Der wärmeliebende, immergrüne Johannisbrotbaum ist nicht nur als Heilpflanze, sondern auch für die Nutzung als Lebensmittel und als guter Holzlieferant bekannt.

Die gesunden Früchte und die Samen sind reich an Stärke und Zucker, aber auch an vielen heilsamen Stoffen.

Hauptabnehmer für das leckere Johannisbrot sind daher neben der Nahrungsmittelindustrie auch die Kosmetik- und Pharmaindustrie sowie neuerdings Bio- und Naturproduktehersteller.

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Die wichtigsten Fakten über den Johannisbrotbaum

Eine Besonderheit des Johannisbrotbaums sind die harten Kerne, die stets gleich schwer sind und 0,197 Gramm wiegen. Aus diesem Gewicht wurde die Maßeinheit für das Diamant- und Edelsteingewicht abgeleitet: 1 Karat entsprechen hier 0,2 Gramm. Auch der Name Karat (oder Carat) stammt vom wissenschaftlichen Namen des Johannisbrotbaums.

In der Wissenschaft ist der Johannisbrotbaum auch unter dem wissenschaftlichen Namen Ceratonia siliqua bekannt.

Der Johannisbrotbaum ist in Österreich auch als Bockshörndlbaum bekannt. Manchmal wird er aber auch als Karubenbaum oder Karobbaum bezeichnet.

Der immergrüne Baum gehört in der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) zu der Unterfamilie der Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae).

 

Die Heilwirkung des Johannisbrotbaums

Johannisbrotbaum Vitamine

Der Johannisbrotbaum wird im Mittelmeerraum seit Langem als gesunde Heilpflanze geschätzt und vielseitig verwendet.

Zudem

  • stärkt Johannisbrot das Abwehrsystem und
  • senkt den Cholesterin- sowie den Blutzuckerspiegel.

Inhaltsstoffe

Das aus dem Fruchtmark gewonnene Carobpulver schmeckt süßlich und wird als Kakaoersatz verwendet.

Der süße Geschmack stammt von den enthaltenen niedermolekularen Kohlenhydraten (Einfach- und Zweifachzucker).

Das Carobpulver enthält neben Vitamin A, B, Kalzium und Eisen außerdem:

Das weiße bis leicht beige Johannisbrotkernmehl ist geschmacksneutral. Das aus den Kernen gewonnene Mehl enthält:

Damit entspricht es etwa den Eigenschaften des Guarkernmehls. Johannisbrotkernmehl ist fünfmal so quellfähig wie Stärke, da es das 80- und 100-Fache seines Eigengewichts an Wasser binden kann.

Anwendung des Johannisbrotbaums

Die nahrhafte Johannisbrotbaumfrucht wird in vielen Gegenden frisch oder getrocknet verzehrt. Sie kann aber auch zu Sirup verarbeitet, zu Saft (Kaftan) gepresst oder zu alkoholischen Getränken vergoren werden. Der Samen wird zu Johannisbrotkernmehl verarbeitet.

Darüber hinaus wird auch der Kaftanhonig aus dem Johannisbrotbaum gewonnen. Entzuckert ist das Fruchtmark des Johannisbrotbaums reich an unlöslichen Ballast- sowie sekundären Pflanzenstoffen. Bei gesunden Menschen kann es die Blutfettwerte kurzfristig senken sowie die Fettverbrennung anregen.

Innerliche Anwendung

Für eine Kur gegen Asthma werden sieben Schoten in Stücke gebrochen, mit 500 ml kochendem Wasser aufgegossen und etwa acht Minuten geköchelt. Die abgekühlte Mischung wird durch ein Sieb gegossen. Morgens und abends trinkt man jeweils die Hälfte des Suds auf nüchternem Magen. Die Kur wird fünf Wochen lang gemacht. In den letzten zwei Wochen fügt man dem Sud ein Teelöffel Honig hinzu.

Das ballaststoffreiche, fettarme Carobpulver wird als diätetisches Lebensmittel und für Kindernahrung verwendet. Allerdings wird es normalerweise nur in geringen Mengen als Gewürz verzehrt. Carobpulver kann wie Kakaopulver für Kuchen, Mousse, Pudding oder Milchmixgetränke verwendet werden.

Johannisbrotkernmehl wird als natürliches Verdickungsmittel genutzt.

Bei folgenden Leiden hilft der Johannisbrotbaum

In vielen Arzneimitteln ist Johannisbrot enthalten. Als Heilpflanze hilft es bei:

Innerliche Anwendungen
Atemwegserkrankungen
Bronchitis
Asthma
Durchfall

Außerdem stärkt die Frucht das Abwehrsystem.

Vorkommen und Sammelzeit des Johannisbrotbaums

Der 10 bis 20 m hohe, immergrüne Johannisbrotbaum ist äußerst hitze- und trockenresistent und liebt kalkhaltige Böden, wächst aber auch auf sandigem, wasserdurchlässigem Lehm. Da er einen hohen Salzgehalt toleriert und sehr anspruchslos ist, wächst und fruchtet er auch auf marginalen Standorten in gesamten Mittelmeerraum und Vorderasien.

Dabei bevorzugt die Nähe der Küste, ist aber auch bis zu 25 Kilometer landeinwärts auf seeseitigen Hügeln zu finden. Selten wächst er jedoch in Höhen über 500 Metern, da er empfindlich auf Frost reagiert.

Sammelzeit

Die Ernte der Früchte des Johannisbrotbaums erfolgt hauptsächlich im September. Dabei müssen die reifen Fruchtbündel, die eine dunkelrote, fast schwarze Färbung aufweisen, mit Stöcken von den Zweigen geschlagen werden. Dieses vorzeitige Abschlagen der Früchte ist notwendig, da sie ansonsten erst überreif vom Baum fallen würden und sie so sehr fäulnisanfällig wären.

Weil der Einsatz von Vibrationsmaschinen nicht möglich ist und beim manuellen Abschlagen die neuen Blütenansätze nicht beschädigt werden dürfen, sind die Erntekosten für die Nutz- und Heilpflanze recht hoch.

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