E 102 Tartrazin

E 102 Tartrazin

Tartrazin – in Deutschland auch unter der Bezeichnung Säuregelb oder Flavazin bekannt – gehört zu den Lebensmittelfarbstoffen. Als Azofarbstoff wird E-Nummer E 102 synthetisch hergestellt – unter anderem aus Sulfanilsäure.
E-Nummer E 102 verleiht Lebensmitteln eine zitronengelbe bis orange Farbe.

Im englischen Sprachraum ist der Farbstoff als Tartrazine oder Acid Yellow 23 bekannt. Der Farbstoff Tartrazin ist farbecht und wird heute weltweit – auch in Kombination mit anderen Lebensmittelfarbstoffen – verwendet.

Welche Eigenschaften bietet Tartrazin (E 102)?

E-Nummer E 102 ist ein unter Normalbedingungen orangefarbenes Pulver. Die Zuordnung zu den Azofarbstoffen beruht auf der Tatsache, dass in der chemischen Struktur des Farbstoffs eine sogenannte Azobrücke auftaucht.
Diese ist bei E-Nummer E 102 für die färbende Wirkung verantwortlich.

Die Azobrücke(n) der Azofarbstoffe ist eine Doppelbindung zwischen zwei Stickstoff-Atomen und wird – aufgrund ihrer Funktion – als Cromophor bezeichnet.
Die Summenformel lautet: C16H9N4Na3O9S2

Der feste Farbstoff Tartrazin (E-Nummer E 102) besitzt eine gute Wasserlöslichkeit. In Alkohol (Ethanol) ist der Farbstoff allerdings weniger gut löslich. Wird das Pulver natürlichen Ölen zugesetzt, ist Tartrazin allgemein unlöslich.

Tartrazin bzw. der Verzehr von Lebensmitteln mit diesem Farbstoff ist aus medizinischer Sicht nicht unbedenklich.

Hintergrund: Bekannt ist, dass E-Nummer E 102 Intoleranzreaktionen sowie allergische Reaktionen – mit den hierfür typischen Symptomen – auslösen kann. Darüber hinaus deutet die aktuelle Forschungsarbeit darauf hin, dass Tartrazin Hyperaktivität auslösen kann.

In der EU müssen Lebensmittel daher entsprechend gekennzeichnet werden.

Wo wird Tartrazin (E 102) verwendet?

Säuregelb ist ein farbechter Azofarbstoff – gegenüber äußeren Faktoren also beständig. Die Verwendung des Farbstoffs in Lebensmitteln ist aus medizinischer Sicht aus mehreren Gründen bedenklich.
Bis vor wenigen Jahren galt in Deutschland sogar ein Verbot für E-Nummer E 102. Inzwischen aufgehoben, taucht Tartrazin heute wieder in vielen Lebensmitteln auf.
Darunter sind beispielsweise:

  • Brausepulver
  • Siruperzeugnisse
  • Fleisch- und Fischersatzprodukte
  • Eis und Desserts
  • Spirituosen
  • Frucht- und Obstweine
  • Aufstrichen

Hinweise zu Tartrazin (E 102)

E 102
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?
Als Allergieersatz?nein
Allergiepotenzial?Tartrazin kann allergische Reaktionen auslösen.
Erlaubte Tagesdosis?ADI: 7,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht
  • Säuregelb ist in einigen Ländern nach wie vor verboten, wird in anderen Ländern frei gehandelt. So wird E 102 beispielsweise als Ersatz für Safran bei der Zubereitung von Paella verwendetet – und verleiht dem Gericht die intensive Färbung.

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Quellen

Ines Treppenhauer: Pseudoallergien: Dargestellt anhand von Studien

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