Linde

Es gibt zahlreiche Arten der Linde. Allesamt sind weitverbreitete Bäume, die mit ihrer enormen Höhe und ihrem prachtvollem Laubbestand viel Schatten spenden können.

Linden sind nicht nur in Wäldern vorzufinden, auch in Städten sind sie sehr beliebt.

Für medizinische und naturheilkundliche Zwecke ist vor allem die Winterlinde von Bedeutung. Sie ist nicht nur bei Fieber und Grippe ein wichtiges Heilmittel. Auch bei weiteren Leiden kann die Heilpflanze von Nutzen sein.

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Die wichtigsten Fakten über die Linde

Die Winterlinde ist ein schattenspendender Laubbaum, der vor allem während des Sommers grünt. Sie kann eine Wuchshöhe von bis zu 30 Metern erreichen.

Ebenso erstaunlich ist mit 1000 Jahren das erreichbare Alter einer Linde. Als relativ anspruchsloser Baum gedeiht die Winterlinde an nahezu jedem Platz. Selbst in Städten wird sie gerne genutzt, um Straßen und Plätze langfristig zu begrünen.

Wissenschaftlicher Name

Die Winterlinde ist unter zwei verschiedenen, wissenschaftlichen Namen bekannt. Zum einen kennt man sie als Tilia grandifolia und zum anderen als Tilia cordata.

Volkstümliche Namen

Ferner haben sich im Laufe der Zeit unterschiedliche volkstümliche Namen geprägt, die wie nachfolgend lauten:

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Winterlinde gehört der namensgebenden Gattung der Linden an. Diese Gattung wird auch mit dem Begriff Tilia bezeichnet. Die Linden gehören der Pflanzenfamilie der Malvengewächse an, dessen wissenschaftlicher Name Malvaceae lautet.

Heilwirkungen der Linde

Als Heilpflanze kann sie zahlreiche Leiden lindern. Hauptsächlich werden Lindenprodukte bei Grippe eingesetzt.

Darüber hinaus sind die Heilwirkungen aber äußerst vielfältig:

Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe der Linde sind umfassend. Nachfolgend sollen die wichtigsten Bestandteile der Heilpflanze genannt werden:

Anwendung der Linde

Die Winterlinde kann bei unterschiedlichen Leiden angewandt werden. Sowohl eine innerliche wie auch eine äußerliche Anwendung ist möglich.

Äußerliche Anwendung

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Als Umschlag

Umschläge werden vor allem zur Wundbehandlung eingesetzt. Ebenso aber auch bei Ödemen oder Furunkeln. Zur Herstellung eines Umschlages wird ein Tuch in Lindentee oder Lindentinktur getränkt. Dieses Tuch wird um die betroffene Hautstelle gewickelt und anschließend mit einem zweiten trockenen Tuch fixiert.

Als Waschung

Auch Waschungen werden zur Behandlung von Wunden vorgenommen. Ebenso wie bei den Umschlägen wird auch für die Waschung ein frischer Lindentee benötigt. Alternativ geht auch hier eine verdünnte Tinktur.

Als Bad

Für Teil- oder Vollbäder gibt es spezielle Badezusätze mit Lindenbestandteilen. Aber auch hier besteht die Möglichkeit, den Tee oder die Tinktur zu verwenden. Bäder sind beispielsweise bei Wassersucht, Ödemen, Falten oder auch zur Wundbehandlung denkbar.

Innerliche Anwendung

Zur innerlichen Anwendung gibt es spezielle Medikamente, beispielsweise Hustenstiller, die die Heilpflanze enthalten. Darüber hinaus können aber auch folgende Produkte selbst hergestellt werden:

Lindentee

Zur Herstellung eines Tees werden die Blüten der Linde benötigt. Man nimmt circa zwei Teelöffel und übergießt diese mit heißem Wasser.

Das Heißgetränk sollte circa zehn Minuten ziehen, bevor die Blüten abgeseiht werden.

Tinktur

Zur Herstellung einer Lindentinktur wird ein Schraubglas mit Linde gefüllt. Diese wird anschließend mit Doppelkorn soweit übergossen, bis alle Teile bedeckt sind. Anschließend wird das Glas verschlossen zwei bis sechs Wochen stehen gelassen.

Nachdem durchziehen müssen alle Teile abgeseiht werden. Die Flüssigkeit wird in eine dunklen Flaschen gelagert. Pro Tag können bis zu dreimal zwischen zehn und 50 Tropfen eingenommen werden.

Bei folgenden Leiden hilft die Linde

Produkte aus der Heilpflanze können bei ganz unterschiedlichen Leiden angewandt werden. Der nachfolgenden Tabelle kann entnommen werden, wann die Linde in welcher Form wirkt:

Innerliche AnwendungÄußere Anwendung
ErkältungRheumatische Beschwerden
Grippale InfekteWassersucht
SchnupfenÖdeme
HustenHexenschuss
HustenkrämpfeIschias-Schmerzen
AppetitlosigkeitWunden
SodbrennenFurunkel
Entzündungen im DarmbereichFalten
Verstopfung
Entzündungen der Blase
Bluthochdruck
Kopfschmerzen
Migräne
Schlaflosigkeit
Angstzustände
Hexenschuss

Vorkommen und Sammelzeit der Linde

Die Pflanze ist in ganz Europa verbreitet. Sie bevorzugt das Mittelgebirge und ist in entsprechenden Gebieten besonders häufig vorzufinden. Etwas seltener ist sie im nördlichen Tiefland anzutreffen. Verstreut findet man sie in sommerwarmen Eichen-Hainbuchen-Wäldern vor.

Sammelzeit

Die frischen Blüten der Linde werden größtenteils im Juni eingesammelt.

Verwendbare Pflanzenteile

Für die Heilkunde und Medizin werden ausschließlich die Blüten der Linde verwendet. Diese können für die innerliche und für die äußerliche Anwendung genutzt werden.

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