Heilpflanze Ginseng

Die Wurzeln des Ginsengs sind seit Jahrtausenden bekannt und geschätzt. Die aus Asien stammende Wurzel gilt als Allheilmittel und wirkt nachgewiesenermaßen als Stärkungsmittel gegen Erkältungskrankheiten und fördert das Lernvermögen sowie die Leistungskraft.

Auch als Potenzmittel werden ihm gute Wirkungen zugeschrieben. Die in schattigen Wäldern wachsende Pflanze wird heute auch in Mitteleuropa angebaut und ist in vielen Fertigpräparaten sowie als Nahrungsergänzungsmittel im Handel erhältlich.

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Ginseng - schon lange ein Heilmittel

Die Ginsengwurzel ist eines der beliebtesten Heilmittel der chinesischen Medizin und wird heute auch von der Schulmedizin in ihrer Wirkung anerkannt.

Während die Wurzel in Asien schon lange vor unserer Zeitrechnung in Gebrauch war, kam sie erst im 17. Jahrhundert nach Europa und geriet zwischenzeitlich sogar wieder in Vergessenheit. Heute ist die Heilwurzel auch in den Industrienationen ein beliebtes Heil- und Nahrungsergänzungsmittel.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Ginseng unter dem Namen Panax ginseng bekannt. Panax stammt dabei aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Allheilmittel.

Volkstümliche Namen

Der Ginseng wird entsprechend seiner Herkunft auch Asiatischer, Chinesischer oder Koreanischer Ginseng genannt. Darüber hinaus ist er im Volksmund auch folgende Namen bekannt:

Neben der Art Panax ginseng werden auch weitere Arten der Gattung Panax sowie einige gattungsfremde Pflanzenarten fälschlicherweise als Ginseng bezeichnet.

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Pflanzenart gehört innerhalb der Familie der Araliengewächse (Araliaceae) zur Gattung Panax.

Die Heilwirkung des Ginsengs

Die uralte Heilpflanze besitzt eine Reihe von Heilwirkungen und wird bei vielen Problemen eingesetzt. Ginseng wirkt:

Inhaltsstoffe

Je älter die Wurzel der Heilpflanze, desto mehr Wirkstoffe besitzen sie. Sie enthalten:

Die getrocknete Droge muss dem Europäischen Arzneibuch gemäß mindestens 0,4 % Ginsenosid Rg1 und Rb1 aufweisen. Dies ist der Hauptwirkstoff von Ginseng als Heilmittel.

Anwendung des Ginsengs

Bei der Anwendung unterscheidet man den roten und weißen Ginseng, die jeweils eine andere Trockenprozedur durchlaufen. Roter Ginseng ist dabei öfter in Nahrungsergänzungsmitteln und Medizin enthalten.

Daher vermuten viele mehr Wirkstoffe in dieser Sorte, dabei enthält das Konzentrat aus der weißen Sorte etwa doppelt so viele Ginsenoide wie das aus der roten Sorte.

Die beliebte Heilpflanze wird gern zur Stärkung verwendet. Studien haben gezeigt, dass die Wurzel die körpereigene Abwehr gegen Krankheiten und Stress, das Lernvermögen, das körperliche Leistungsvermögen sowie die Gedächtnisleistung steigert. So werden stressbedingte Infektionserkrankungen wie Erkältungskrankheiten und Grippe wirkungsvoll gemindert.

Ginseng wirkt sich aber auch positiv auf die Stimmungslage und die kognitiven Funktionen aus. Darüber hinaus wird die Pflanze seit Langem auch als natürliches Potenzmittel genutzt.

  • Da Ginsengpräparate zu einer verlängerten Blutungszeit führen können, ist die Einnahme vor operativen Eingriffen dem Arzt mitzuteilen.

Innerliche Anwendung

Nahrungsmittel

In den asiatischen Ländern gehört die Ginsengwurzel zu einem wichtigen und gesunden Nahrungsmittel, das auf viele Weisen verwendet werden kann. So wird es gleichermaßen für Bonbons wie für Suppen, Getränke, Konzentrate und vieles mehr verwendet. Neuerdings gibt es auch Ginsengkaffee, der die Nerven schonen und beruhigen soll.

Fertigpräparate

Meist gibt es Fertigprodukte im Handel, die als Stärkungs- und Kräftigungsmittel eingesetzt werden können.

Wurzel

Bekommt man dennoch die ganze Wurzel oder Wurzelpulver (zum Beispiel als Mitbringsel aus Korea) kann man auch Tees, Tinkturen oder Kräuterweine herstellen und diese ebenfalls als Stärkungsmittel einsetzen.

Bei folgenden Leiden hilft der Ginseng

Innerliche Anwendungen
Rekonvaleszenz nach schweren Krankheiten
Steigerung der Leistungsfähigkeit
Beschleunigung der Regenerationsfähigkeit des Gewebes
Anämie
Gedächtnisschwäche
Ateriosklerose
Stärkung der Libido
Regulierung des Blutzuckerspiegels
Wechseljahresbeschwerden
Förderung der Wundheilung
nach Vergiftungen

Vorkommen und Sammelzeit des Ginsengs

Der Ginseng stammt aus den Wald- und Gebirgsregionen des nördlichen Koreas, des nordöstlichen Chinas sowie dem südöstlichen Sibirien und wurde schon gegen 11 v. Chr. kultiviert, damit man von seinen zahlreichen Heilwirkungen profitieren kann.

Heute wird der Ginseng in allen gemäßigten Breiten angebaut, so auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der Lüneburger Heide gedeiht die Heilpflanze jetzt genauso wie im Brandenburger Grafendorf und im österreichischen Waldviertel.

Der Anbau ist allerdings schwierig und erfolgt ausschließlich von Hand. Zudem wird die Heilpflanze entweder im Wald oder unter Abdeckungen gezogen.

Sammelzeit

Die Wurzeln des Ginsengs werden in der dreimonatigen Erntezeit im Herbst nach frühestens drei oder vier Jahren, besser nach sieben Jahren geerntet.

Je älter sie sind, desto größer werden sie und desto besser ist ihre medizinische Wirkung.

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