmantel

Aus dem fleischigen, roten Fruchtmantel, der den Samen umgibt, wurde früher Marmelade gekocht. Er ist der einzige Teil, der nicht giftig ist und kann auch roh gegessen werden. Dabei darf der Samen auf keinen Fall zerkaut oder mitgegessen werden. Das Fruchtfleisch hilft bei Skorbut.

Kinder sollten diese Früchte nicht essen, weil sie oft die giftigen Samen verschlucken.

Bei folgenden Leiden hilft die Eibe

innerliche Anwendungäußerliche Anwendung
KrebsHautkrankheiten
MammakarzinomLungenerkrankungen
OvarialkarzinomSchnupfen
SkorbutInsektenbekämpfungsmittel
Würmer Krätze
Abführmittel
Blasenleiden
Katarrh
Husten
Magen-Darm-Beschwerden

Vorkommen und Sammelzeit der Eibe

Die Heilpflanze ist sehr standortvage und kommt daher auf vielen möglichen Standorten, die von feucht bis trocken und alkalisch bis basisch reichen, vor. Zudem verträgt sie auch sehr viel Schatten, kann aber auch in der Sonne wachsen.

Aufgrund früherer Übernutzung und teilweise gezielter Ausrottung ist sie heute nur noch selten im Bestand zu finden. Die langsam wachsende Heilpflanze wächst aber nicht nur in Europa, sondern auch im Atlasgebirge in Nordwestafrika, in Kleinasien, im Kaukasus sowie im Nordiran.

Sammelzeit

Die Eibe ist gefährdet, aber einzelne Nadeln kann man im Winter und die Früchte ab September sammeln.

Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant