Heilpflanze Sonnentau

Der Sonnentau ist eine Heilpflanze der besonderen Art. Das Gewächs mit den roten Tentakeln und den kleinen „Tautropfen“ scheint wie aus einer anderen Welt zu sein.

Tatsächlich spielen die klebrigen Tropfen eine besondere Rolle für diese Pflanze – immerhin beschaffen sie ihr ihre Nahrung. Der Sonnentau ist nämlich eine fleischfressende Pflanze. Sie ernährt sich von Insekten, die an den Tropfen kleben bleiben.

Was für die einen tödlich ist, ist für die anderen hilfreich. Der Pflanze werden nämlich einige heilende Wirkungen nachgesagt.

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Die wichtigsten Fakten über den Sonnentau

Auch wenn die Pflanze für andere Lebewesen tödlich ist, hilft sie dem Menschen bei verschiedenen Leiden. So wird die Heilpflanze vor allem bei Reizhusten und Herzschwäche eingesetzt.

In einigen Kulturkreisen dient die fleischfressende Pflanze sogar als Aphrodisiakum – also als Mittel, dass die sexuelle Aktivität steigern soll.

Wissenschaftlicher Name

Der wissenschaftliche Name des Sonnentaus lautet Drosera.

Weitere Namen/volkstümliche Namen

Die Heilpflanze besitzt eine ganze Reihe volkstümlicher Namen. Einige davon sind:

Pflanzenfamilie/Gattung

Die Familie, der der Sonnentau zugeordnet wird, nennt sich Sonnentaugewächse (Droseraceae). Ihr gehören rund 200 verschiedene Arten an, was dazu führt, dass es sich um die zweitgrößte Familie fleischfressender Gewächse handelt.

Heilwirkung des Sonnentaus

Dem Sonnentau wird eine Reihe von Heilwirkungen nachgesagt, wie zum Beispiel

Derzeit gibt es rund 300 medizinische Präparate aus Sonnentau, die offiziell zugelassen sind und in Apotheken verkauft werden.

Die Mittel werden vorrangig als Hustenmedizin eingesetzt und sind allgemein anerkannt. Zur Herstellung der Präparate werden Pflanzen aus anderen Ländern oder deutschen Zuchten verwendet.

Inhaltsstoffe

Die Heilpflanze weist eine Reihe von Inhaltsstoffen auf, die sie so interessant für die Medizin machen. Hierunter fallen unter anderem:

Anwendungsbereiche des Sonnentaus

Sonnentau wird als Heilpflanze vorrangig bei starkem Reizhusten eingesetzt. Während es vor etlichen Jahren noch üblich war, die Pflanze als solche zu nutzen, wird der Sonnentau heute vorrangig als Fertigarznei konsumiert.

Das hat verschiedene Vorteile:

Wer sich dennoch auf die alte Kunst der Naturheilkunde berufen will, hat mehrere Möglichkeiten, die Pflanze auf anderen Wegen einzunehmen. Die gängigsten Methoden sollen im Folgenden genauer vorgestellt werden.

  • Sonnentau ist eine äußerst wirksame Heilpflanze. Sie sollte daher immer nur in Maßen, nie in Massen konsumiert werden. Es empfiehlt sich immer, nach einer sechswöchigen Anwendungsphase erst einmal eine Pause einzulegen. Andernfalls kann es passieren, dass sich der Körper an die Wirkung der Pflanze gewöhnt und die erwünschten Effekte auf Dauer ausbleiben.

Innerliche Anwendung

Die Heilpflanze wird ausschließlich innerlich angewendet. In den meisten Fällen wird sie in Form von Tee eingenommen.

Um einen Sonnentau-Tee herzustellen, müssen die folgenden Schritte befolgt werden:

  1. 1 TL Sonnentau-Kraut in eine Tasse geben.
  2. Mit heißem Wasser übergießen.
  3. 10 Minuten ziehen lassen.
  4. Abseihen.
  5. In kleinen Schlucken trinken.
  • Pro Tag dürfen nicht mehr als zwei Tassen Tee getrunken werden. Im Fall einer Überdosierung kann es passieren, dass ein verstärkter Husten oder sogar Atemnot auftritt.

Alternativ zum Tee kann die Heilpflanze auch zu einer Tinktur verarbeitet werden. Dieses hochprozentige Hausmittel wird wie folgt hergestellt:

  1. 2 EL Sonnentau-Kraut (frisch oder getrocknet) in ein Glas mit Schraubdeckel geben.
  2. Mit Weingeist oder Doppelkorn übergießen, bis alle Pflanzenteile gut bedeckt sind.
  3. Glas verschließen und ca. 5 Wochen ziehen lassen.
  4. Abseihen.
  5. In eine dunkle Flasche füllen.

Einnahme: Täglich 3 x 20 Tropfen.

  • Wenn die Tinktur zu stark ist, kann sie auch mit Wasser verdünnt werden.

Bei folgenden Leiden hilft der Sonnentau:

Innerliche Anwendung
Reizhusten
Krampfhusten
Keuchhusten
Asthma
Bronchitis
Herzschwäche
Bluthochdruck
Verdauungsprobleme

Vorkommen und Sammlerzeit

Der Sonnentau ist eine Heilpflanze, die nahezu auf dem gesamten Globus verbreitet ist.

Als Hauptverbreitungsgebiete gelten:

Doch auch in heimischen Gefilden ist es durchaus möglich, eine Sonnentau-Pflanze zu entdecken. Diese ist nämlich in ganz Europa beheimatet. Hier ist ihre Artenvielfalt allerdings weitaus schmaler als in den oben genannten Gebieten.

Im europäischen Raum gibt es drei verschiedene Arten des Sonnentaus:

Sammelzeit

Die Sammelzeit des Sonnentaus ist von Juli bis August. Es gilt aber zu beachten, dass es sich hierbei um eine geschützte Pflanzenart handelt. Das Sammeln ist also verboten. Wer dennoch von der heilenden Wirkung der Pflanze profitieren will, kann gezüchtete Exemplare im Fachgeschäft oder im Internet kaufen.

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