Heilpflanze Koriander

Der Koriander ist nicht nur mit Kümmel, Fenchel und Anis verwandt, sondern teilt auch deren positive Wirkung auf die Verdauung.

In der asiatischen und nahöstlichen Küche wird die aromatische Gewürz- und Heilpflanze auch gern bei Gerichten verwendet.

Dabei können sowohl die frischen Blätter, die allerdings nicht jedermanns Geschmack sind, oder die milderen getrockneten Samen oder Blätter verwendet werden.

Vitaminbedarf ermitteln

pfeil
herz

Der Koriander: Gewürz- und Heilpflanze mit Tradition

Der Echte Koriander ist eine weltweit geschätzte und angebaute Heil- und Gewürzpflanze, die schon seit 5000 vor Christus verwendet wurde.

So wurde die Heilpflanze auf einer Tontafel, die die Pflanzen des Palastgartens von dem babylonischen König Marduk-apla-iddina II auflistete, gefunden. Der Name Koriander geht auf die griechischen Wörter Koris (Wanze) und amon bzw. aneson (Anis) zurück.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Koriander unter dem Namen Coriandrum sativum bekannt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist die Pflanze auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Echte Koriander ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und gehört zur Gattung Koriander (Coriandrum).

Die Heilwirkung des Korianders

Die aromatische Würz- und Heilpflanze wirkt:

Inhaltsstoffe

Koriander enthält viele ätherische Öle, die vor allem im Samen enthalten sind. Folgende ätherische und fette Öle sind in den Samen enthalten:

Im Kraut und in der Wurzel sind folgende Stoffe enthalten:

Anwendung des Korianders

Der Echte Koriander ist frisch und getrocknet ein beliebtes Gewürzkraut, besitzt aber auch medizinisch wirksame Inhaltsstoffe und kann als Heilpflanze verwendet werden. Dabei bereitet man meistens Tee.

Aber auch die Verwendung als Tinktur ist möglich.

Die medizinische Wirkung wurde sogar von der staatlichen Kommission E, die die Wirkung von Heilpflanzen untersucht, bestätigt. Sie empfiehlt das Kraut bei Appetitlosigkeit und Dyspepsie.

Innerliche Anwendung

Wie alle stark wirksamen Heilpflanzen sollte Koriander nicht mehr als sechs Wochen am Stück eingenommen werden, um eine Gewöhnung zu vermeiden.

Tee

Koriander in Form von Tees oder Teemischungen leitet Darmgase aus und hilft daher wunderbar bei Blähungen und Völlegefühl. Für die Zubereitung kann man entweder getrocknete Blätter oder zerstoßene Samen verwenden. Die Wirkung dieser beiden Pflanzenteile ist ähnlich.

Tee aus Blättern: Ein bis zwei Teelöffel getrocknete Korianderblätter werden mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Zehn Minuten ziehen lassen.

Tee aus Samen: Koriander-Samen zunächst mit einem Mörser zerstoßen, ein bis zwei Teelöffel davon mit einer großen Tasse Wasser ansetzen und zum Kochen bringen. Kocht das Wasser, die Mischung vom Herd nehmen und zehn Minuten ziehen lassen. Der abgeseihte Koriandertee wird ein bis dreimal täglich in kleinen Schlucken getrunken.

Gut wirksam gegen Verdauungsschwäche und Blähungen ist auch eine Teemischung aus Koriander-, Anis-, Kümmel- und Fenchelsamen.

Tinktur

Eine Koriandertinktur kann man aus zerstoßenen Koriandersamen oder -blättern herstellen, indem man die Pflanzenteile mit Doppelkorn oder Weingeist übergießt und die Mischung verschlossen circa eine Woche ziehen lässt.

Die abgeseihte Tinktur wird in eine dunkle Flasche abgefüllt und kann täglich ein- bis dreimal eingenommen werden. Bei akutem Bedarf kann man ebenfalls 10 bis 50 Tropfen nehmen.

Korianderhonig

Ein Korianderhonig hilft gegen Husten und lässt sich leicht aus zerstoßenen Koriandersamen und Honig herstellen.

Bei folgenden Leiden hilft der Koriander

Innerliche Anwendung
Blähungen
Husten
Appetitlosigkeit
Magenkrämpfe
Magenschwäche
Durchfall
Verstopfung
Magen-Darm-Entzündung
Mundgeruch
Epilepsie
Menstruationskrämpfe
Völlegefühl

Vorkommen und Sammelzeit des Korianders

Der Echte Koriander ist wahrscheinlich im Mittelmeerraum beheimatet, aber die genaue Herkunft ist unbekannt. Allerdings wird die Heil- und Würzpflanze heute weltweit angebaut und kommt aber auch verwildert vor.

Sammelzeit

Die Heil- und Gewürzpflanze wird vorwiegend in Töpfen angebaut. Die Ernte der frischen Blätter und Samen erfolgt je nach Zeitpunkt der Aussaat.

Zwischen Aussaat und Ernte liegen in der Regel 20 bis 28 Wochen.

Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant