E 623 Calciumdiglutamat

E 623 Calciumdiglutamat

Von Calciumdiglutamat (engl.: Calcium diglutamate) ist die Rede, wenn es um den Zusatzstoff mit der E-Nummer E 623 geht.
E-Nummer E 623 gehört zur Gruppe der Glutamate und ist tierischen oder pflanzlichen Ursprungs. Aus den Pflanzen- bzw. Tierkörpern werden bestimmte Bakterien extrahiert.
Sie wurden häufig gentechnisch verändert, was den Einsatz in verschiedenen Lebensmitteln möglich macht. Jedes Jahr werden hohe Mengen an Glutamaten produziert und finden sich vor allem in asiatischen Gerichten wieder.

Welche Eigenschaften bietet Calciumdiglutamat (E 623)?

E-Nummer E 623 hat einen ausgeprägten Eigengeschmack, der ihm einen gewissen Wiedererkennungswert verleiht. Das führt dazu, dass Calciumdiglutamat lediglich bei gewissen Lebensmitteln eingesetzt wird.
E-Nummer E 623 findet sich überwiegend in Lebensmitteln mit der Geschmacksrichtung 'Umami'. Jenen Geschmack kann man sich als würzig-süße Komposition vorstellen.
E-Nummer E 623 wird in Deutschland als Geschmacksverstärker eingesetzt.

Im Calciumdiglutamat befinden sich Glutaminsäure und ihre Salze. Zur Herstellung wird bei E-Nummer E 623 Calcium zugeführt.

Tomatenmark ist von Natur aus reich an Glutamaten. Des weiteren finden sie sich auch in Parmesankäse.

Wo wird Calciumdiglutamat (E 623) verwendet?

Im Bereich der Lebensmittelindustrie gibt es zahlreiche Speisen, bei denen die Würze den Geschmack ausmacht.
Vor allem Fleischspeisen werden bezüglich ihres Aromas verstärkt. An dieser Stelle setzt Calciumdiglutamat an.
E-Nummer E 623 ist somit beispielsweise in den nachstehenden Lebensmitteln vertreten:

  • Bei der Verwendung von E-Nummer E 623 in Lebensmitteln darf der Wert von 10 g/kg nicht überschritten werden.

Hinweise zu Calciumdiglutamat (E 623)

E 623
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?Der Stoff gilt bislang nicht als bedenklich. Dennoch gibt es keine wissenschaftlichen Informationen zum Einsatz des Zusatzstoffes in Bio-Lebensmitteln.
Glutenfrei?
Allergiepotenzial?Bislang gibt es keine eindeutigen Berichte, die beim Verzehr des Zusatzstoffes auf ein Allergiepotenzial schließen lassen. Allerdings kann es zum sogenannten Chinarestaurant-Syndrom kommen. Betroffene klagen über Schmerzen in den Bereichen Magen, Kopf und in den Gliedmaßen. Weiterhin verspüren sie ein Taubheitsgefühl im Nackenbereich und ggf. Übelkeit. Die Symptome klingen nach einiger Zeit wieder ab.

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Quellen

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Verordnung über die Zulassung von Zusatzstoffen zu Lebensmitteln zu technologischen Zwecken (Zusatzstoff-Zulassungsverordnung - ZZulV)
Elmadfa, Ibrahim / Muskat, Erich / Fritzsche, Doris: E-Nummern & Zusatzstoffe: Was sich in unserer Nahrung versteckt
Ubbenhorst, Bernhard / Grimm, Hans-Ulrich: Chemie im Essen
Ebermann, Robert / Elmadfa, Ibrahim: Lehrbuch Lebensmittelchemie und Ernährung


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