E 632 Dikaliuminosinat

Der Lebensmittelzusatz steht in einer engen Verbindung zur Inosinsäure. Wie andere Salze der Verbindung kann der Zusatzstoff die Geschmackswahrnehmung beeinflussen. Aufgrund dieser Tatsache ist das Dikaliuminosinat bei der Herstellung von Lebensmitteln als Geschmacksverstärker im Einsatz.

Im englischen Sprachraum wird der Zusatz auch als Dipotassium inosinate bezeichnet. Aufgrund des Abbaus der Verbindung zu Harnsäure ist die Aufnahme bei bestimmten Stoffwechselerkrankungen nicht unbedenklich.

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Dikaliuminosinat (E 632) - Die Eigenschaften des Zusatzstoffs

Ähnlich anderer Zusatzstoffe – wie E 633 – basiert auch das Dikaliuminosinat auf der Inosinsäure. Das Kaliumsalz entsteht unter Zuhilfenahme von Mikroorganismen, die heute auch gentechnisch verändert sein können. Das Salz bildet geruchslose Kristalle, die gut wasserlöslich sind.

Wie bei den verwandten Verbindungen gilt auch für das Kaliumsalz der Hinweis auf die Verbindung zum Hypoxanthin. Dessen Charakter als Purinderivat macht es beim Abbau für bestimmte Personenkreise besonders bedeutsam. Bei Störungen im Harnsäure-Abbau kann es zu einer Anreicherung kommen – und zu einer Ablagerung von Kristallen in Gelenken.

  • Der Lebensmittelzusatz E 632 ist nicht das einzige Salz der Inosinsäure, das in der Branche als Geschmacksverstärker im Einsatz ist. Auch das Calciumsalz findet sich in dieser Rolle wieder.

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Dikaliuminosinat (E 632) - Verwendung in Lebensmitteln

Die Salze der Inosinsäure sind heute als Geschmacksstoffe in der Herstellung von Lebensmitteln verbreitet. Hier macht sich die Branche unter anderem die Tatsache zunutze, dass die Ableger der Inosinsäure einen positiven Effekt auf die Wirkung von Glutamat haben. Letzteres muss anschließend in nicht mehr so hoher Konzentration zugesetzt werden.

Der Zusatzstoff selbst taucht vor diesem Hintergrund unter anderem in:

wieder auf.

Dikaliuminosinat (E 632) – Besondere Hinweise

E 632
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?
Als Allergieersatz?Nein
Allergiepotenzial?gilt allgemein als unbedenklich
Erlaubte Tagesdosis?kein ADI Wert festgelegt

Grundsätzlich gibt es heute keine ernsten Bedenken gegen die Verwendung des Kaliumsalzes der Inosinsäure in der Lebensmittelbranche. Vor diesem Hintergrund ist kein ADI Wert festgelegt. Allerdings leitet sich aus der Synthese im Körper und der Umwandlung in Harnsäure der Hinweis auf Vorsichtsmaßnahmen beim Verzehr – hinsichtlich spezifischer Stoffwechselstörungen – ab. Anreicherungen von Harnsäure können Gichtanfälle triggern.

Dikaliuminosinat (E 632) – Bestandteile des Zusatzstoffes

Der Lebensmittelzusatzstoff gehört zu den Salzen der Inosinsäure. Die Formel des Feststoffs lautet: C10H11K2N4O8P.


Quellen

Saltmarsh, Mike: Essential Guide to Food Additives
Prof. Dr. Bertling, Lutz: Erlaubt-Verboten: In Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Zusatzstoffe nach ihren E-Nummern
Grimm, Hans-Ulrich: Die Ernährungsfalle: Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen manipuliert


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