Vogelmiere

Die Vogelmiere gilt hierzulande oftmals als Unkraut. Nur die wenigsten wissen, was für schmackhafte Speisen man aus ihr zubereiten kann. Nicht nur Salate und Kräuterquark, sogar Suppen können mit ihr verfeinert werden.

Die Vogelmiere kann das ganze Jahr über geerntet werden. Zubereitet in Speisen regt sie das Verdauungssystem sowie den Stoffwechsel an.

Darüber hinaus hilft die Pflanze gegen verschiedene Hautprobleme. Sogar Schuppenflechten können mit ihrer Hilfe gelindert werden.

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Die wichtigsten Fakten über die Vogelmiere

Die Vogelmiere überlebt sogar bei frostigen Temperaturen. Sie ist hauptsächlich in Mittel- und Nordeuropa heimisch, wurde aber zusätzlich in Nordamerika eingeschleppt. Darüber hinaus kann man sie gelegentlich in Nordasien oder anderen Gebieten antreffen.

Wissenschaftlicher Name

Die gewöhnliche Vogelmiere, welche für die Naturheilkunde von großer Bedeutung ist, wird in der Wissenschaft sowie in der Medizin und anderen Fachkreisen auch als Stellaria media bezeichnet.

Volkstümliche Namen

Darüber hinaus wurden der Heilpflanze einige volkstümliche Namen zugeschrieben.

  • Sternenkraut
  • Vogel-Sternmiere
  • Hühnerabbiss
  • Vögelichrut
  • Hühnerdarm
  • Meier
  • Kanarienvögelkraut
  • Mäusedarm

Gattung / Pflanzenfamilie

Die Heilpflanze gehört der Pflanzengattung der Sternmieren an. Sternmieren werden in Fachkreisen auch als Stellaria bezeichnet. Die Gattung wiederum ist Teil der Pflanzenfamilie der Nelkengewächse, welche den wissenschaftlichen Namen Caryophyllaceae führen.

Heilwirkung der Vogelmiere

Die Vogelmiere wird häufig in der Naturheilkunde angewendet. Ihr werden vorwiegend schmerzlindernde Heilwirkungen zugeschrieben.

Die Pflanze kann unter anderem zur Behandlung von Rheuma und bei Gelenkschmerzen eingesetzt werden. Außerdem wirkt die Vogelmiere:

Inhaltsstoffe

Ebenso vielfältig wie die Einsatzgebiete sind auch die Inhaltsstoffe, welche für die Heilkräfte hauptverantwortlich sind:

  • Cumarine
  • Oxalsäure
  • Mineralien

Vogelmiere Vitamine

Anwendung der Vogelmiere

Die Art der Anwendung ist sehr unterschiedlich und hängt vor allem von den zu behandelnden Leiden ab. Man kann die Pflanze innerlich wie auch äußerlich nutzen.

Äußerlich wird die Vogelmiere vorrangig als Tee oder als Brei-Umschlag genutzt. Darüber hinaus gibt es in Apotheken spezielle Salben, welche mit der Heilpflanze angereichert sind.

Als Tee

Die Pflanze lässt sich problemlos zu einem Tee aufkochen, welcher anschließend als Waschung, Bad oder Umschlag eingesetzt werden kann. Diese Anwendungen finden vor allem bei Juckreiz oder Ekzemen Gebrauch. Ebenso kann eine Waschung oder ein Umschlag gegen Schuppenflechte helfen.

Als Brei-Umschlag

Brei-Umschläge helfen insbesondere bei schlecht heilenden Wunden oder Abszessen. Hierfür muss das frische Kraut ordentlich zerquetscht und in ein Tuch gelegt werden.

Innerlich gibt es verschiedene Möglichkeiten einer Anwendung. Besonders geläufig ist die Nutzung der Heilpflanze als Tee. Darüber hinaus kann aber auch eine Blütenessenz hergestellt werden. Ferner lässt sich die Vogelmiere als Wildgemüse nutzen.

Als Tee

Der Tee kann aus getrockneten und aus frischen Blüten hergestellt werden. Er hilft vor allem dabei, den Stoffwechsel anzuregen. Ferner kann er rheumatische Beschwerden lindern oder die Genesung während einer Atemwegsinfektion unterstützen.

Als Blütenessenz

Aus der Vogelmiere lassen sich verschiedene Blütenessenzen herstellen. Diese Essenzen stehen für Hartnäckigkeit, Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen.

Als Wildgemüse

Die wohl einfachste Art der Anwendung ist die Nutzung als Wildgemüse. Mit der Pflanze lässt sich beispielsweise der Kräuterquark verfeinern. Außerdem eignet sie sich als Beigabe zu einem Salat oder zu einer Suppe.

Bei folgenden Leiden hilft die Vogelmiere

Dank ihrer vielfältigen Heilwirkungen kann die Vogelmiere bei ganz unterschiedlichen Leiden und Erkrankungen für Linderung sorgen.

innerliche Anwendungäußerliche Anwendung
HustenAugenentzündung
BronchitisPickel
LungenleidenGerstenkorn
MenstruationsbeschwerdenFurunkel
FrühjahrsmüdigkeitHautprobleme
NierenschwächeEkzeme
BlähungenQuetschungen
GichtSchuppenflechte
Verstopfungschlecht heilende Wunden
RheumaJuckreiz
GelenkentzündungenGeschwüre

Vorkommen und Sammelzeit

Die Vogelmiere fühlt sich vor allem in lückigen Unkrautfluren sowie auf Ackerflächen, Weinbergen, in Gärten oder auf Schuttplätzen und an Ufern und Wegen wohl.

Optimale Lebensbedingungen bieten feuchte und nährstoffreiche Böden, welche auch in schattigen Gegenden liegen können. Die Vogelmiere findet sich auf Ebenen wie auch im Gebirge wieder.

Sammelzeit

Grundsätzlich kann die Heilpflanze ganzjährig gesammelt werden. Besonders häufig findet man sie jedoch im Frühjahr und im Sommer.

Verwendbare Pflanzenteile

In den meisten Fällen wird das gesamte Kraut der Vogelmiere verwendet.

Nur selten kommen ausschließlich die Blüten der Pflanze zum Einsatz.

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