Lupine

In vielen Farben und Sorten gibt es die Lupine, die vielen Bauern als hervorragende Gründüngungspflanze bekannt ist. Mithilfe von Knöllchenbakterien bindet sie Luftstickstoff und düngt so den Boden.

Vor allem die seit den 1930er Jahren gezüchteten Süßlupinen sind aber auch hervorragend Futter- und Nahrungspflanzen.

Während die wilden Lupinen giftige Bitterstoffe enthalten, sind die Samen der Süßlupinen frei von Giftstoffen und können zu eiweißreichen Produkten verarbeitet werden. Als Heilpflanze ist die Lupine dagegen weniger bekannt.

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Die wichtigsten Fakten über die Lupine

Die Lupine ist eine viele hunderte Arten umfassende Pflanzengattung, die sich durch proteinreiche Samen auszeichnen. Dies macht insbesondere die gift- bzw. bitterstofffreien Süßlupinen zu einem interessanten Produkt für die Nahrungsmittelindustrie. Als Heilpflanze hilft die Lupine aber auch bei einer Reihe von Problemen.

Gartenlupinen allerdings enthalten bittere Giftstoffe. Zum Einnehmen eignen sie sich nur nach entsprechender Behandlung. Süßlupinen sind dagegen frei von Giftstoffen.

Wissenschaftlicher Name

Zu den Lupinen gehören verschiedene Arten. Als Heilpflanzen werden die unter folgenden botanischen Namen bekannten Arten genutzt:

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist die Pflanze manchmal auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Zur Gattung der Lupine (Lupinus) gehören über hundert Arten und zwei Untergattungen: Lupinus A. Eulupinus Aschers. et Graebn. und Lupinus Platycarpos (Wats.) Kurl. Die Pflanzengattung gehört wiederum zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae).

Heilwirkung der Lupine

Wegen ihrer Giftstoffe und den schwankenden Inhaltsstoffen ist die Lupine keine sehr bekannte Heilpflanze. Ihre Samen wirken:

Inhaltsstoffe

Die Lupinensamen sind ein proteinreiches Nahrungsmittel. Die Zuchtsorten (Süßlupinen) enthalten weniger Gift- und Bitterstoffe und sind so für die Ernährung sowie als Futterpflanze geeignet. Die Samen enthalten:

Anwendung der Lupine

  • Von einer Einnahme wild wachsender Lupinen wird abgeraten. Lupinen enthalten bittere Giftstoffe, die je nach Sorte stark schwanken. Auch der Befall mit Insekten steigert den Gehalt um das bis zu 10-Fache. Je bitterer ein Samen, desto höher ist der Giftgehalt.

Eingelegte Lupinensamen sind im Mittelmeerraum ein beliebter Snack. Sie können aber auch geröstet und zu einem kaffeeähnlichen Getränk (z.B. Altreier Kaffee) verarbeitet werden. Zudem gibt es Lupinenmehl, Lupinenmilch und Lopino, ein Tofu-ähnliches Produkt.

Lupinen sowie Lupinenprodukte zählen aber auch zu den 14 häufigsten Verursachern von Nahrungsmittelallergien. Die zunehmende Verwendung von Lupinenprotein ist daher für einige Allergiker problematisch.

Äußerliche Anwendung

Umschläge

Für einen Umschlag zerquetscht man die Samen oder gibt sie in einen Mörser. Anschließend werden sie mit Wasser zu einem Brei verarbeitet.

Dieser hilft bei Parasiten, die in oder auf der Haut leben, und bei Geschwüren.

Maske

Aus dem Samenmehl kann man eine Maske für müde und schlaffe Gesichtshaut herstellen. Dazu vermischt man das Mehl mit Wasser oder Limonen- bzw. Zitronensaft. Die Maske stärkt und strafft die Gesichtshaut.

Innerliche Anwendung

Samen

Die Samen können gegen Würmer helfen, den Blutzucker senken und harntreibend wirken.

Diätnahrung

Lupinensamen liefern proteinreiche und vielfältige Lebensmittel (Mehl, Milch und das tofuähnliche Lopino), die gut für eine cholesterinarme Ernährung bei Diabetikern, aber auch für Vegetarier bzw. Veganer sowie Milchzucker- oder Soja-Allergiker ist.

Für Rheumatiker ist der Verzehr von Lupinen interessant, da sie im Vergleich zu anderen Hülsenfrüchten und tierischen Eiweißquellen einen geringen Gehalt an Harnsäure bildenende Purine vorweisen. Zudem liefern Lupinenprodukte Vitamin B12, das sonst nur in tierischen, fermentierten oder bakteriellen Produkten vorkommt.

Bei folgenden Leiden hilft die Lupine

Innerliche AnwendungÄußerliche Anwendung
WürmerGeschwüre
hoher BlutzuckerParasiten
DiabetesHautkrankheiten
Diäternährung
Eiweißmangel

Vorkommen und Sammelzeit der Lupine

Es gibt weltweit zahlreiche Lupinenarten. In den 1930er Jahren wurde die Süßlupine gezüchtet, die keine Bitterstoffe enthält. Die Lupine bindet mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft im Boden. Daher ist sie eine beliebte Gründüngungspflanze, die auch auf sehr kargen Böden wächst.

Dank ihrer langen Wurzel gedeiht sie auch auf undurchlässigen Böden.

Sammelzeit

Die Samen reifen von September bis Oktober und können dann gesammelt werden.

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