Der Holunder-Busch bietet vielfältige Überraschungen. Geht man nach einem alten Volksglauben, so wohnen in ihm die guten Hausgeister. Betrachtet man die Natur- und Pflanzenheilkunde, so bietet er als Heilpflanze vielfältigen Nutzen.

Den Holunderbeeren-Tee kennt nahezu jeder. Darüber hinaus können aus den schwarzen Beeren viele andere wirkungsvolle Anwendungen hergestellt werden. Beispielsweise Saft oder schmackhafte Marmeladen. In der Naturheilkunde wird der Holunder überwiegend bei Erkältungen eingesetzt, kann aber auch andere Leiden lindern.

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Holunder - schwarze Beeren mit heilender Wirkung

Es sind zahlreiche, unterschiedliche Arten des Holunders bekannt. Wobei alle als Halbsträucher, Sträucher oder Bäume wachsen. Abhängig von der Pflanzenart reicht die Wuchshöhe von einem Meter bis hin zu 15 Metern.

Der schwarze Holunderbusch, welcher für die Pflanzenheilkunde von Bedeutung ist, wächst besonders gerne in der Nähe von Behausungen.

Wissenschaftlicher Name

In der Medizin und Wissenschaft wird die Heilpflanze Holunder auch mit dem Namen Sambucus bezeichnet. Ebenso gilt der Name Sambucus nigra.

Volkstümliche Namen

Neben dem wissenschaftlichen Namen haben sich im Laufe der Zeit auch zahlreiche volkstümliche Namen gebildet:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Holunder selbst bildet eine spezielle Pflanzengattung mit mehr als zehn verschiedenen Arten, welche in der Pflanzenfamilie der Moschuskrautgewächse beheimatet ist. Moschuskrautgewächse tragen den wissenschaftlichen Namen Adoxaceae.

Der Holunder als Heilpflanze

In der Natur- und Pflanzenheilkunde sowie in der Homöopathie und teilweise sogar in der Schulmedizin sind verschiedene Heilwirkungen des Holunders anerkannt.

Hauptsächlich kommt der Holunder bei Erkältungen zum Einsatz. Darüber hinaus wirkt die Heilpflanze:

Inhaltsstoffe

Im Holunder sind unterschiedliche Inhaltsstoffe enthalten, die für eine entsprechende Heilwirkung sorgen:

Anwendung des Holunder

Der Holunder kann bei ganz unterschiedlichen Leiden angewandt werden. Dabei ist sowohl eine äußerliche wie auch eine innerliche Anwendung möglich.

Äußerliche Anwendung

Für eine äußerliche Anwendung kann der Holunder wie folgt angewandt werden:

Als Aufguss

Für einen Aufguss werden die Blüten und/oder Beeren der Pflanze getrocknet und in trockener Form mit heißem Wasser übergossen. Im Anschluss daran kann er beispielsweise zum Inhalieren bei einer Erkältung verwendet werden.

Als Hautpflege

Ferner kann ein hergestellter Aufguss auch zum Einreiben der Haut Verwendung finden. Diese Anwendung hilft vor allem bei leichten Verbrennungen und Hautentzündungen.

Breiumschlag

Ein Breiumschlag wird aus den gequetschten Blättern des Holunderbeerenbusches gewonnen. Er hilft bei Verstauchungen, Quetschungen und Wunden auf der Haut.

  • Sowohl die Blätter als auch die Rinde des Busches sind leicht giftig, weshalb lediglich die äußerliche Anwendung anzuraten ist.

Innerliche Anwendung

Innerlich bestehen mehrere Möglichkeiten, den Holunder gegen Krankheiten und vorbeugend anzuwenden.

Als Holunderblütentee

Holunderblütentee wird aus den getrockneten Blüten des Holunderbusches hergestellt.

Hierfür wird ein Teelöffel der getrockneten Blüten mit 250 ml kochendem Wasser übergossen. Der Tee hilft vor allem bei Erkältungskrankheiten sowie bei Fieber.

Er stärkt darüber hinaus das Immunsystem und verfügt über eine harntreibende und blutreinigende Wirkung.

Holunderbeerensaft

Die Holunderbeeren enthalten sehr viel wichtiges Vitamin C, weshalb sie vor allem dabei helfen, die Abwehrkräfte im Winter zu steigern. Darüber hinaus wirkt der Saft der Holunderbeeren leicht abführend.

Bei folgenden Leiden hilft der Holunder

Die Heilpflanze wird bei unterschiedlichen Leiden eingesetzt:

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
Stärkung der AbwehrkräfteAbszesse
Angina pectorisAkne
ArterioskleroseAsthma
ArthritisAtemwegserkrankungen
AtemwegserkrankungenAugenentzündungen
AugenentzündungenBindehautentzündung
BindehautentzündungBronchitis
BlähungenCellulite
BlasenentzündungenEkzeme
BronchitisFalten
DiabetesFurunkel
ErkältungGürtelrose
ErschöpfungHämorrhoiden
FieberHautentzündungen
GichtPrellungen, Quetschungen
GrippeSonnenbrand
HalsschmerzenVerbrennungen
Harndrang
Heiserkeit
Husten
Leberschwäche
Kreislaufschwäche
Kopfschmerzen
Zahnschmerzen

Vorkommen und Sammelzeit

Der Holunder ist im gesamten europäischen Raum vorzufinden. Darüber hinaus findet man ihn in Westsibirien, im nördlichen Indien sowie Kleinasien und Nordafrika vor. In Mitteleuropa gilt die Heilpflanze als die am häufigsten vorkommende Strauchart.

Die Pflanze konzentriert sich vor allem auf stickstoffreiche Standorte. Grundsätzlich ist der Holunder sehr anspruchslos und robust. Er ist frosthart und bevorzugt den Halbschatten.

Sammelzeit

Die Blüten der Pflanze können während der Blütezeit von Juni bis Juli gesammelt werden. Die Beeren der Heilpflanze lassen sich während der Zeit von September bis Oktober einsammeln.

Verwendbare Pflanzenteile

Sowohl die Blüten wie auch die Beeren werden in der Pflanzenheilkunde eingesetzt.

  • Blätter und Rinde vom Holunder sind leicht giftig und daher ist von der Verwendung abzuraten.

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