Heilpflanze Oregano

Vielen ist der Oregano nur von der Pizza bekannt. Doch die beliebte Würzpflanze ist eine gute Heilpflanze, die auch in Deutschland wild vorkommt.

Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, hat sich die Pflanze heute in ganz Europa ausgebreitet und wird weltweit als Gewürz- und Heilpflanze angebaut.

In Form eines Tees oder eines Bades hilft der Oregano nicht nur gegen Husten, sondern auch gegen eine Reihe anderer Beschwerden.

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Die wichtigsten Fakten über den Oregano

Der Oregano ist heute eine weltweit verbreitete und geschätzte Gewürz- und Heilpflanze. Sein Name stammt ursprünglich aus dem Griechischen und wird der Volksetymologie nach aus den Wörtern Berg, Gebirge sowie Glanz; Erfrischung abgeleitet. In der Wissenschaft wird dieser Ursprung allerdings abgelehnt.

Fest steht dagegen, dass der Name vom italienischen 'origano' ins Deutsche gelangte. Die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatete Pflanze wird vor allen in den dortigen Küchen sehr geschätzt, heute kommt der Oregano aber in ganz Europa wild vor und seine Blütendolden werden sehr von Schmetterlingen und anderen Insekten geschätzt.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist der Oregano unter dem Namen Origanum vulgare bekannt.

Volkstümliche Namen

Da das aromatische Kraut Kummer verschwinden lassen, erloschenen Lebensmut wieder aufrichten und Menschen fröhlich machen soll, wird die Heilpflanze auch Wohlgemut genannt.

Der Oregano ist im Volksmund aber auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Der Oregano ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und gehört zur Gattung Dost (Origanum). Von der Heilpflanze sind zudem bis zu sechs Unterarten bekannt.

Heilwirkung des Oreganos

Oregano als Heilpflanze wirkt:

Inhaltsstoffe

Der frische Oregano enthält 267,2 mg Vitamin C pro 100 g Kraut. Zudem enthält die Heilpflanze:

Anwendung des Oreganos

Oregano wird vor allem in der Küche verwendet. Insbesondere die italienische, spanische, aber auch die mexikanische Küche nutzt ihn reichlich. Sein Aroma kombiniert sich hervorragend zu Tomatengerichten, Saucen, Cilli con Carne, Lamm, Omeletts und Pizzen. In der Heilkunde wird Oregano vor allem für Tees genutzt, man kann aber auch eine Tinktur bereiten und ihn äußerlich gegen Wunden einsetzen.

Dioscurides nutzte die Pflanze schon im ersten Jahrhundert n. Chr. und Hippokrates von Kos verwendete sie im Mittelalter zur Geburtsbeschleunigung sowie zur Heilung von Hämorrhoiden. In der modernen Pflanzenheilkunde ist der Oregano dagegen seltener zu finden.

Äußerliche Anwendung

Bad

Ein Oreganobad soll die Tätigkeit der Lymphdrüsen anregen und so entgiften. Durch die auswurffördernde, krampflösende und antibakterielle Wirkung hilft es gut bei Erkältungen, aber auch bei Muskel-, Rheuma- und Menstruationsbeschwerden. Stellenweise gereizte Haut und Wunden sollen sich wegen der antibakteriellen Wirkung ebenfalls bessern.

Für ein Bad verwendet man 100 g getrocknetes Kraut, übergießt es mit einem Liter heißem Wasser und lässt es für zehn bis 15 Minuten zugedeckt ziehen. Der abgeseihte Aufguss wird dem Vollbad hinzugegeben. Man kann aber auch das Oreganoöl verwendet. Davon nutzt man allerdings nur wenige Tropfen, da es sonst die Haut reizen kann.

Innerliche Anwendung

Tee

Ein Tee aus Oregano hilft gegen Husten. Dazu übergießt man einen gehäuften Esslöffel Kraut mit einem viertel Liter kochendem Wasser, lässt ihn zehn Minuten ziehen und süßt ihn mit Zucker oder Honig. Teemischungen mit Oregano können auch gegen krampfartige Magen- und Darmbeschwerden verwendet werden.

Tinktur

Eine Tinktur aus Oregano soll gegen Menstruationsbeschwerden helfen. Sie kann aber auch als Hustentropfen verwendet werden.

Ätherisches Öl

Das ätherische Oreganoöl wirkt dank des Inhaltsstoffs Carvacrol entzündungshemmend. Zudem besitzt es einen sehr hohen Gehalt an Phenolen und wird in der Aromatherapie effektiv gegen Bakterien eingesetzt.

Dazu wird es mit einem Trägeröl (wie Sonnenblumenöl) verdünnt. Bis zu zehnmal täglich können zwei Tropfen eingenommen werden. Das Öl hilft auch bei Verdauungsbeschwerden und Erkrankungen der oberen Atemwege.

Bei folgenden Leiden hilft der Oregano

äußerliche Anwendunginnerliche Anwendung
WundenHusten
Menstruationsbeschwerdenkrampfartige Magen- und Darmbeschwerden
MuskelschmerzenVerdauungsbeschwerden
RheumaErkrankungen der oberen Atemwege

Vorkommen und Sammelzeit des Oreganos

Der Oregano stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, kommt heute aber in ganz Europa natürlich vor und wird weltweit als Heil- und Gewürzpflanze angebaut. Das aromatische Kraut bevorzugt warme Standorte und kalkhaltigen Boden.

Man findet ihn in lichten, trockenen Wäldern wie Eichen- und Kiefernwäldern, aber auch an Weg- und Waldrändern, an sonnigen Hängen, in Hecken sowie in Mager- und Trockenrasen.

Sammelzeit

Das blühende Kraut und die Blätter können von Juni bis September gesammelt und an einem dunklen Ort getrocknet werden.

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