Sonnenblume

Im 16. Jahrhundert gelangte die schöne Sonnenblume nach Europa und ziert seitdem nicht nur viele Bauerngärten, sondern ist auch wegen ihrer ölreichen Samen beliebt.

Diese Kerne können in Broten, Backwaren und Müslis verwendet oder zu Öl weiterverarbeitet werden. Das Öl wird in Russland und der Ukraine für Ölkuren verwendet.

Die Volksheilkunde kennt die Sonnenblume aber auch als Heilpflanze für Beschwerden wie Verstopfung und Hauterkrankungen. Äußerlich soll sie sogar gegen Neurodermitis helfen.

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Die wichtigsten Fakten über die Sonnenblume

Die aus Amerika stammende Sonnenblume wurde im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht und diente hier zunächst nur als Zierpflanze. Später entdeckte man ihre wohlschmeckenden Kerne, um damit Brot und andere Backwaren zu backen.

Man nutzte den Samen auch geröstet als Ersatz für Trinkschokolade und Kaffee. Seit dem 19. Jahrhundert wurden und werden die ölreichen Sonnenblumenkerne schließlich auch zur Ölproduktion genutzt.

Der botanische Name für die Sonnenblumen, Helianthus, geht auf die beiden griechischen Wörter helios (Sonne) und anthos (Blume) zurück. Die Knospen der Blume folgen im Laufe des Tages der Sonne und kehren in der Nacht nach Osten, wo die Sonne am nächsten Tag aufgeht, zurück.

Wissenschaftlicher Name

In der Wissenschaft wird die Sonnenblume unter dem Namen Helianthus annuus geführt.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund sind keine weiteren Namen bekannt.

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Sonnenblumen gehören zur Gattung der Sonnenblumen (Helianthus) und zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sonnenblumen lassen sich je nach Verwendung in vier Typen unterteilen.

Während der Öltyp vorwiegend für die Ölgewinnung genutzt wird, gibt es auch reine Futterpflanzen, meist mehrköpfige Ziertypen für den Garten sowie Speisetypen, die besonders leicht zu entnehmende Kerne besitzen.

Heilwirkung der Sonnenblume

Die Sonnenblume ist keine sehr bekannte Heilpflanze. Ihre Inhaltsstoffe wirken:

Inhaltsstoffe

Die Sonnenblumensamen sind ein gesundes Nahrungsmittel und eine wertvolle Ölfrucht. Sie enthalten:

Anwendung der Sonnenblume

Die Sonnenblume wird vorwiegend als Zier- und Nutzpflanze angebaut und die gesunden Kerne für Müslis, Backwaren und als Snacks genutzt.

Darüber hinaus ist das Öl sehr beliebt und kann auch für Heilzwecke genutzt werden.

Die Sonnenblume als Heilpflanze wird vorwiegend für Kuren, Verstopfung, aber auch äußerlich eingesetzt.

Äußerliche Anwendung

Sonnenblumenöl

Das Sonnenblumenöl hilft bei Hautkrankheiten und soll sogar Neurodermitis lindern. Auch bei Rheuma findet das Öl Anwendung.

Innerliche Anwendung

Kur

Die russische und ukrainische Volksmedizin nutzt Sonnenblumenöl für Ölkuren, die man auch Ölziehen nennt. Dabei soll der Organismus entschlackt und entgiftet werden.

Bei folgenden Leiden hilft die Sonnenblume

Äußerliche AnwendungInnerliche Anwendung
HauterkrankungenDarmreizungen
NeurodermitisVerstopfung
Wunden
Rheuma

Vorkommen und Sammelzeit der Sonnenblume

Die Sonnenblume war ursprünglich in Nord- und Mittelamerika beheimatet und wurde 1552 von spanischen Seefahrern in Form von Samen nach Europa gebracht.

Hier diente die charakteristische Blume zunächst als Zierpflanze, bevor man sie später auch als Nutzpflanze anbaute. Heute wird die Pflanze weltweit angebaut. Dabei bevorzugt die Öl- und Heilpflanze einen tiefgründigen, humus- und nährstoffreichen Boden mit ausreichender Wasserversorgung.

Sammelzeit

Die Samen werden nach der Reife im September oder Oktober gesammelt. Dann kann man auch das Öl aus den Samen gewinnen. Sonnenblumenkerne sollten geerntet werden, wenn die Blätter abgestorben sind und die Korbunterseite sich gelb färbt.

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