Giftefeu als Heilpflanze

Giftefeu als Heilpflanze

Giftefeu - Die wichtigsten Fakten

  • Giftefeu ist in Nordamerika beheimatet.
  • In Deutschland findet man sie nur in Botanischen Gärten.
  • Die Pflanze ist stark giftig!
  • Sie zählt schon lange zu den Heilpflanzen.
  • Sie darf nur unter Aufsicht eines Arztes verwendet werden.
  • Eine homöopathische Anwendung ist möglich.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Giftefeu als Heilpflanze

Giftefeu
Sammelzeit
  • Juni
  • Juli
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Toxicodendron radicans oder Rhus radicans. Sie zählt also zur Familie der Anacardiaceae (Sumachgewächse).

Die Pflanze ist im Volksmund unter den Bezeichnungen Eichenblättriger Giftsumach oder Rankender Giftsumach bekannt. Im englischen Sprachraum kennt man das Gewächs als Poison Ivy.

Das Gewächs gehört in die Gattung Toxicodendron und zählt somit zur Pflanzenfamilie der Sumachgewächse (Anacardiaceae). Erstaunlicherweise gehören zu dieser Familie auch die Mango sowie die Cashew-Nuss.

Der Giftefeu stammt aus Nordamerika. Man findet ihn allerdings auch in Nordostasien und in feuchten Buschwaldgebieten Mittelfrankreichs. In Deutschland ist er nur in Botanischen Gärten zu finden.

Die Blütezeit der Pflanze sind die Monate Juni und Juli.

Der wichtigste Inhaltsstoff, der für die stark giftige Wirkung des Giftefeu verantwortlich ist, heißt Urushiol. Der Stoff ist ein so genanntes Kontaktallergen.

Außerdem enthält die Pflanze:

  • Gerbstoffe
  • Gallusgerbsäure
  • Glykoside (Toxicodendrol)

Die Pflanze ist ein rankendes Gewächs. Sie zählt zu den sommergrünen Halbsträuchern und kann bis zu einem Meter hoch wachsen. Charakteristisch sind die in Dreiergruppen wachsenden Blätter der Pflanze. Die Blüten sind grün-weiß gefärbt, die Früchte haben eine weiße bis leicht gelbe Färbung.

  • Mit dem normalen Efeu hat der Giftefeu lediglich die rankenden Eigenschaften sowie den Namen gemeinsam, sonst sind beide nicht miteinander verwandt.

Das Gewächs siedelt sich oft in Form von Unterholz im Dickicht an. Ebenso kann die Pflanze an steinigen Standorten gedeihen und wächst auch in nicht zu feuchten, bewaldeten Regionen. Ein bevorzugter Ort ist die Umgebung von Dünen, die Pflanze kann aber auch direkt auf ihnen wachsen. Sie ist anspruchslos und kann auch auf saurem Untergrund gedeihen.

Giftefeu - Heilwirkung der Heilpflanze

Die genauen Heilwirkungen der Pflanze sind nicht bekannt und lassen sich nur durch die homöopathischen Anwendungsgebiete erahnen.

Giftefeu - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Pflanze kann bei Sportverletzungen (Zerrungen, Muskelschmerzen), Beschwerden des Bewegungsapparates, Hexenschuss, Ischias, Neuralgien und Rheuma helfen. Aber auch Herpes, Ekzeme und Hautentzündungen werden damit behandelt.

Giftefeu - Anwendung der Heilpflanze

Eine Anwendung der Pflanze sollte mit größter Vorsicht und unter Aufsicht eines Arztes geschehen. Mittel, die Wirkstoffe des Giftefeu enthalten, dürfen ausschließlich als vom Arzt verordnete Fertigpräparate oder homöopathisch angewendet werden. Sol eine homöopathische Anwendung durchgeführt werden, muss das entsprechende Mittel stark verdünnt eingenommen werden (mindestens D2).

  • Achtung! Die Pflanze ist stark giftig. Eine falsche äußerliche Anwendung kann zu starken, langanhaltenden Hautreizungen mit Juckreiz oder zu Blutvergiftungen führen. Wird die Pflanze innerlich angewendet, kann es zu massiven Beschwerden bis hin zum Tod kommen.

Hergestellt werden die homöopathischen Mittel (meist in Form von Globuli) ausschließlich aus den jungen Triebspitzen der Pflanze.

Äußerliche Anwendung

Zur äußerlichen Anwendung ist nichts bekannt, lediglich Bäder werden erwähnt, vermutlich mit Giftefeu als Badezusatz.

Innerliche Anwendung

Für eine innerliche Anwendung werden homöopathische Fertigpräparate wie Globuli verwendet.


Quellen

Toxicodendron radicans
Hiller, Karl / Melzig, Matthias F.: Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen
Habermehl, G.: Mitteleuropäische Giftpflanzen und ihre Wirkstoffe: Ein Buch für Biologen und Chemiker, Ärzte und Veterinäre, Apotheker und Toxikologen
Vonarburg, Bruno: Homöotanik: Extravagante Exoten. Bd. 4


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