Sonnenhut

Mit seinen auffälligen Blüten ist der Sonnenhut eine beliebte Zierpflanze. Sie besitzt aber auch Heilwirkungen und wird in vielen Fertigpräparaten angeboten.

Tinkturen oder Tabletten kann man in der Apotheke kaufen, man kann die Pflanze aber auch selbst anbauen und Tees oder Tinkturen aus dem Kraut herstellen.

Auch der Presssaft eignet sich für die kurzzeitige Einnahme und kann Erkältungen vorbeugen, indem er das Immunsystem stärkt und die Bildung von weißen Blutkörperchen anregt.

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Die wichtigsten Fakten über den Sonnenhut

Die Sonnenhüte sind eine Pflanzengattung, aus der drei verschiedene Arten als Heilpflanze genutzt werden. Am häufigsten kommt jedoch der Purpur-Sonnenhut zum Einsatz.

Der botanische Gattungsname Echinacea leitet sich vom altgriechischen Wort echínos ab und bedeutet so viel wie Seeigel. Damit verweist der Name auf die gattungstypischen, auffälligen, spitzen Spreublätter.

Wissenschaftlicher Name

Folgende Sonnenhut-Arten werden als Heilpflanze genutzt: Echinacea purpurea, Echinacea angustifolia und Echinacea pallida.

Volkstümliche Namen

Im Volksmund ist die Heilpflanze auch unter folgenden Namen bekannt:

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Gattung Sonnenhut gehört innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae) zur Unterfamilie der Asteroideae und zum Tribus Heliantheae.

Heilwirkung des Sonnenhut

Der Sonnenhut wird seit Langem als Heilpflanze verwendet und wirkt:

Besonders wichtig ist aber auch seine Anregung auf die Vermehrung der weißen Blutkörperchen.

Inhaltsstoffe

Der Sonnenhut enthält folgende Inhaltsstoffe:

  • Ätherisches Öl
  • Echinacin
  • Echinacosid
  • Harze
  • Vitamin C
  • Betain
  • Laevulose
  • Glukose
  • Inulin
  • Pentosan
  • Fermente

Anwendung des Sonnenhuts

Die Sonnenhüte wurden bereits von den amerikanischen Ureinwohnern als Heilpflanze gegen Husten, Halsschmerzen und Mandelentzündung genutzt. In der Heilkunde finden vor allem die Arten Echinacea purpurea, pallida und angustifolia Verwendung.

Äußerliche Anwendung

Der Sonnenhut besitzt eine antibakterielle Wirkung, die ihn bei bakteriellen Infektionen, wie Hautinfektionen, Furunkel und Ähnlichem anwendbar macht.

Eine Salbe oder ein Umschlag mit der Tinktur oder dem Tee wirkt zudem auch leicht schmerzstillend und ist daher bei schlecht heilenden oder eiternden Wunden gut geeignet.

Tinktur

Eine Tinktur aus Sonnenhut kann für die äußerliche Anwendung verwendet werden. Dazu kann man das Kraut oder den Wurzelstock ansetzen. Bei Kräuterhändlern findet man das Kraut allerdings nur selten, aber man kann die Pflanze ja leicht selbst im Garten anbauen.

Für die Sonnenhuttinktur übergießt man die Sonnenhutwurzeln oder das -kraut mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile gut bedeckt sind. Die Mischung lässt man verschlossen für zwei bis sechs Wochen ziehen und seiht sie anschließend ab.

Innerliche Anwendung

Der Sonnenhut hilft bei der Vermehrung der weißen Blutkörperchen und kann dadurch das Immunsystem stärken. Zudem stärkt er die lymphatischen Organe.

So können Infektionskrankheiten besser abgewehrt werden. Die Heilpflanze wirkt aber vor allem vorbeugend und wird kaum zur Behandlung von Erkältungen eingesetzt.

Tinktur

Die oben beschriebene Tinktur kann auch innerlich angewendet werden. Dazu nimmt man ein- bis dreimal täglich 10 bis 50 Tropfen ein und verdünnt sie gegebenenfalls mit Wasser.

Tee

Der Purpur-Sonnenhut wird auch als Tee genutzt und dient so zur Vorbeugung gegen Erkältungen, Husten, Halsschmerzen und Mandelentzündung.

Presssaft

Der Presssaft aus den Sonnenhutblättern kann kurzfristig durch die Stimulierung des Immunsystems zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten genutzt werden.

Fertigpräparate

Der Sonnenhut steht in Form von verschiedenen Fertigpräparaten in der Apotheke zur Verfügung. Dabei gibt es Tabletten und Tinkturen für die innerliche Anwendung.

In der Küche

Die Blätter des Purpur-Sonnenhuts können auch gegessen werden.

Bei folgenden Leiden hilft der Sonnenhut

Äußerliche AnwendungInnerlich Anwendung
FurunkelBronchitis
GelenkentzündungErkältung
AbszesseGrippale Infekte
GeschwüreHusten
schlecht heilende WundenImmunabwehr
SchuppenflechteInfektanfälligkeit
UnterschenkelgeschwüreVorbeugung gegen Infektionen
Verbrennungen

Vorkommen und Sammelzeit des Sonnenhuts

Das natürliche Verbreitungsgebiet der verschiedenen Sonnenhutarten liegt im östlichen und zentralen Nordamerika. Die hübschen Blumen werden aber auch gern in Gärten angebaut und sind sehr dekorativ.

In Europa kommt Echinacea purpurea in Deutschland, Österreich, Polen, Moldawien und der Ukraine als Neophyt vor. Der Purpur-Sonnenhut liebt felsige Standorte, offene Wälder, Dickichte und Prärien, besonders in der Nähe von Wasserwegen.

Sammelzeit

Das Kraut des Sonnenhuts wird im Juli gesammelt, während die Wurzel von März bis April und im Oktober ausgegraben werden kann.

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