Löwenzahn

Ob auf Wiesen, Feldwegen, an Waldrändern oder neben Straßen, der Löwenzahn gedeiht überall.

Zuerst entfaltet er seine gelben Blüten, um anschließend zur lustigen Pusteblume zu werden, die jedem Kind ein Lächeln auf das Gesicht zaubert.

Doch der Löwenzahn ist nicht nur auf Wiesen und Feldern schön anzusehen, sondern ebenso in der Küche, der Hausapotheke und Pflanzenheilkunde. Die unscheinbare Pflanze hat zahlreiche Heilkräfte, mit denen ganz unterschiedliche Leiden gelindert werden können.

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Die wichtigsten Fakten über den Löwenzahn

Der gewöhnliche Löwenzahn wächst circa zehn bis 30 cm hoch. Im Inneren enthält er einen weißen Milchsaft. Ursprünglich stammt die Heilpflanze aus Asien und Europa.

Mithilfe des Menschen konnte sich die Blume auch auf der nördlichen Erdhalbkugel verbreiten. Sporadisch findet man den Löwenzahn auf der Südhalbkugel und hier vor allem in Folge einer Verschleppung.

Wissenschaftlicher Name

Im wissenschaftlichen Bereich sowie in der Schulmedizin und der Alternativmedizin trägt der Löwenzahn den Namen Taraxacum officinale oder auch schlicht Taraxacum.

Volkstümliche Namen

Neben einem wissenschaftlichen Namen führt die Heilpflanze auch verschiedene volkstümliche Namen, die sich im Laufe der Zeit eingeprägt haben. So zum Beispiel:

Gattung/Pflanzenfamilie

Der gewöhnliche Löwenzahn gehört der gleichnamigen Gruppe Löwenzahn an, wobei diese Gruppe ebenfalls den wissenschaftlichen Namen Taraxacum trägt. Die Gattung wiederum findet sich in der Pflanzenfamilie der Korbblütler, welche auch mit dem Namen Asteraceae bezeichnet werden, wieder.

Heilwirkung des Löwenzahns

Nur die wenigsten Menschen wissen, dass der Löwenzahn zahlreiche, unterschiedliche Heilwirkungen hat, mit denen die verschiedensten Leiden gelindert werden können. So wirkt die Heilpflanze unter anderem:

Darüber hinaus hilft der Löwenzahn bei folgenden Beschwerden:

Inhaltsstoffe

Der Löwenzahn verfügt über eine enorme Vielzahl verschiedenster Inhaltsstoffe, welche für die Wirksamkeit der Heilpflanze relevant sind.

In den Blättern finden sich unter anderem folgende Inhaltsstoffe wieder:

In der Wurzel finden sich dahingegen die nachfolgend genannten Inhaltsstoffe:

Anwendung des Löwenzahns

Der Löwenzahn kann als Heilpflanze in unterschiedlichen Varianten angewandt werden. Je nach Leiden kommt eine innerliche oder eine äußere Anwendung infrage.

Äußerliche Anwendung

Als Milch

Die Anwendung als Milch ist relativ simpel. Hierzu muss lediglich die weiße Löwenzahnmilch aus den Stängeln der Heilpflanze gepresst und auf die jeweiligen Hautstellen aufgetragen werden. Die milchige Flüssigkeit hilft gegen Hautbeschwerden, Warzen, Hühneraugen oder Hornhaut.

Die Anwendung sollte mindestens zwei Mal am Tag erfolgen. Darüber hinaus kann die Milch als Wundheiler angewandt werden. Hier wirkt sie vor allem antibakteriell und entzündungshemmend. Ebenfalls kann das Jucken oder Schmerzen von Insektenstichen mithilfe der Löwenzahnmilch gemildert werden.

Innerliche Anwendung

Als Frischpflanzenpresssaft

Sofern eine Graspresse oder ein leistungsfähiger Entsafter vorhanden ist, kann der Presssaft selbst hergestellt werden. Hierzu sollte man drei Mal am Tag 50 Milliliter Saft pressen und diesen in einem Abstand von mindestens 30 Minuten langsam trinken.Vorzugsweise auf leeren Magen.

Alternativ dazu kann man den Saft auch im Handel oder in der Apotheke erwerben.

Als Extrakt

Um ein Löwenzahnextrakt herzustellen, benötigt man die Wurzeln der Heilpflanze, welche zum Zeitpunkt der höchsten Vitalstoffdichte geerntet werden. Diese Wurzeln werden anschließend zu einem sehr dickflüssigen Saft verarbeitet. Von diesem Extrakt sollte man täglich mehrmals einen halben Teelöffel oder eine Messerspitze zu sich nehmen.

Als Tee

Löwenzahntee kann sowohl aus den getrockneten Blättern wie auch aus der Wurzel hergestellt werden. Man nimmt hierfür zwei Teelöffel der getrockneten Pflanzenteile und setzt diese über eine Nacht in kaltem Wasser an. Am nächsten Tag kocht man alles kurz auf, lässt es abkühlen, seiht es ab und fertig ist der Tee.

Bei folgenden Leiden hilft der Löwenzahn

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
FiebersenkendHautleiden
AppetitanregendWarzen
HustenstillendHühneraugen
HarntreibendHornhaut
BlutbildendWundheilung
Blutreinigend
Tonisierend
Menstruationsfördernd
Frühjahrsmüdigkeit
Magenschwäche
Gallenschwäche und Gallensteine
Gicht und Rheuma
Leberschwäche
Chronische Gelenkerkrankungen
Bronchitis
Verstopfung
Allergien
Nierensteine
Arteriosklerose
Kopfschmerzen

Vorkommen und Sammelzeit

Der Löwenzahn kommt nahezu überall in Europa vor. Ob auf Wiesen, an Waldrändern oder an Feldwegen. Selbst an Straßenrändern und Parkplätzen wurde er schon vorgefunden. Löwenzahn benötigt keine besondere Pflege oder Bodenbeschaffenheit.

Sammelzeit

Die Blätter und Blüten des Löwenzahns lassen sich hervorragend während des Frühlings sammeln. Die Wurzeln sollten dahingegen erst während des Frühjahrs oder Frühsommers eingesammelt werden. Aus dem Löwenzahn sollte erst die Pusteblume werden, bevor die Wurzeln gesammelt werden.

Verwendbare Pflanzenteile

Grundsätzlich lassen sich alle Teile des Löwenzahns nutzen. Sowohl die Blüten wie auch die Milch innerhalb der Stängel und die Wurzeln. Letzteres sollte allerdings erst eingesammelt werden, wenn aus den Blüten der Heilpflanze die Pustekugel entstanden ist.

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