schwarzer Pfeffer

Früher wurde der Schwarze Pfeffer, der von weit her eingeführt wurde, mit Gold aufgewogen. Heute kann sich das scharfe Gewürz dagegen jeder leisten und es wird weltweit stark genutzt.

Während die scharfen Körner aus der Küche nicht wegzudenken sind, kennt man ihre Heilwirkungen eher selten.

Dabei können sie nicht nur den Appetit und die Verdauung anregen, sondern auch bei Magenschwäche, Halsentzündungen und Fieber helfen.

Vitaminbedarf ermitteln

pfeil
herz

Die wichtigsten Fakten über den Schwarzen Pfeffer

Bevor die scharfen Pfefferkörner ihren Weg nach Europa per Schiff antraten, mussten sie mithilfe langer Karawanen über Land transportiert werden. Dank ihrer guten Haltbarkeit war dies kein Problem und für die Händler lohnten sich die Strapazen, da Pfeffer zeitweise sogar mit Gold aufgewogen wurde.

Heute sind die Körner deutlich preiswerter. Das berühmte Sprichwort: 'Geh dorthin, wo der Pfeffer wächst.' verweist aber noch heute auf die weit entfernt liegende Heimat der Pflanze. Schließlich sagt man den oben genannten Satz zu jemandem, mit dem man nicht klarkommt und deshalb weit weg wünscht.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft ist die Art unter dem Namen Piper nigrum bekannt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist der Echte Pfeffer oder Pfeffer auch nur unter dem Namen Pfeffer oder Pfefferstrauch bekannt.

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Pflanzenart gehört innerhalb der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae) zur Unterfamilie der Piperoideae sowie zu der über tausend Arten umfassenden Gattung der Pfeffer (Piper).

Heilwirkung des Schwarzen Pfeffers

Der Schwarze Pfeffer ist nicht nur ein beliebtes Gewürz, sondern kann auch als Heilpflanze genutzt werden. Er regt die Speichel- und Magensaftsekretion an und wirkt daher:

Inhaltsstoffe

Wegen des Alkaloids Piperin sind die Pfefferkörner ein scharf schmeckendes Gewürz. Von dem Alkaloid sind 5 bis 8 Prozent enthalten. Darüber hinaus besitzen die Körner Derivate des Piperins wie:

Weißer Pfeffer enthält etwa 2,5 Prozent und Grüner sowie Schwarzer Pfeffer bis zu 4,8 Prozent ätherisches Öl. Dieses sogenannte Pfefferöl enthält:

Anwendung des Schwarzen Pfeffers

Die scharf schmeckenden Säureamide sind die wichtigsten Wirkstoffe des Pfeffers und machen ihn zu einer der beliebtesten exotischen Gewürzpflanzen. Sie können aber auch für Heilzwecke genutzt werden. Allerdings wird der Pfeffer bei uns eher selten als Heilpflanze genutzt.

Innerliche Anwendung

In Form von Tee oder Tinkturen kann die Heilpflanze bei Fieber, Halsentzündungen und Magenschwäche helfen. Vorwiegend wird er aber als Gewürz verwendet.

In der Küche

Der Pfeffer ist mit seiner Schärfe eines der beliebtesten Gewürze und darf in keiner Küche fehlen. Frisch gemahlener Pfeffer ist dabei besonders zu empfehlen und mit einer Pfeffermühle leicht herzustellen.

Die gemahlenen Pfefferkörner erregen die Wärme- und Schmerzrezeptoren und regen die Speichel- und Magensaftsekretion sowie die Ausschüttung von Verdauungsenzymen an. So wirken die Körner appetitanregend und verdauungsfördernd.

Am bekanntesten sind die schwarzen Pfefferkörner, aber es gibt auch weiße, grüne und sogar rote Körner, die alle von der gleichen Pflanze stammen, aber zu unterschiedlichen Zeiten gepflückt bzw. unterschiedlich weiterverarbeitet wurden.

Schwarze Pfefferkörner sind dabei einfach unreife bis knapp vor der Reife stehende Früchte, die getrocknet und so schwarz und runzlig werden.

Grüne Pfefferkörner werden dagegen unreif geerntet und entweder eingelegt oder durch schnelle Trocknungsverfahren konserviert. Für weiße Pfefferkörner werden die vollreifen Früchte geerntet und von der Schale befreit.

Dazu werden sie etwa acht bis 14 Tage im fließenden Wasser eingeweicht oder mit Pektinasen behandelt. Die roten Pfefferkörner sind bei uns kaum zu haben (oft werden andere Pflanzenarten angeboten!). Meist werden sie wie die grünen Körner in Salzlake eingelegt.

Bei folgenden Leiden hilft der Schwarze Pfeffer

 Innerliche Anwendungen
 Fieber
 Halsentzündung
 Magenschwäche

Vorkommen und Sammelzeit des Schwarzen Pfeffers

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Schwarzen Pfeffers liegt in Indien, insbesondere an der Malabarküste. Bereits vor etwa 1.000 Jahren gelangte die Pflanze in das heutige Indonesien und nach Malaysia.

Heute wird der weltweit beliebte Pfeffer vorwiegend in Vietnam, Indonesien, Indien, Brasilien sowie in Malaysia angebaut und dabei werden weltweit jährlich etwa 200.000 Tonnen Pfeffer produziert.

Sammelzeit

Für Heilanwendungen werden die ausgewachsenen, aber noch grünen und ungeschälten Früchte verwendet.

Sie werden zunächst mit kochendem Wasser behandelt und danach in der Wärme getrocknet. So werden sie dunkel.

Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant