Heilpflanze Katzenminze

Wer Echte Katzenminze in den Garten pflanzt, wird sicherlich bald Besuch von Katzen bekommen. Diese werden von der Pflanze wahrlich angelockt und wälzen sich gern auf ihr.

Die nach Minze und Zitrone duftende Pflanze ist aber auch für den Menschen interessant und kann als Heilpflanze genutzt werden. In Tees und Rauchmischungen wirkt sie dabei genauso wie in Umschlägen und Salben.

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Die Katzenminze - Lockstoff und Heilpflanze

Die Echte Katzenminze verdankt ihren Namen ihren ätherischen Ölen, die geschlechtsreife Katzen anlocken. Die Gründe für die Wirkung auf die Katzen sind jedoch unklar. Zudem ist die Reaktion genetisch bedingt und erfolgt nur bei circa 50 % der Katzen.

Trotzdem sollte man sich gut überlegen, ob und wo man Katzenminze anpflanzt, wenn man nicht alle Katzen der Nachbarschaft anlocken möchte. Neben den Hauskatzen werden übrigens auch Großkatzen wie Löwen und Tiger von dem Duft angelockt - was hierzulande aber eher ungefährlich sein dürfte.

Ratten werden durch ihn dagegen vertrieben. Der wissenschaftliche Name der Heilpflanze geht wahrscheinlich auf die etruskische Stadt Nepet zurück. Hier wurde die Pflanze früh kultiviert. Im 15. Jahrhundert wurden die frischen Katzenminzenblätter auch zum Würzen von Fleisch genutzt.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird die Echte Katzenminze unter dem Namen Nepeta cataria geführt.

Volkstümliche Namen

Das getrocknete Kraut der Echten Katzenminze ist auch unter dem englischen Namen 'catnip' bekannt und wird gern Katzenspielzeug zugegeben.

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Echte Katzenminze gehört zur Gattung der Katzenminzen (Nepeta) und zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Die Bedeutung der Echten Katzenminze als Heilpflanze

Die Echte Katzenminze wirkt:

Geschlechtsreife Katzen reagieren unterschiedlich auf die Katzenminze. Einige geraten nahezu in einen Drogenrausch und wälzen sich auf dem Boden, während andere keine Reaktionen zeigen.

Inhaltsstoffe

Die Blätter und das Kraut der Heilpflanze enthalten bis zu 0,2 bis 0,7 % ätherisches Öl. Dieses besteht hauptsächlich aus:

  • 10 bis 95 % α- und β-Nepetalacton
  • 10 bis 85 % Nepetalsäure
  • 1 bis 28 % Epinepetalacton
  • Geraniol
  • Citronellol
  • α- und β-Citral
  • Campher
  • Thymol
  • Citronellal
  • Nerol
  • Carvacrol
  • Humulen
  • Farnesen
  • Myrcen
  • Caryophyllen
  • Piperiton und
  • Pulegon

Anwendung der Echten Katzenminze

Wie bei den Katzen kann die Heilpflanze auch auf Menschen leicht euphorisch wirken. Dazu können die getrockneten Blätter als Tee getrunken oder geraucht werden.

Der wichtigste Stoff der Pflanze ist Nepetalacton, welches Katzen und potenzielle Bestäuber anlockt und parasitische Insekten, Schadpilze sowie Bakterien abwehrt.

Da der Stoff stark abstoßend auf Flöhe, Stechmücken und Kakerlaken wirkt, kann Nepetalacton oder Katzenminzeöl als wirksamer Repellent genutzt werden.

Äußerliche Anwendung

Umschläge

Die Blätter der Katzenminze eignen sich bei äußeren Verletzungen für einen Umschlag.

Salben

Zudem wird die Heilpflanze gelegentlich auch in Salben verwendet und hilft so bei Beschwerden wie Rheuma oder Hämorrhoiden.

Innerliche Anwendung

Tee

Für einen Tee aus Katzenminze übergießt man zwei Esslöffel getrocknete Katzenminze mit 0,25 Liter heißem, aber nicht kochendem Wasser und lässt den Aufguss fünf Minuten ziehen. Man kann aber auch die frischen Blätter verwenden und den erfrischenden Geschmack, der an Minze und Zitrone erinnert, genießen.

Ein Katzenminzetee hilft Schmerzen und Fieber zu lindern, entspannt, ist schweißtreibend, löst Krämpfe und regt die Verdauung an.

Durch die beruhigende Wirkung kann er auch bei Schlaflosigkeit, Reizbarkeit und Nervosität gute Dienste leisten. Zudem hilft er durch seine antibakteriellen Eigenschaften bei chronischer Bronchitis und beugt Infektionen vor.

Rauchen

Das Kraut kann man pur oder mit Tabak vermischt rauchen und wird als Marihuana-Ersatz genutzt. Die Wirkung ist allerdings sehr schwach.

Frische Blätter gegen Zahnschmerzen

Wer die frischen Blätter der Heilpflanze kaut, erhält Linderung bei Zahnschmerzen.

Bei folgenden Leiden hilft die Echte Katzenminze

innerliche Anwendungäußerliche Anwendung
SchlaflosigkeitVerletzungen
ReizbarkeitRheuma
NervositätHämorrhoiden
Zahnschmerzen

Vorkommen und Sammelzeit der Echten Katzenminze

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Echten Katzenminze liegt in Südeuropa, Asien und Afrika. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts ist sie aber auch in Mitteleuropa verwildert und wächst hier zerstreut an Hecken, auf Schuttplätzen sowie an Weg- und Straßenrändern.

Dabei bevorzugt sie einen mäßig trockenen und nährstoffreichen Boden und liebt warme Sommer und Stickstoff. Meist findet man sie auf sandigen oder steinigen Lehmböden.

Sammelzeit

Die Blätter und das Kraut der Heilpflanze können den gesamten Sommer hindurch gesammelt werden.

Anbau der Katzenminze

Die Heilpflanze Katzenminze ist ein sehr beliebter Gast in heimischen Gärten. Der Grund hierfür sind natürlich ihre vielen gesunden Wirkungen.

Doch auch Katzenliebhaber pflanzen die Minze ganz bewusst, um ihren geliebten Vierbeinern etwas Gutes zu tun. Wer die Katzenminze selbst anbauen und von ihren Vorteilen profitieren will, muss hierbei natürlich ein paar Dinge beachten. Welche das sind, soll im Folgenden geklärt werden.

Verschiedene Arten

Ehe die Katzenminze angepflanzt werden kann, muss zunächst einmal beschlossen werden, welche Art es sein darf. Die Heilpflanze kommt in unterschiedlichen Größen und Farben daher und kann somit perfekt an jeden Garten angepasst werden.

Auch die Blütenkelche der verschiedenen Arten der Minze sind teils sehr unterschiedlich geformt. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass die Katzenminze eine sehr abwechslungsreiche und wandelbare Heilpflanze ist.

Wer will, dass die Minze besonders lang blüht, kann unter anderem auf diese Arten zurückgreifen:

Der perfekte Standort

Wer die Heilpflanze anbauen will, sollte genau wissen, welcher Standort der Richtige ist. Katzenminze ist sehr anpassungsfähig und kann sowohl im Beet als auch im Blumenkübel angepflanzt werden. Die Pflanze gedeiht demzufolge im Garten genauso gut wie auf dem Balkon oder der Fensterbank.

Der ideale Standort der Minze ist:

Demzufolge ist es von Vorteil, wenn der Boden, auf dem die Heilpflanze angebaut wird, sehr locker ist. Dies hat zur Folge, dass sich die Nässe nicht staut, sondern schnell abfließt.

Gießen, düngen und jäten

Wie jede andere Pflanze auch, muss natürlich auch die Katzenminze regelmäßig gegossen werden, damit sie nicht austrocknet. Ideal ist es, wenn die Pflanze regelmäßig und in Maßen gegossen wird.

Außerdem gibt es einen Merksatz, wenn es um das Gießen der Katzenminze geht.

  • Der Merksatz besagt: Je silbriger beziehungsweise grauer die Blätter der Heilpflanze sind, desto weniger Wasser benötigt sie.

Im Umkehrschluss bedeutet dass, dass es Sorten mit sehr grünem Laub sehr frisch und auch schattiger mögen. Wer will, dass die Minze noch besser gedeiht, kann sie im Frühjahr mit Dünger oder Kompost versorgen. Damit sich die jungen Pflanzen gut im Garten etablieren können, ist es außerdem empfehlenswert, sie frei von Unkraut zu halten und das Beet regelmäßig zu jäten.

Blütezeit

Die Blütezeit der Katzenminze hängt stark von der Art ab. Wer die Blüte der Pflanzen verlängern will, kann sie nach der ersten Blüte gegen Ende Juli zurückschneiden. Meist schlägt die Katzenminze dann noch einmal aus und entwickelt auch neue Blüten.

Schädlinge

Die Heilpflanze Katzenminze ist sehr resistent gegen die meisten Umwelteinflüsse und muss auch kaum Schädlinge befürchten. Der größte Feind der Minze ist – der Name lässt es bereits vermuten – die Katze. Die Vierbeiner lieben die Pflanze oder eher gesagt die darin enthaltenen Inhaltsstoffe.

Demzufolge müssen Gärtner die Pflanze davor schützen, von den Katzen angeknabbert zu werden. Dies gelingt am besten, wenn man eine Art Drahtkäfig um die Katzenminze aufstellt, der verhindert, dass die Tiere an die Heilpflanze herankommen. Auch ein übergestülpter Drahtkorb hilft gegen die Angreifer, sorgt allerdings auch dafür, dass die Pflanze weniger schön aussieht.

Ein anderer Gärtner-Trick besagt, dass Katzenminze-Pflanzen, die in Gruppen angepflanzt wurden, weniger anfällig als einzelne Pflanzen sind.

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